Der FCA hat im vorletzten Heimspiel der Saison ein 1:1 gegen Eintracht Frankfurt geholt. Damit ist der Klassenerhalt auch rechnerisch definitiv geschafft. Zugleich scheint bedeutend mehr in dieser Saison nicht mehr drin zu sein: Bei noch neun zu vergebenden Punkten beträgt der Abstand auf Platz acht sechs Punkte. Positiv bleibt beim FCA noch das Comeback des lange verletzten Chrislain Matsima auf dem Zettel stehen.
FCA-Trainer Manuel Baum hatte schon im Vorfeld betont, dass es zu einigen Härtefällen kommen könnte – schließlich hatten sich im Vorfeld alle Spieler des Profi-Kaders fit gemeldet. Besonders in der Defensivzentrale war die Auswahl enorm. Baum hatte selbst, wie er auf der Pressekonferenz gesagt hatte, ein kurioses Gedankenspiel angestellt: „Mit sechs Innenverteidigern - warum nicht?“, hatte Baum ohne erkennbare Anzeichen eines Scherzes gesagt. Am Ende wurden es nur die üblichen drei. Wie schon gegen Leverkusen verteidigten Arthur Chaves, Jeffrey Gouweleeuw und Cedric Zesiger. Keven Schlotterbeck blieb erneut nur die Bank. Noahakai Banks schaffte es hingegen nicht mal in den Kader, weil Chrislain Matsima nach seiner langen Verletzung wieder fit war. Der einzige Neue im Vergleich zur Vorwoche war Michael Gregoritsch, der nach seiner Erkrankung wieder fit war und Rodrigo Ribeiro auf die Bank verdrängte.
FCA nimmt emotional Abschied von Alexander Manninger
Das erste Mal Gänsehaut gab es schon, bevor der erste Ball rollte: Mit einer Schweigeminute wurde dem verstorbenen Ex-FCA-Torwarts Alexander Manninger gedacht. Der Österreicher, der von 2012 bis 2016 beim FCA unter Vertrag stand, war vor eineinhalb Wochen bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat Salzburg ums Leben gekommen.
Der erste Aufreger folgte dann schon nach 30 Sekunden: Ellyes Skhiri ging Michael Gregoritsch bei einem langen Ball so an, dass der Österreicher zu Boden ging. Schiedsrichter Harm Osmers hielt kurz mit dem VAR Rücksprache, ließ aber weiterlaufen. Die erste große Aktion hatten die Frankfurter: Eine Hereingabe von Can Uzun fand den 17-jährigen Love Arrhov. Dessen Schuss klatschte an den Pfosten. Weil der Ball zuvor im Aus war, gab es aber ohnehin Abstoß (10.).
Augsburg war agil, suchte immer wieder den Weg nach vorn, auch wenn die dicken Chancen ausblieben. Ein Beleg der Offensivbemühungen: Nach 24 Minuten stand es nach Ecken 4:0 für Augsburg. Einen Treffer der anderen Art landete hingegen unfreiwillig Arthur Chaves. Bei einem Zweikampf mit Shkiri traf er seinen Gegenspieler mit den Stollen am Knie (34.). Der Tunesier konnte nach einer kurzen Behandlungspause weiterspielen.
Kade bringt den FCA kurz vor der Pause in Führung
Die Chancen blieben weiterhin aus – und dass den Frankfurtern schon wenig reicht, um gefährlich zu werden, zeigte mal wieder Can Uzun. Der Offensivspieler bekam den Ball im Mittelfeld und zog aus rund 25 Metern ab – der Schuss ging knapp vorbei (38.).
Kurz vor der Halbzeit durften die FCA-Fans doch noch jubeln – und bekamen nicht nur ein Tor, sondern auch einen schönen Spielzug zu sehen: Eine Hereingabe von Giannoulis legte Kade zuerst für Gregoritsch ab. Der Schuss des Österreichers aus elf Metern ging nur an den Pfosten, für den Abpraller war aber Kade da und schob zum verdienten 1:0 für Augsburg ein (45.). Die Pausenführung des FC Augsburg ging in Ordnung, weil die Gastgeber mehr für das Spiel machten.
Bei Frankfurt wechselte Trainer Riera zweimal, brachte Knauff und Doan für Arrhov und Amaimouni-Echghouyab. Tatsächlich war die Eintracht nun präsenter und aggressiver. Uzun schoss aus kurzer Distanz vorbei (48.), wenig später bediente Uzun Kalimuendo, bei dessen Schuss auch nur wenig fehlte (51.). Als nach einem Schuss von Kalimuendo der Ball schon im Augsburger Netz zappelte, rettete das Abseits den FCA (55.). Aber auch Augsburg hatte seine Chancen – etwa durch Han-Noah Massengo. Der bekam von Claude-Maurice von der Strafraumgrenze einen Ball aufgelegt. Der Schuss ging nur knapp vorbei (56.).
Dahmen hält dem FCA den Punkt fest
Bei einem Gegenstoß zeigten die Frankfurter ihre Klasse: Nach einem Ballverlust in der Hälfte der Gäste ging es innerhalb von Sekunden aufs Tor des FCA. Über Knauff landete der Ball bei Uzun, der Doan bediente. Der Japaner verwertete die Hereingabe schließlich: Sein Schuss klatschte vom Innenpfosten ins Tor zum 1:1 (66.). Die Hessen waren nun voll im Spiel – und kurz darauf lief der nächste gefährliche Eintracht-Konter. FCA-Kapitän Gouweleeuw klärte auf Kosten einer Ecke.
Baum reagierte auf den Eintracht-Druck, brachte Kristijan Jakic für den gelbverwarnten Massengo und Marius Wolf für Robin Fellhauer (73.). Der FCA ging nun sichtlich mehr ins Risiko – und hätte durch Doan beinahe den nächsten Gegentreffer hinnehmen müssen. Der Schuss des Japaners aus spitzem Winkel verfehlte den Kasten nur knapp (78.). Beinahe im Minutentakt musste Dahmen nun eingreifen, etwa beim Schuss von Hugo Larsson, den er zur Ecke klärte (80.).
Inmitten des Frankfurter Drucks hatte der FC Augsburg die Megachance zur erneuten Führung: Eine Flanke von Fabian Rieder fand im Strafraum den eingewechselten Rodrigo Ribeiro. Die Abnahme des Portugiesen aus elf Metern rauschte aber am Tor vorbei (83.). Eine Szene, die zum unglücklichen Nachmittag des jungen Stürmers passte, der immer wieder in Zweikämpfen das Nachsehen hatte. Chancen zum Sieg hatte aber auch die Eintracht: Kristensen zwang Dahmen zu einer Glanzparade (90.+2). Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 1:1.
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