FCA-Torhüter Marcel Lubik steht derzeit in Polen im Mittelpunkt. Der 21-jährige Schlussmann, der vom FCA zum polnischen Erstligisten Górnik Zabrze ausgeliehen ist, feierte am 2. Mai den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere mit dem Gewinn des Pokals.
Für den Traditionsverein Górnik Zabrze war der 2:0-Sieg im Warschauer Nationalstadion gegen Raków Czestochowa eine Erlösung – es war der erste Pokalsieg seit 54 Jahren. Mittendrin: Marcel Lubik. Der gebürtige Pole, der als 14-Jähriger 2018 vom TSV Königsbrunn in das FCA-Nachwuchsleitungszentrum kam und hier zum Profi reifte, erwies sich während des Wettbewerbs als fast unbezwingbarer Rückhalt. Im Viertelfinale, Halbfinale und Finale kassierte er kein einziges Gegentor.
Marcel Lubik feiert mit Lukas Podolski
Mit Lubik jubelte auch der 40-jährige Lukas Podolski. Der Weltmeister von 2014 war in der letzten Minute eingewechselt worden und erfüllte sich nach fünf Jahren mit seinem Heimatverein den Traum von einem Titel. Es war ein ganz besonderer: Als erster Spieler überhaupt gewann Podolski den nationalen Pokalwettbewerb in fünf verschiedenen Ländern. Zuvor war ihm das bereits mit dem FC Bayern (DFB-Pokal 2008), dem FC Arsenal (FA Cup 2014), Galatasaray Istanbul (Türkischer Pokal 2016) und Vissel Kobe (Japanischer Pokal, 2019) gelungen.
Marcel Lubik zählt zu den besten Torhütern in Polen
Während Podolski vor seinem Karriereende steht, könnte es jetzt für Marcel Lubik so richtig losgehen. Um Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln, verlängerte der FCA seinen Vertrag vorzeitig im Juni 2025 bis 2028 und verlieh ihn an Górnik Zabrze. Nach einer ersten erfolgreichen Leihe beim Zweitligisten GKS Tychy folgte der Sprung in die Ekstraklasa. Er stand bei 29 von 30 Punktspielen im Tor und zählt zu den besten Torhütern der polnischen Liga. Dort steht Zabrze auf Rang zwei, mit den zweitwenigsten Gegentoren und noch geringen Chancen auf den Titel bei noch vier ausstehenden Spielen.
FCA: Viele Fragezeichen bei der Kaderplanung auf der Torhüterposition
In Augsburg verfolgt man diese Entwicklung genau. „Wir sind stolz, dass Marcel Lubik aus unserem NLZ kommt – das steht für den Augsburger Weg. Umso mehr freuen wir uns über seinen Pokalsieg und seine sehr positive Entwicklung“, sagt Sportdirektor Benjamin Weber. FCA-Trainer Manuel Baum erklärt: „Wenn wir das Gefühl haben, er ist so weit, wird er mit Sicherheit eine Chance bekommen. Aber das ist ein Thema, das in der Kaderplanung hängt, die haben da ein deutlich besseres Bild.“ Doch das hat auf der Torhüterposition viele Fragezeichen. Wird Finn Dahmen auch in der kommenden Saison für den FCA spielen? Er wird längst als Wechselkandidat (RB Leipzig) gehandelt. Wie sieht die Zukunft von Nediljko Labrovic (Vertrag bis 2029) aus, der in dieser Saison noch keinen Punktspielansatz vorweisen kann? Bei Torhüter Nummer drei, Daniel Klein, ist die Situation mittlerweile klar. Er verlässt den Verein und wird am Samstag vor dem Heimspiel gegen Mönchengladbach verabschiedet.
Entfacht Marcel Lubik den Konkurrenzkampf im FCA-Tor?
Viele Fragen, doch eines ist klar. Marcel Lubik hat mit seinen 1,90 Metern und seiner enormen Strafraumbeherrschung bewiesen, dass er bereit für höhere Aufgaben ist. Und dass er unter Druck – vor der Rekordkulisse von 50.000 Zuschauern in Warschau – fehlerfrei bleiben kann. Wenn seine Leihe im Sommer endet, könnte er den Konkurrenzkampf beim FCA neu entfachen.
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