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FC Augsburg: FCA: Warum es richtig war, Mert Kömür spielen zu lassen und nicht Alexis Claude-Maurice

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FCA: Warum es richtig war, Mert Kömür spielen zu lassen und nicht Alexis Claude-Maurice

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    Mert Kömür (Mitte) war gegen Borussia Mönchengladbach mittendrin statt nur dabei.
    Mert Kömür (Mitte) war gegen Borussia Mönchengladbach mittendrin statt nur dabei. Foto: Ulrich Wagner

    Mert Kömür oder Alexis Claude-Maurice? FCA-Trainer Manuel Baum musste sich vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach für einen der beiden für die Position des Kreativgestalters im FCA-Mittelfeld entscheiden: Claude-Maurice, der 27-jährige erfahrene Kreativposten, der sich aber mit Abwanderungsgedanken trägt, oder das 20-jährige Eigengewächs Mert Kömür, der zwar umworben ist, aber vorerst als zentrales Element des langfristigen Mannschaftsgerüstes aufgebaut werden soll?

    Baum zögerte nicht lange. Diesmal setzte er auf Kömür. Und der bedankte sich für das Vertrauen mit einer tadellosen Leistung. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Gladbach ihm vor allem auf der linken Seite Räume in Präriegröße offen ließ. Kömür nutzte die weidlich und betrieb ausführlich Werbung in eigener Sache.

    Zwei Torvorlagen sprechen für Mert Kömür

    Bereits in der 22. Minute prüfte er Gladbach-Keeper Moritz Nicolas. Nach der frühen Führung durch Michael Gregoritsch bereitete Kömür kurz vor der Pause das 2:0 vor. Er behielt die Übersicht und servierte den Ball präzise auf den mitgelaufenen Robin Fellhauer, der problemlos zum 2:0 einschob. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bot sich Kömür nach einer Vorlage von Gregoritsch die Riesenchance zum 3:0, doch sein Kopfball verfehlte das Ziel nur knapp. Nach dem Seitenwechsel blieb Kömür der Dreh- und Angelpunkt. In der 72. Minute hatte er am 3:1-Endstand fast genauso viel Anteil wie Torschütze Gregoritsch. Mit Tempo zog er von der linken Außenbahn nach innen. Sein Abschluss wurde leicht abgefälscht und von Nicolas noch mit den Fingerspitzen berührt, landete aber genau vor den Füßen von Gregoritsch, der abstaubte.

    FCA-Trainer Manuel Baum lockte mit Minutenhäppchen

    Dabei hatte Baum Kömür zuletzt nicht mehr in der Startelf berücksichtigt. Genauer gesagt, seit dem 7. März, als Kömür beim 1:2 in Leipzig bereits zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Baum war mit irgendetwas nicht so zufrieden. Lockte Kömür aber immer wieder mit Einsätzen in Minutenhäppchen, wollte eine Reaktion sehen. Von der war er nun beeindruckt: „Wir wollen Spieler, die richtig mit der Situation umgehen und weiter Woche für Woche Vollgas geben. Dann ist es wichtig, dass man so etwas belohnt.“

    Kömür selbst blieb die Wochen ruhig, antwortete nach seiner Galavorstellung abgebrüht: „So ist der Fußball, mal läuft es, mal nicht. Ich habe immer weiter mein Bestes gegeben, am Ende zahlt es sich aus. Das gehört zum Fußball, ich lerne daraus, am Ende ist das der richtige Weg.“ Er habe viel mit dem Trainer geredet und an sich gearbeitet – „interne Sachen, die man leicht verbessern kann“.

    Zu Borussia Dortmund als Ersatz für Julian Brandt?

    Dass Kömür ein besonderes Talent ist, hat sich längst über die Grenzen der Bundesliga herumgesprochen. Obwohl er seinen Vertrag erst im Sommer vorzeitig bis 2029 verlängert hat, klopften schon namhafte Vereine an. Borussia Dortmund (als Ersatz für Julian Brandt) und die AC Mailand sollen ein Auge auf ihn geworfen haben. Der FCA hat aber alle Trümpfe in der Hand. Kömür selbst blockt Spekulationen über einen Sommer-Transfer derzeit ab: „Ich denke gerade nicht an einen Abgang oder irgendwas anderes. Der Fokus lag in dieser Woche. Jetzt haben wir noch eine Woche, dann schauen wir mal.“

    Mert Kömür spricht sich für Manuel Baum als Trainer aus

    Das Bundesliga-Finale hat es aber in sich. Am Samstag (15.30 Uhr) geht es im Dreikampf mit Eintracht Frankfurt und SC Freiburg für den FCA bei Union Berlin um den Einzug in die Conference League. Kömür sagt: „Die Saison ist top, vielleicht können wir sie noch krönen. Wir haben den Flow, den wollen wir behalten“. Klar ist für ihn, dass Manuel Baum in der nächsten Saison an der Seitenlinie stehen sollte: „Natürlich soll er Trainer bleiben. Er hat Erfolg, Erfolg ist immer gut“. Auch gut für den eigenen Stellenwert.

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