FC Augsburg gegen Mönchengladbach: Gregoritsch und Co holen Bundesligasieg
FC Augsburg
Auf emotionale Abschiede folgt ein 3:1-Heimsieg: Der FCA begleicht seine Rechnung mit Gladbach
Das Hinspiel hatten die Augsburger mit 0:4 verloren, am Samstag revanchierten sie sich eindrucksvoll. Michael Gregoritsch und Robin Fellhauer erzielen die Treffer.
Feierten nach dem Abpfiff mit den Fans: Finn Dahmen, Anton Kade, Michael Gregoritsch, Robin Fellhauer und Keven Schlotterbeck (von links nach rechts)Foto: Harry Langer, dpa
Das letzte Heimspiel einer Bundesliga-Saison ist oftmals emotional. Weil man weiß, dass man sich für längere Zeit im Stadion nicht mehr treffen wird. Weil eine Sommerpause ansteht. Und weil an einem solchen Tag Abschiede gefeiert werden.
Am Samstag waren es beim FC Augsburg vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach gleich vier. Die Spieler Elvis Rexhbecaj, und Daniel Klein sowie Torwarttrainer Marco Langner wurden ebenso verabschiedet wie der ehemalige Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter, der bis zum 30. Juni noch einen Vertrag als Berater hat. Präsident Markus Krapf fand lobende Worte für das prägende Wirken Reuters, der selbst kurz zu den Fans sprach. Emotional sei dieser Moment für ihn nach so langer Zeit beim FCA. Zum Abschluss sagte er: „Augsburg hält zusammen.“
Letztes Heimspiel: FCA-Fans bereiten stimmungsvollen Rahmen für den Sieg
Ein Motto, das sich auch am Samstag zeigte. Im Stadion, in das fast alle Augsburger Fans ganz in Weiß gekommen waren. Aber auch auf dem Platz, auf dem die Augsburger Mannschaft kaum Probleme hatte, die harmlosen Gäste vom Niederrhein vor 30.660 Fans mit 3:1 (2:0) zu besiegen. Damit kommt der FCA seinem Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, immer näher. Es scheint sogar noch mehr möglich, seit Samstag ist der FCA punktgleich mit Frankfurt. Genauso wichtig: Der FCA hat sich für die 0:4-Hinspielniederlage in Mönchengladbach revanchiert.
Auf drei Positionen hatte Manuel Baum seine Mannschaft im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Bremen verändert. Han-Noah Massengo, Robin Fellhauer und Alexis Claude-Maurice blieben auf der Bank, für sie kamen Kristijan Jakic, Marius Wolf und Mert Kömür zum Einsatz. Fellhauer, der unter der Woche leicht erkrankt war, wurde allerdings schnell gebraucht. Dimitrios Giannoulis verletzte sich am linken Oberschenkel und musste in der 14. Minute vom Feld. Fellhauer rückte auf die linke Seite und wurde sofort zu einem wichtigen Faktor.
Augsburg gegen Gladbach: VAR nimmt Tore von Gregoritsch und Fellhauer zurück
In der 24. Minute lief er von links Richtung Tor, seinen Schussversuch blockte Gästetorwart Moritz Nicolas nur unzureichend, den Abpraller nutzte Michael Gregoritsch zur Führung. In der 42. Minute ließ Fellhauer selbst das 2:0 folgen. Er vollendete eine starke Kombination über Marius Wolf und Kömür. Zwischenzeitlich war ein weiteres Tor von Gregoritsch wegen Abseits nicht anerkannt worden. Der FCA führte verdient gegen harmlose Gäste, deren einzige Torannäherung bis dahin ein Fernschuss von Kevin Stöger (21.) war.
Der FCA dominierte und zeigte teilweise gefällige Kombinationen. Nach dem Seitenwechsel schien der Gladbacher Wille etwas größer, selbst aktiv am Spiel teilzunehmen, was durchaus zu Chancen führte. Die beste allerdings resultierte aus einem Abwehrversuch von Jeffrey Gouweleeuw, der einen Gladbacher anschoss, der Ball allerdings flog über das Tor. Sonst war es ein recht ruhiger Arbeitstag für Augsburgs Torwart Finn Dahmen.
Spätes Gladbacher Tor ändert nichts mehr an der Augsburger Feierlaune
Der FCA dagegen jubelte ein weiteres Mal zu früh. Nach einem Eckball hatte erneut Fellhauer getroffen, doch wieder war es Abseits. Letztlich aber hatte das keine Auswirkung. Die Augsburger legten wenig später das 3:0 nach. Erneut traf Michael Gregoritsch (72.). Er hatte wenig Mühe, den Ball über die Linie zu drücken, nachdem Moritz Nicolas bei einem Abwehrversuch kläglich gescheitert war. Es kam viel Unvermögen an diesem Tag bei den Gästen zusammen, die immerhin noch das 1:3 durch Giovanni Reyna in der Nachspielzeit erzielten.
Der FCA durfte nach Spielschluss mit seinen Fans feiern. Genau, wie es sich Trainer Manuel Baum gewünscht hatte.
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