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  4. FC Augsburg: Marco Richter, vom Eigengewächs zum FCA-Schreck

FC Augsburg
23.09.2023

Marco Richter, vom Eigengewächs zum FCA-Schreck

Die Körperhaltung von Marco Richter (Mitte) ist vorbildlich. Der Ball geht aber nicht in das Tor des VfB.
Foto: Frey-Pressebild, Imago

Nach zwei Jahren in Berlin wechselte Marco Richter vor Kurzem zu Mainz 05. Nun kommt der ehemalige FCA-Stürmer mit seinem neuen Verein nach Augsburg. Das gefällt nicht allen.

Hertha-Trainer Pal Dardai hatte alle Register gezogen, um Marco Richter beim Erstliga-Absteiger zu halten. Nach dem sportlichen Super-Gau und der folgenden Spieler-Fluchtbewegung sollte der 25-Jährige zum Gesicht des Berliner Neuaufbaus werden. Dardai machte den Offensivspieler zum Kapitän, übertrug ihm damit Verantwortung. Der Plan schien aufzugehen, auch wenn der Zweitliga-Start mit drei Punktspiel-Niederlagen gründlich danebenging und der Ex-FCA-Stürmer, wie alle seine Kollegen, ohne Torerfolg blieb.

Ex-FCA-Trainer Martin Schmidt holt Marco Richter nach Mainz

Dann ging es um den 20. August ratzfatz. Der FSV Mainz 05 hatte Richter an der Angel. „Zuerst haben mich meine Berater angerufen und gesagt, dass sich am Abend noch jemand melden könnte. Schon eine Stunde später hat mein Handy geklingelt und Martin Schmidt war dran. Es war ein super Gespräch“, erzählt Richter über das Telefonat mit seinem Ex-Trainer beim FCA und jetzigen Mainz-Sportdirektor. Richter hatte am Köder Bundesliga-Rückkehr angebissen. Einen Tag später rief FSV-Trainer Bo Svensson an. Richter: „Dann ging alles ganz schnell.“ Auch weil die Ablöse sich am Ende auf „nur“ drei Millionen Euro belief. Der Anruf des FCA war umsonst, eine Rückkehr in die Heimat war für Richter kein Thema. 

Am 23. August wurde der Wechsel von der Spree an den Rhein offiziell gemacht. Ein überraschender Transfer? Nur für Außenstehende. „Ich hatte schon direkt nach dem Abstieg meinen Wechselwunsch offen kommuniziert und hinterlegt, dass ich gehen möchte, wenn das richtige Angebot kommt. Und Mainz war das richtige Angebot. Ich wollte das unbedingt machen, und ich bin Hertha dankbar, dass sie mir keine Steine in den Weg gelegt haben.“ 

Beim FC Augsburg feiert Marco Richter sein Bundesliga-Debüt

Zwei aufregende Jahre gingen damit für Richter in der Hauptstadt zu Ende. Im Dörfchen Ried (Landkreis Aichach-Friedberg) aufgewachsen, trug Richter als Knirps zwar ein paar Jahre das Trikot des FC Bayern, doch dann wurde der FCA seine sportliche Heimat. Hier feierte er am 14. Oktober 2017 sein Bundesliga-Debüt, hier erzielte er am 4. Februar 2018 gegen Eintracht Frankfurt sein erstes Bundesliga-Tor. 

Marco Richter erzielte 2018 gegen Eintracht Frankfurt sein erstes Bundesliga-Tor.
Foto: Ulrich Wagner

Doch wie es oft so ist, zählt der eigene Nachwuchs im eigenen Haus nicht so viel. Der heimatverbundene Richter (und seine Berater) wollten eine Luftveränderung. Der FCA zierte sich aber etliche Male, es herrschte auch mal dicke Luft, ehe im Sommer 2021 der Wechsel zur Hertha klappte. Am Ende waren dann alle mit dem Transfer zufrieden. 

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Richter wollte mithelfen, die Hertha-Visionen zu verwirklichen

Hertha hatte Großes vor, träumte vom internationalen Geschäft. Richter wollte seinen Teil beitragen, um diese Vision zu verwirklichen. Am Ende stand der Totalschaden. Hertha spielt in der 2. Bundesliga, Union Berlin in der Champions League gegen Real Madrid. Der Abstieg war nicht in der Karriereplanung von Richter vorgesehen. „Die dicke Überschrift ist natürlich: erstes Jahr Relegation, zweites Jahr Abstieg. Das muss ich so hinnehmen. Bei der Hertha war während meiner Zeit dort nie richtige Ruhe drin, es gab viele Wechsel, sowohl in der Sportlichen Leitung als auch in der Vereinsführung. Es war eine wilde Zeit mit Höhen und Tiefen, aber ich werde sie auf jeden Fall nicht bereuen.“ 

Marco Richter erkrankt im Juli 2022 an Hodenkrebs

Der Abschied fiel ihm auch schwer, weil die Hertha und ihre Fans ihm in seiner schwersten Zeit das menschliche Gesicht des Chaosklubs zeigten. Neben seiner Familie gaben sie ihm Halt, Zuspruch. Im Juli 2022 wird bei einer urologischen Untersuchung ein Tumor in seinem linken Hoden diagnostiziert. Frühzeitig. Der Hoden wird entfernt. Zum Glück hat der Tumor keine Metastasen gebildet. Richter braucht keine Chemotherapie, kehrt schnell zurück.

Engmaschige Nachsorgeuntersuchungen

Ein Jahr später erinnern nur die engmaschigen Nachsorgeuntersuchungen an dieses Kapitel. „Vor der ersten Nachsorgeuntersuchung in Berlin hatte ich richtig Panik. Da war ich nervös und angespannt und dann sehr, sehr erleichtert, dass alles in Ordnung war“, erzählt Richter. Er geht offen mit seiner Erkrankung um, will Betroffenen Mut machen. In Mainz hat er schon einen neuen Arzt gefunden. „Alle zwei, drei Monate muss ich zur Ultraschalluntersuchung, und alle sechs Monate muss ich ins MRT.“ 

Mittlerweile ist es für Richter schon ein wenig zur Routine geworden. Er konzentriert sich nur auf das Sportliche. In Mainz kann er das. Es gibt trotz Fehlstarts kaum Störgeräusche. Richter gefällt das: „Es ist ein bisschen wie in Augsburg. Beim öffentlichen Training sind meistens bekannte Gesichter, es sind nur zwei, drei Kamerateams da. Wir können ruhig arbeiten.“ Das ist auch nötig nach nur einem Punkt und Platz 18. 

FSV Mainz 05 verpflichtet Anwar El Ghazi

Nach zwei Einwechslungen stand er beim 1:3 zu Hause gegen den VfB erstmals in der Startelf. Aber auch er konnte die Sturmmisere noch nicht beenden. Am Freitag hat Mainz mit der Verpflichtung des vereinslosen Anwar El Ghazi, 28, nachgelegt. Der ehemalige niederländische Nationalstürmer (zuletzt PSV Eindhoven) wird am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Spiel in der noch nicht ausverkauften WWK-Arena gegen den FCA wohl noch nicht dabei sein. 

Marco Richter erzielt für die Hertha gegen den FCA drei Tore

Richter schon. Trainer Bo Svensson wird den FCA-Schreck wohl von Beginn an spielen lassen. Mit der Hertha hat Richter in der Bundesliga nie gegen den FCA verloren, in vier Spielen drei Tore erzielt. „Wir hatten das Thema schon in der Kabine. Klar kann es so weitergehen“, sagt Richter. Fügt aber an: „Der FCA bleibt ein Stück weit immer mein Verein, aber ich freue mich auch, jetzt auf Punktejagd für Mainz 05 zu gehen.“

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.09.2023

Hätte man Richter beim FCA den Status zukommen lassen, der ihm gebührt hätte, dann wäre in ihm auch nicht der Wunsch gereift, den Verein zu wechseln. So ein loyales und regional verwurzeltes Eigengewächs mit gleichzeitig derart guten fußballerischen Fähigkeiten muss du halten und aufbauen. Dann wäre aus ihm ein zweiter Daniel Baier geworden (oder gar ein Thomas Müller), der maßgeblich zur DNA des FCA beigetragen hätte. Aber da Stefan Reuter (bei aller Anerkennung für seine Leistungen) bei solchen Personalfragen nicht sensibilisiert genug schien, ist es gut, dass nun die sportliche Leitung des FCA neu aufgestellt wurde - auf dass in Zukunft solche kapitalen Fehlentscheidungen vermieden werden.

23.09.2023

Sie kennen Herrn Richter anscheinend persönlich, da Sie zu solch gewagten Schlussfolgerungen kommen. Ich glaube eher an das Naheliegende, nämlich daran, dass der Grund darin liegt, dass Richter im Big-City-Club deutlich mehr verdient hat als in Augsburg.

23.09.2023

Ich stimme Herrn Michael K. hinsichtlich „regional verwurzeltes Eigengewächs“ zu.
Ich meine es war im Jahr 2020, als Marco Richter in Augsburg am Spendenlauf „einsmehr“ teilgenommen hat. Auch ein Schwiegersohn von mir und meine Enkel sind mitgelaufen. Hinterher waren wir im Zelt zusammengesessen, meine Enkel haben noch Selfies mit dem FCA-Spieler gemacht. Es war damals eine sehr gemütliche Runde im Zelt.

Helmut Eimiller

23.09.2023

@Wolfgang L.: Ich glaube eher, dass Ihre Schlussfolgerung gewagt ist, in der Sie Herrn Richter bei seinem damaligen Wechsel zur Hertha reine Geldgier unterstellen. Ja, am Ende spielt Geld neben anderen Aspekten bei der Anerkennung der eigenen Arbeitsleistung auch eine Rolle, aber eher als Entgegenkommen im bereits vorhandenen Gehaltsgefüge. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Richter bei den Gehaltsverhandlungen so sehr überzogen hat geschweige denn bei Hertha oder nun bei Mainz soo viel mehr verdient (hat), als er auch beim FCA irgendwann hätte verdienen können (wo Herr Reuter doch so wirtschaftlich gearbeitet hat). Die Nähe zu seiner Heimat und die Möglichkeit weiterhin beim heimischen Bundesligisten spielen zu können, wäre ihm bestimmt einen finanziellen Abstrich wert gewesen - so bodenständig wie er meist auftritt. Der Beitrag von Herrn Eimiller bestätigt meinen Eindruck.

23.09.2023

Richters Frisur und seine Tätowierungen haben aber besser nach Berlin gepasst als nach Augsburg. Das sah der junge Mann offensichtlich auch so.