Die Fans des FC Augsburg haben Michael Gregoritsch längst wieder in ihr Herz geschlossen – und das nicht nur wegen seiner Saisontore fünf und sechs beim 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach.
Es gab aber durchaus ablehnende Stimmen, auch aus dem Fanlager, als der FCA Gregoritsch im Januar per Leihe vorerst bis zum Saisonende zurückholte. Doch der Österreicher strafte die Kritiker Lügen. Mit seinen 32 Jahren verkörpert er heute mehr denn je die Mischung aus Erfahrung, physischer Präsenz und eiskaltem Abschluss, die dem FCA in der Vorrunde fehlte.
Dabei war sein Abgang im Sommer 2022 nach fünf Jahren beim FCA, die von Höhen (13 Tore in seiner Premierensaison) und Tiefen (eine Suspendierung nach Wechselabsichten zu Schalke) geprägt waren, auch von Misstönen begleitet. Der Wechsel zum SC Freiburg erfolgte schließlich in einem kuriosen Tauschgeschäft gegen Ermedin Demirovic.
Gregoritsch wurde in Dänemark nicht glücklich
In Freiburg blühte er zunächst auf und spielte international in der Europa League. Doch dann folgte sein Wechsel zum dänischen Erstligisten Brøndby IF im Sommer 2025. Eine Fehlentscheidung, die Gregoritsch korrigierte.
Gregoritsch kehrte aber nicht als „gescheiterter“ Profi zurück, sondern vor allem als „Nationalheld“, nachdem er Österreich zur WM im Juni geschossen hatte. Mit vier wichtigen Treffern in der Qualifikationsphase hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass sich Österreich souverän für die WM in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert hat. Unter Ralf Rangnick ist er der treffsichere Zielspieler, der Bälle festmacht und Räume für nachrückende Spieler schafft.
Diese Fähigkeiten zeigt er jetzt auch beim FCA. Die Treffer gegen Gladbach waren wieder Werbung in eigener Sache. Stellt sich doch eigentlich nicht mehr die Frage, ob der FCA die Kaufoption (500.00 Euro) zieht, die man mit Brøndby vereinbart hat, sondern: wann?
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