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FC Augsburg: Spieler votieren für Manuel Baum als Dauerlösung

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FCA-Spieler votieren nach Klassenerhalt für Baum: „Alle wollen, dass er bleibt“

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    Bleibt Manuel Baum auf der Trainerbank des FC Augsburg? Seine Spieler scheinen dazu eine klare Meinung zu haben.
    Bleibt Manuel Baum auf der Trainerbank des FC Augsburg? Seine Spieler scheinen dazu eine klare Meinung zu haben. Foto: Daniel Löb, dpa

    Die Ambitionen in Augsburg sind gestiegen. Als der letzte Ball gespielt war und das 1:1 des FC Augsburg gegen Eintracht Frankfurt feststand, war auch klar: Der Klassenerhalt ist für den FCA fix, mal wieder. Es ist ein Umstand, der in den vergangenen Jahren schon mal Jubelstürme in Augsburg ausgelöst hat. War diesmal nicht so, wie Torschütze Anton Kade nach Spielende sagte. Ein Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Frankfurt wäre ein Schritt in Richtung internationales Geschäft gewesen. Ärgerlich, findet Kade: „International ist immer cool. Man sieht es an den Gesichtern: Wir hätten gerne gewonnen und haben uns mehr erhofft.“ Auch sein Mitspieler Fabian Rieder zeigte sich nur bedingt zufrieden: „Der Ärger über den vergebenen Sieg überwiegt klar.“

    Rieder und Kade waren maßgeblich an der Führung des FC Augsburg beteiligt: Über Claude-Maurice kam Rieder auf dem linken Flügel an den Ball. Dessen Hereingabe legte Kade auf Michael Gregoritsch ab. Dessen Schuss klatschte aus elf Metern an den Pfosten und Kade verwertete zur Führung (44.). Es ist ein Tor, das eben nicht nur hineingerumpelt wurde, sondern auch die spielerische Klasse des FC Augsburg offenbart. Weil Frankfurt in der zweiten Halbzeit stärker wurde und durch Joker Ritsu Doan den Ausgleich erzielte (66.), ging das Remis am Ende leistungstechnisch klar, auch wenn beide Teams Chancen auf den Sieg hatten.

    Fabian Rieder zeigte im defensiven Mittelfeld des FCA eine starke Leistung

    Für Rieder, der in der neuen Position in der Mittelfeldzentrale erneut eine starke Leistung zeigte, soll es in den kommenden Wochen mit weiterhin großen Ambitionen weitergehen – auch wenn die Qualifikation für Europa wohl nicht mehr realistisch ist: „Wir wollen die letzten drei Spielen gewinnen und die Saison nicht ausklingen lassen.“ Die Vorzeichen, so Rieder sind gut – die Mannschaft habe sich gefunden, spiele immer besser zusammen. Da sei auch bei ihm selbst so, der sich in der Mittelfeldzentrale seine Zukunft sieht: „Ich fühle mich unglaublich wohl da. Ich gehe gerne in die Zweikämpfe, renne gerne und ich habe ein gutes Spielverständnis.“

    Rieder gehört zu jenen Spielern, die die Zukunft des FCA bilden sollen. Der Schweizer kam vor der Saison aus Rennes, hat einen Vertrag bios 2030 und sieht sich als Führungsspieler. Bleibt nur die Frage, wie die Zukunft des FC Augsburg auf der Trainerbank aussieht. Dazu gibt es in der Mannschaft offenbar ein klares Votum. Anton Kade sagte hierzu: „Wenn man sich die Ergebnisse anschaut – vor allem gegen die guten Gegner – und wo wir in der Tabelle stehen, ist natürlich klar, dass wir alle wollen, dass er bleibt.“ Auch Rieder plädiert für einen Verbleib des Trainers: „Es ist schon immer eine Veränderung, wenn ein Trainerwechsel kommt. Wir haben uns jetzt eingespielt. Man sieht, wie wir uns entwickelt haben, wie er uns stabilisiert hat. Er hat das top gemacht.“

    FCA-Sportdirektor Benjamin Weber antwortet ausweichend auf die Frage nach Baums Zukunft

    Bleibt die Frage, ob Baum, der beim FC Augsburg eigentlich als „Leiter Entwicklung und Innovation“ eingeplant ist, auch bleiben will – oder darf. Die Verantwortlichen des FCA sind bei diesem Thema in der Zwickmühle, denn Baums eigentlicher Posten wird intern als wichtiger Faktor für die Entwicklung des Vereins angesehen – und Baum wiederum gilt als Idealbesetzung dafür. Ob der 46-Jährige nun wieder dorthin zurückkehrt oder auf der Trainerbank bleibt, soll nach der Saison entschieden werden.

    Sportdirektor Benjamin Weber antwortete, auf das Votum der Spieler angesprochen, ausweichend: „Es ist ja gut, dass die Situation gerade so beschrieben wird. Wir sind ja auch sehr glücklich allgemein.“ Nun gelte es aber erst mal, an die nächsten drei Spiele zu denken. Was man eben so sagt, wenn man eigentlich nichts sagen will. Baum selbst gab sich diesbezüglich ebenfalls zurückhaltend: Die Entscheidung dazu werde nach der Saison getroffen. „Für den Verein ist es immer wichtig, dass man überlegt: Wie wollen wir die ziele erreichen und wer passt dazu am besten? Ich habe einen Job. Der heißt, die letzten drei Spiele der Rückrunde so erfolgreich wie möglich zu gestalten.“ Das klappt bislang bekanntermaßen gut: In den 19 Spielen, die Baum nun den FC Augsburg betreut, kommt er auf einen Punkteschnitt von 1,42 Zähler pro Partie – besser war bislang kein FCA-Coach. Den besten Wert hat hier bei Jess Thorup (1,26), das Schlusslicht bildet Baums Vorgänger Sandro Wagner mit 0,83 Punkten.

    Allgemein betrachtet es Baum als großen Fortschritt, dass die Spieler sich eben nicht mehr mit dem puren Klassenerhalt zufrieden geben: „Ich fand es toll, dass wir jetzt nicht gleich in Jubelstürme ausgebrochen sind. Das zeigt mir einfach, dass sie Bock haben, Spiele zu gewinnen.“ Die vergangenen beiden Spielzeiten endeten, als der Klassenerhalt klar war, mit vier und fünf Niederlagen in Folge. Nun scheint ein neuer Geist in der Mannschaft zu herrschen. Das ist zu großen Teilen auch Manuel Baums Verdienst.

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