Die Arminen feierten mit einem 6:1 gegen Hertha BSC den Klassenerhalt.Foto: Carmen Jaspersen, dpa
Der Pogo der Profis von Arminia Bielefeld vor dem steilen Heimblock im Bielefelder Stadion war am Sonntagnachmittag besonders wild. Nach Wochen des puren Überlebenskampfs in der Zweiten Liga war der zentnerschwere Druck nach dem 6:1-Heimsieg gegen Hertha BSC abgefallen: Der Klassenerhalt mit Arminia Bielefeld war geschafft. Mittendrin drei ehemalige Spieler des FC Augsburg: Maximilian Bauer, Noah Sarenren Bazee und Christopher Lannert.
Vom FCA II auf die Alm: Christopher Lannert
Der dienstälteste Armine aus diesem Trio ist Rechtsverteidiger Lannert. Der 27-Jährige, der in der FCA-Jugend ausgebildet wurde, aber im Profikader nie eine Chance bekam und den FCA 2020 verließ, kam 2023 über die Stationen SC Verl und TSV 1860 München zum damaligen Drittligisten Arminia. Der gebürtige Münchner ist auf der rechten Außenbahn eine der Säulen für den Aufstieg und den Klassenerhalt. Sein Vertrag läuft noch bis 2027.
Christopher Lannert bekam beim FCA keine Chance in der Bundesliga, jetzt ist er bei Arminia Stammspieler.Foto: Friso Gentsch, dpa
Seit 2024 spielt Stefan Russo für die Arminia. Auch der 25-jährige Mittelfeldspieler wurde, wie Lannert, in der FCA-Jugend ausgebildet, ehe er über Waldhof Mannheim und Viktoria Köln zur Arminia wechselte. FCA-Vergangenheit hat auch der 46-jährige Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel. Der gebürtige Memminger spielte kurz in der FCA-Jugend (97-98).
Noah Sarenren Bazee wechselt zum SV Waldhof Mannheim
Für Noah Sarenren Bazee waren die Feierlichkeiten gleichzeitig auch ein Abschied. Denn wie die Arminen wenig später bekannt gaben, wechselt der 29-jährige Stürmer, der im letzten Zweitligaheimspiel gegen die Berliner in der 79. Minute eingewechselt wurde, ablösefrei zum Drittligisten Waldhof Mannheim. 2023 war Sarenren Bazee vom FCA nach Ostwestfalen gewechselt. Hatte dort aber das gleiche Problem wie in Augsburg: seine Verletzungsanfälligkeit. Sein enormer Körperbau und sein explosiver Antritt machen ihn anfällig für Muskel- und Gelenkverletzungen. Ins mediale Rampenlicht gelangte er im Arminen-Trikot aber nicht aufgrund eines Tores, sondern eines Fehlschusses. Im Mai 2025 traf er in der Anfangsphase des DFB-Pokalendspiels gegen den VfB Stuttgart beim Stand von 0:0 nur die Latte. Am Ende hieß es 4:2 für die Schwaben.
Noah Sarenren Bazee hatte auch in Bielefeld mit viel Verletzungspech zu kämpfen.Foto: Friso Gentsch, dpa
Maximilian Bauer findet sein Glück bei der Arminia
Für Maximilian Bauer ist der Klassenerhalt mit Bielefeld auch ein persönlicher Wendepunkt. Denn mit der Rettung greift eine Kaufpflicht im unteren sechsstelligen Bereich. Bauer, vom FCA bisher nur ausgeliehen, wird Augsburg endgültig verlassen und sich den Arminen anschließen. Im Januar war er vom FCA zu der abstiegsbedrohten Arminia gewechselt. Der gebürtige Niederbayer entwickelte sich dort sofort mit seiner kompromisslosen Zweikampfführung zum Stammspieler.
Maximilian Bauer (Mitte) mit vollem Einsatz für die Arminia. Jetzt wird er fest verpflichtet.Foto: Carmen Jaspersen, dpa
Beim FCA konnte sich der Innenverteidiger gegen die große Konkurrenz beim Bundesligisten nie richtig durchsetzen. 2022 von der SpVgg Greuther Fürth geholt, absolvierte er insgesamt 52 Bundesligaspiele für den FCA. Aber weder bei Enrico Maaßen noch bei Jess Thorup bekam er das volle Vertrauen. Bei Sandro Wagner und Manuel Baum spielte er überhaupt keine Rolle mehr. Das wird sich jetzt beim Weiter-Zweitligisten Arminia Bielefeld vielleicht ändern.
Diskutieren Sie mit
XXX 0 Kommentare
hier kommen komentare rein
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren