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FCA gewinnt gegen Heidenheim: Ein Elfmeter sorgt für Erleichterung

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Ein Elfmeter sorgt für Erleichterung: Augsburg gewinnt gegen Heidenheim

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    Alexis Claude-Maurice mit dem Elfmeter zum 1:0 – dem entscheidenden Tor an diesem Sonntagnachmittag.
    Alexis Claude-Maurice mit dem Elfmeter zum 1:0 – dem entscheidenden Tor an diesem Sonntagnachmittag. Foto: Harry Langer, dpa

    Vor dieser Begegnung versuchte Manuel Baum die Bedeutung herunterzuspielen. Von einem End- oder gar Schicksalsspiel wollte der Trainer des FC Augsburg nichts wissen. Spürbar war das Bemühen, Druck von den Schultern seiner Spieler zu nehmen. Doch war das überhaupt möglich? Gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim, obendrein in der eigenen Arena, kam alles andere als ein dreifacher Punktgewinn einer Enttäuschung gleich.

    Insofern erfüllte der FCA seine Pflicht – wenngleich er einen dürftigen Auftritt hinlegte. Baums Mannschaft zeigte eine schwache Leistung und hatte beim knappen 1:0 (0:0) eine gehörige Portion Glück. Vor allem in der zweiten Spielhälfte hätten die Heidenheimer die Partie zu ihren Gunsten entscheiden können, scheiterten aber an der eigenen Abschlussschwäche. Auf der anderen Seite entsprang der Siegtreffer einem Strafstoß, den nicht jeder Schiedsrichter gegeben hätte. Alexis Claude-Maurice erlöste den FCA und traf in der 80. Minute.

    Augsburger Fans kritisieren den VAR vor dem Anpfiff deutlich

    Ehe die Partie begann, verdeutlichte die aktive Fanszene, welche Meinung sie derzeit vom Video Assistent Referee, kurz VAR, hat. Auf Bannern waren unzählige Botschaften zu lesen. Der Grundtenor: den Videobeweis abschaffen.

    Von einem solchen Schritt nimmt Michael Ströll noch Abstand, allerdings schwindet seine Überzeugung. „Der VAR ist so, wie er jetzt ist, nicht nachvollziehbar“, sagte der Geschäftsführer vor der Partie bei DAZN. „Es gibt keine klare Linie und mir fehlt die Emotion nach Toren.“ Und weiter: „Wir haben jetzt acht Jahre VAR – und er ist immer schlechter geworden.“ Hintergrund ist, dass der FCA sich in dieser Saison mehrmals ungerecht behandelt fühlte, zuletzt bei einem fälschlich ausgesprochenen Strafstoß in Mainz.

    Gegen Heidenheim kamen Schiedsrichter Felix Zwayer und sein Gespann zunächst ohne Hilfe von außen aus, an kniffligen Strafraumszenen herrschte Mangel. Verhalten war der Beginn, abwartend die offensiven Vorträge. Gerade den Augsburgern war anzumerken, welch riesige Chance sich ihnen bot. Mit Mainz, Bremen, Mönchengladbach, St. Pauli und Köln hatten direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg Niederlagen kassiert, mit drei Punkten konnte der FCA den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte ausbauen.

    Baum setzt nach Mainz-Pleite auf drei Neue in der Startelf

    Baum hatte auf die Niederlage in Mainz reagiert und seine Startelf auf drei Positionen verändert. Cedric Zesiger, Kristijan Jakic und Anton Kade standen für Arthur Chaves, Elvis Rexhbecaj und Marius Wolf vom Anpfiff weg auf dem Rasen.

    In der ersten Viertelstunde waren die Gäste die bedeutend aktivere Mannschaft einer Partie, die erwartbar zäh daherkam. Zesiger blockte einen Torschuss (8. Minute), Heidenheims Julian Niehues setzte den Ball nach einem Eckstoß übers Augsburger Gebälk (14.). Vor allem der agile Christian Joe Conteh auf der linken Angriffsseite der Gäste beschäftigte die Augsburger Abwehr. Baum konnte nicht gefallen, was ihm seine Spieler boten. Mal mit den Händen in den Hosentaschen, mal mit verschränkten Armen beobachtete er am Seitenrand das Geschehen.

    Zweimal näherten sich die Augsburger dem Tor von Diant Ramaj an. Nach einer Vorlage von Mert Kömür kam Jakic zum Abschluss, Ramaj hatte allerdings keine Probleme (18.). Beim Schlenzer von Alexis Claude-Maurice musste Heidenheims Schlussmann gar nicht eingreifen, der Ball landete rechts neben dem Pfosten an der Werbebande (26.). Darüber hinaus allerdings legte der FCA in der ersten Hälfte einen enttäuschenden Auftritt hin, in der Offensive fehlte es an Ideen und Durchschlagskraft. Im zweiten Spielabschnitt war eine gehörige Steigerung nötig, um einem Sieg näher zu kommen. Baum beließ es in der Pause bei Anweisungen für seine Spieler, vom Auswechselkontingent machte er zunächst keinen Gebrauch.

    Banks verhindert Gegentor mit Rettungstat am eigenen Strafraum

    Doch auch nach Wiederanpfiff besserte sich wenig. Stattdessen musste Noakhai Banks in höchster Not vor dem eigenen Tor blocken, als Conteh den nächsten Schuss abgab (50.). Nach knapp einer Stunde entschloss sich Baum zu ersten Wechseln. Für die blassen Michael Gregoritsch und Kade kamen Wolf und Rodrigo Ribeiro in die Partie. Diese Maßnahmen führten nicht zu mehr Torgefahr. Zwar verbuchten die Augsburger nun mehr Ballbesitz, doch Zielstrebigkeit ließen sie in ihren Aktionen weiterhin vermissen.

    Die Entscheidung brachte ein Strafstoß. Heidenheims Benedikt Gimber hatte Keven Schlotterbeck vehement am Trikot gezogen, Zwayer zeigte auf den Punkt. Eine vertretbare Entscheidung, wenngleich wohl nicht jeder Schiedsrichter so geurteilt hätte. Claude-Maurice jedenfalls behielt die Nerven, ließ Ramaj keine Chance und verwandelte sicher zum erlösenden 1:0. Der FCA hatte die Pflicht erfüllt und machte einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt.

    Startelf: Dahmen - Banks, Schlotterbeck, Zesiger - Kade, Jakic, Massengo, Fellhauer - Kömür, Claude-Maurice - Gregoritsch
    Bank: Labrović – Rexhbecaj, Gharbi, Giannoulis, Keitel, Ribeiro, Wolf, Rieder, Chaves

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