Es war nur ein kurzes Kapitel seiner Profikarriere. Anfang März war Philipp Max nach Japan zu Gamba Osaka gewechselt. Sieben Wochen später folgt nun bereits die Vertragsauflösung des ehemaligen Profis des FC Augsburg. Für den 32-Jährigen ist es der nächste Rückschlag, nachdem er bereits zuvor nach eineinhalb Jahren bei Panathinaikos Athen seinen Vertrag aufgelöst hatte.
Max hat sich in Japan nicht durchsetzen können. Nur einmal schaffte es der Linksverteidiger in den Kader des deutschen Trainers Jens Wissing. Max sucht die Gründe des Scheiterns bei sich selbst. „In den letzten Wochen habe ich mich mit meiner körperlichen Verfassung auseinandergesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass es mir schwerfallen wird, auf dem Platz einen ausreichenden Beitrag für die Mannschaft zu leisten“, ließ sich Max in einer Mitteilung zitieren. „Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich glaube, dass es die beste Wahl für mich als Profi ist“, fügte er an.
Beim FC Augsburg hatte Max seine sportlich beste Zeit erlebt, von 2015 bis 2020 war er beim Bundesligisten zu einem der torgefährlichsten Außenverteidiger der Bundesliga gereift. In der Saison 2017/18 waren ihm zwei Tore und 13 Vorlagen gelungen. Für die Nationalmannschaft reichte es unter dem damaligen Trainer Joachim Löw aber (noch) nicht für Max.
2020 bestritt Max mehrere Partien für die Nationalmannschaft
Erst nach dem Wechsel in die Niederlande zur PSV Eindhoven erhielt Max eine Einladung vom DFB. Im November 2020 lief er dreimal für die Nationalelf auf. Gelang ihm bei seinem Debüt noch die Vorlage zum 1:0-Sieg gegen Tschechien, war das dritte und letzte Spiel eine Enttäuschung: Bei der 0:6-Pleite gegen Spanien spielte er durch. Danach saß er noch dreimal auf der Bank, später kamen keine Einladungen mehr.
Max wechselte im Januar 2023 zurück in die Bundesliga, war zunächst bei Eintracht Frankfurt zu Beginn noch Stammkraft. Die Einsatzzeiten wurden mit der Zeit aber weniger. Sein Wechsel nach Griechenland im Sommer 2024 geriet zum Karriereknick. Max fasste kaum Fuß bei dem Traditionsklub. Danach Japan. Mit einem ähnlich ernüchternden Ende.
Wie es für Max weitergeht, ist noch unklar. Ob eine Rückkehr nach Augsburg möglich ist? Eventuell benötigt der FCA im Sommer eine Nachbesetzung auf der linken Seite, sollte Dimitrios Giannoulis wechseln. Der Grieche soll mit einem Transfer in seine Heimat liebäugeln. Eine Chance für Max? In seiner derzeitigen körperlichen Verfassung wohl eher nicht.
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