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FC Bayern: Eine Gala, die Lust auf mehr macht: Der FC Bayern zieht aus den Real-Spielen Selbstvertrauen

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Eine Gala, die Lust auf mehr macht: Der FC Bayern zieht aus den Real-Spielen Selbstvertrauen

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    Der Schlusspunkt einer der spannendsten Partien der jüngeren Fußballgeschichte: Michael Olise trifft zum 4:3-Endstand gegen Real Madrid.
    Der Schlusspunkt einer der spannendsten Partien der jüngeren Fußballgeschichte: Michael Olise trifft zum 4:3-Endstand gegen Real Madrid. Foto: Stephane Mantey, Witters

    Wenn große Namen im Spiel sind, ist das nicht immer die Garantie für hochklassige Spiele. Wenn der FC Bayern und Real Madrid aufeinandertreffen, scheinen Spannung, Tore und das große Drama aber fast schon garantiert zu sein. Das war in der Vergangenheit so – und das war auch am Mittwochabend so, als sich beide Teams zum Viertelfinalrückspiel in der Champions League trafen. 4:3 für die Bayern hieß es am Ende eines spektakulären Schlagabtauschs, der zu den packendsten Champions-League-Abenden gehört, die es bislang in der Allianz-Arena gegeben hat.

    Was bleibt? Für Trainer Vincent Kompany erst einmal die Bilder nach dem Spiel. „Wie sich die Fans über den Sieg gefreut haben, das bleibt mir in Erinnerung.“ Wie wichtig den Anhängern ein Weiterkommen gegen Real Madrid war, gegen das die letzten vier Aufeinandertreffen in einem K.o. der Bayern mündeten, war schon eine Stunde vor Anpfiff zu spüren gewesen: Die Südkurve war zu diesem Zeitpunkt schon komplett besetzt. Als die Bayern-Keeper um Manuel Neuer ihr Aufwärmprogramm vor der Kurve absolvierten, herrschte bereits Spieltagsstimmung in der Arena. Zu Spielbeginn folgte dann eine XXL-Choreo: In der kompletten Südkurve war der Torso eines Bayern-Spielers zu sehen, der einen Ball in der Hand hielt. Das Spruchband dazu lautete: „Alles in unserer Hand!“

    Die Bayern ließen sich gegen Real Madrid nie aus der Ruhe bringen

    Das Spiel wurde dieser Einführung gerecht: Nach einem dicken Patzer von Manuel Neuer landete sein Zuspiel bei Arda Güler, der aus 30 Metern draufhielt. Der Vorsprung aus dem Hinspiel war damit innerhalb von 41 Sekunden aufgebraucht. Es gab Situationen, in denen eine Mannschaft – zumal dann, wenn es gegen Real Madrid geht – erheblich ins Trudeln gekommen wäre. Die Bayern des Frühjahrs 2026 gehören ganz offensichtlich nicht dazu. Schon direkt nach dem frühen Gegentor holten sich die Gastgeber die Spielkontrolle zurück und ließen sie bis zum Ende nicht mehr los. Stellenweise hatte das Team 66 Prozent Ballbesitz. Der Ausgleich fiel nach einer Ecke von Kimmich auf Aleksandar Pavlovic bereits nach sechs gespielten Minuten. Real, das bei schnellen Gegenstößen immer gefährlich war, sollte noch zwei weitere Male durch einen Güler-Freistoß (29.) und einen Treffer von Kylian Mbappé (43.) in Führung gehen – die Bayern glichen durch Kane (38.) und Diaz (89.) nicht nur aus, sondern erzielten durch Michael Olise (90.+4) sogar noch den Siegtreffer. „Dieses Spiel zeigt und beschreibt den Charakter der Mannschaft“, freute sich Sportvorstand Max Eberl abschließend über die Darbietung.

    Bei der Reisegruppe von Real Madrid überwog nach Schlusspfiff der Ärger – nicht auf sich selbst, sondern auf den Schiedsrichter. Kein einziger Spieler stellte sich den mitgereisten Medienvertretern. Stattdessen warfen die Real-Stars nur einige Brocken hin. Eder Militao sprach von einer „Ungerechtigkeit“, Antonio Rüdiger sagte auf Spanisch, dass „jeder gesehen hat, was auf dem Platz passiert ist“. Der Zorn der Königlichen entbrannte wegen einer Szene aus der 86. Minute: Eduardo Camavinga hatte zuerst Kane gefoult und dann den Ball mit der Hand mitgenommen. Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte dem Franzosen Gelb-Rot – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Wenige Minuten später fiel das Tor von Diaz und Real war raus. Die Schiedsrichter anzugehen, hat bei Real Madrid fast schon Tradition. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass der slowenische Unparteiische auch gegen die Bayern nicht immer souverän wirkte. Der Freistoß, aus dem das zweite Güler-Tor resultierte, hätte ebenfalls nicht unbedingt gegeben werden müssen.

    Bayern-Trainer Vincent Kompany muss in Paris gesperrt zusehen

    Ein positiver Nebeneffekt der Bayern vor den nun anstehenden Duellen mit Paris St. Germain: Keiner der mit Gelb vorbelasteten Spieler muss gesperrt zusehen, die anderen Gelben Karten werden vor der Runde der letzten vier Mannschaften gelöscht. Stattdessen wird einer fehlen, mit dem man nicht gerechnet hätte: Vincent Kompany. Der Belgier kassierte kurz vor der Halbzeit Gelb, weil er sich darüber beschwert hatte, dass ein Foul von Rüdiger an Josip Stanisic nicht geahndet wurde und so das dritte Real-Tor fallen konnte. Mit der Entscheidung haderte der 40-Jährige auch nach dem Halbfinal-Einzug: „Es war nicht okay, dass ich diese Karte bekommen habe. Meine Sprache war nicht falsch in diesem Moment.“ Welcher Assistent ihn beim Hinspiel in der französischen Hauptstadt am 28. April vertreten wird – darüber wolle er in Ruhe entscheiden, so Kompany.

    Fest steht: Mit dem amtierenden Champions-League-Sieger kommt das nächste dicke Brett auf die Münchner zu. Joshua Kimmich sagte selbstbewusst zur den beiden Begegnungen: „Jetzt treffen die beiden besten Teams aufeinander.“ Die Zuversicht bei den Bayern ist groß – erst recht seit Mittwoch.

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