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Champions League

20.02.2018

5:0 - Bayern macht bereits im Hinspiel das Viertelfinale klar

Fünfmal hatten die Bayern Grund zu jubeln.
Bild: Matthias Balk, dpa

Nach einem frühen Platzverweis lässt der FC Bayern Besiktas Istanbul keine Chance. Durch den 5:0-Erfolg sollte der Einzug ins Viertelfinale Formsache sein.

Der FC Bayern kann für das Viertelfinale der Champions League planen. Die Münchner gewannen das Achtelfinal-Hinspiel am Dienstagabend zu Hause mit 5:0 gegen Besiktas Istanbul. Dabei profitierten sie unter anderem von einer frühen Roten Karte für Istanbuls Innenverteidiger Domagoj Vida. Der erst im Januar verpflichtete Kroate holte als letzter Mann den enteilenden Robert Lewandowski von den Beinen (17.).

Bis dahin hatten die Münchner schon einige gute Chancen durch Thomas Müller, Arturo Vidal und Kingsley Coman vergeben. Die beste Möglichkeit eröffnete sich allerdings kurz nach dem Platzverweis: Sie hatte Besiktas-Stürmer Vágner Love, der alleine in Richtung Bayern-Tor strebend den Ball überhastet über jenes setzte.

Die Münchner benötigten nun einige Minuten für eine eingehende Risiko-Analyse: Auf die Führung drängen, ohne Räume für gegnerische Konter zu öffnen. Sie kamen zum Schluss, vorwiegend ihre Außenspieler einzusetzen. Mit Arjen Robben und Franck Ribéry verzichtete Trainer Jupp Heynckes allerdings auf zwei Experten dieses Metiers. Für sie agierten Kingsley Coman und Müller an den Rändern des Spielfelds. Coman war es dann auch, der mit einem feinen Solo die Führung vorbereitete. Müller musste den Ball nur noch aus zwei Metern ins Tor bugsieren (43.). Unmittelbar danach ersetzte Robben den angeschlagenen James.

Eigentlich hätten keine Besiktas-Fans im Stadion sein sollen

Kurz vor dem Treffer hatten die Besiktas-Fans eindrucksvoll angedeutet, was die Münchner im Rückspiel am 14. März erwartet. Sie schrien ihr Team lautstark zu ihren wenigen Kontern nach vorne. Dabei hätten ursprünglich gar keine Anhänger der Türken im Stadion sein sollen. Im vergangenen Jahr kam es vor dem Europa-League-Spiel zwischen Lyon und Besiktas zu Krawallen. Beide Klubs wurden zu einem Europapokal-Ausschluss verurteilt, die Strafe für zwei Spielzeiten auf Bewährung ausgesetzt. Um nun gar nicht in Verlegenheit zu kommen, gegen die Auflagen zu verstoßen, lehnen die Istanbuler seitdem das ihnen zustehende Kontingent (in München rund 4000 Karten) ab. Doch etliche Besiktas-Anhänger fanden trotzdem Mittel und Wege, um die Arena zu gelangen.

Sie sahen auch in der zweiten Hälfte eine überlegene Münchner Mannschaft. Nachdem Lewandowski in der 50. Minute einen Freistoß an den Außenpfosten setzte, zielte Coman zwei Minuten später besser. Der Franzose schoss den Ball nach einer feinen Kombination über Müller und Lewandowski überlegt zum 2:0 ins Tor. Die Bayern witterten nun die Gelegenheit, den Einzug ins Viertelfinale bereits im Hinspiel nahezu perfekt zu machen und drängten vehement auf den dritten Treffer. Sie brachten die angegraute Defensive der Türken um den 34-jährigen Pepe in immer kürzer werdenden Abständen in Verlegenheit. Müller war es schließlich, der eine Flanke von Joshua Kimmich zu seinem zweiten Tor nutzte (66.). Besiktas war nunmehr ausschließlich um Schadensbegrenzung bemüht.

Weitere Bayern-Tore kann Besiktas nicht verhindern

Hatten sie sich in der Vorrunde in einer Gruppe mit RB Leipzig noch durch feinen Fußball für K.o.-Phase qualifiziert, waren nun das Mittel der Wahl planlose Befreiungsschläge. Den vierten Treffer der Münchner konnten sie aber auch so nicht verhindern. Keeper Fabri parierte zwar einen Fernschuss von Mats Hummels, war gegen den nachsetzenden Lewandowski aber chancenlos (79.). Kurz vor dem Abpfiff fiel noch das 5:0 durch Lewandowski (88.). Die Münchner spielten die Partie routiniert zu Ende. Das Rückspiel in drei Wochen ist nicht mehr viel mehr als eine Dienstreise, die es gilt pflichtbewusst zu absolvieren.

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