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28.06.2020

Bayern-Präsident Hainer sieht Restart der Liga als vorbildlichen Erfolg

Herbert Hainer hatte im vergangenen Jahr als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender die Nachfolge von Uli Hoeneß angetreten.
Bild: Matthias Balk, dpa

Exklusiv Bayern-Präsident Hainer sieht im Neustart der Bundesliga einen Erfolg. Er rechnet aber mit wirtschaftlichen Folgen, die sich auch auf Transfersummen auswirken.

FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer sieht die gelungene Beendigung der Fußball-Bundesliga unter den Corona-Beschränkungen als international vorbildlichen Erfolg. „Die Konzepte werden inzwischen von vielen internationalen Ligen angefordert und übernommen“, sagte Hainer. „Da können wir in Deutschland auch ruhig einmal stolz sein.“ Die ursprüngliche Kritik an dem Konzept mit Geisterspielen und Hygienekonzept sei auch heute absolut nachvollziehbar. „Doch so, wie alles seit dem Re-Start gelaufen ist, finde ich schon, dass der Fußball stets eine vertretbare Position eingenommen, also auch eine gute Rolle gespielt hat“, betonte Hainer. "Ein Profifußballer will seinen Beruf ausüben wie jeder andere auch. Das ist auch gerechtfertigt.“

Bayern-Präsident Hainer rechnet mit niedrigeren Tranfersummen

Der Bayern-Präsident erwartet anhaltend wirtschaftliche Folgen der Krise für den Profifußball: „Die Transfersummen werden sich meiner Meinung nach nach unten entwickeln“, sagt er. Die Vereine nehmen weniger ein, und meine betriebswirtschaftliche Logik sagt mir: Wenn weniger Geld im Kreislauf ist, kann auch nur weniger ausgegeben werden.“ Wie sich dies auf die Spielergehälter auswirken werde, sei offen: „Bei den Gehältern muss man abwarten, ob da ein Plafond eingezogen wird“, sagte Hainer. „Spitzenkönner werden immer einen besonderen Preis haben. Das ist in der Kunst, der Musik und der Wirtschaft so, und das wird auch im Sport so bleiben.“

Die zurückliegende Saison war laut Hainer für den FC Bayern auch sportlich eine besondere Herausforderung: „Gerade heuer haben wir uns unseren Erfolg besonders hart erarbeiten müssen, wir hatten Schwierigkeiten, es kam sogar zum Trainerwechsel. Das geht auch an uns nicht spurlos vorbei.“ Er wies Kritik an einer ligabeherrschenden Dominanz der Bayern zurück: „Es gibt aber auch immer wieder Klubs, die uns unsere Vorherrschaft streitig machen“, sagte Hainer.

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„Theoretisch hätte es in den letzten beiden Spielzeiten für Dortmund sowie in dieser Saison für Dortmund oder Leipzig zur Meisterschaft reichen können“, betonte er. „Ich kann mich gut erinnern, dass wir noch an unserer Weihnachtsfeier nur Siebter waren - jetzt sind wir mit deutlichem Vorsprung Meister geworden. Hansi Flick hat mit seinem Trainerteam einen ungeheuer guten Job gemacht, und die Mannschaft besticht immer wieder durch ihren Charakter.“

Hainer will in der Öffentlichkeit zurückhaltender als Hoeneß sein

Der frühere Adidas-Manager führt sein Präsidentenamt bewusst anders und in der Öffentlichkeit zurückhaltender aus als sein Vorgänger Uli Hoeneß: „Das ist mein Arbeitsstil“, betonte der 65-Jährige. „ So habe ich 16 Jahre als Vorstandsvorsitzender bei Adidas gearbeitet. Ich bin in einer Aktiengesellschaft sozialisiert. Da ist zwischen Vorstand und Aufsichtsrat klar geregelt, wer was zu tun hat.“

Zudem habe er einen anderen sportlichen Hintergrund. „Ich habe auch nicht so viel Ahnung vom Fußball wie Uli, also äußere ich mich zu diesem Themenbereich nicht in der gleichen Form wie er“, betonte Hainer. Er habe auch nie gerechnet Vereinspräsident zu werden: „Ich bin seit 18 Jahren im Aufsichtsrat des FC Bayern, weil ich ein Fußballverrückter bin und den Verein liebe. Aber ich hatte eigentlich das Gefühl, Uli Hoeneß bleibt bis an sein Lebensende Präsident.“ Gezögert habe er dennoch nie: „ Als er eines Tages mit der Frage kam, ob ich Präsident werden wolle, war ich erst einmal überrascht. Lange überlegen musste ich dann aber auch nicht. Es ist schließlich eines der höchsten Ämter, das man im Fußball erreichen kann.“

Das vollständige Interview mit Herbert Hainer lesen Sie hier.

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