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DFB-Pokal

05.02.2020

Der FC Bayern macht es gegen Hoffenheim unnötig spannend

Der FC Bayern steht nach einem Sieg gegen die TSG Hoffenheim im Viertelfinale des DFB-Pokals.
Bild: Lennart Preiss, Witters

Beim 4:3 gegen die TSG Hoffenheim ist der FC Bayern trotz eines frühen Rückstands lange souverän, kommt aber zum Ende in große Schwierigkeiten.

Der Pokal mag eigene Gesetze haben - für den FC Bayern gilt das nur sehr bedingt. Denn der FCB und das Viertelfinale dieses Wettbewerbs sind zwei Dinge, die zusammengehören wie Siegfried und Roy, Ernie und Bert oder die Münchner Stammstrecke und Verspätungen. Am Mittwochabend löste der Rekordpokalsieger das Ticket für die Runde der letzten acht Mannschaften - zum 20. Mal in Folge.

Als Gegner in der ausnahmsweise nicht ausverkauften Münchner Arena durfte diesmal die TSG aus Hoffenheim antreten. Die Kraichgauer verkauften sich teuer und verloren 3:4. Eine kleine Premiere war es für Hansi Flick: Für ihn war es das erste K.o.-Spiel als Coach der Bayern. Er beorderte Tolisso, Coutinho und Gnabry neu in die Startelf. Die zuletzt starken Goretzka und Thiago bekamen eine Pause, Perisic fehlte wegen eines  im Training erlittenen Knöchelbruchs.

FCB vs. TSG: Boateng lenkte den Ball ins Tor des FC Bayern

Nach fünf Minuten lag der Ball zwar erstmals im Kasten der Hoffenheimer - der Treffer von Robert Lewandowski wurde aber wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung von Thomas Müller nicht gegeben. Wenig später gab es das erste gültige Tor des Spiels: Jerome Boateng fälschte einen Schuss von Ihlas Bebou unhaltbar für Manuel Neuer ins eigene Gehäuse ab - das 0:1 (8.). Neuer hatte zuletzt den Schuss der BVB-Leihgabe Bruun Larsen nur abklatschen können.

Der FC Bayern macht es gegen Hoffenheim unnötig spannend

Erinnerungen keimten auf an das Liga-Heimspiel des FC Bayern Anfang Oktober gegen die TSG, das verloren ging – und wurden ganz schnell beiseite gewischt. Wie stabil die Bayern unter Hansi Flick sind, zeigten sie nach dem Rückstand. Von Nervosität war nichts zu spüren, stattdessen rollte ein Angriff nach dem nächsten auf Philipp Pentke im TSG-Tor zu. Nach einer Hereingabe des erneut bärenstarken Außenspielers Alphonso Davies kamen die Bayern routiniert zum Ausgleich: Benjamin Hübner wollte vor Thomas Müller klären, sorgte stattdessen aber für das zweite Eigentor der Partie und den Ausgleich. Kurz darauf holte sich Thomas Müller endgültig in die Torschützenliste ein: Nach einer Halbfeld-Flanke David Alabas in Manier von Willy Sagnol brachte Müller den Ball zum 2:1 unter (20.). Das für die Gastgeber unglücklich begonnene Spiel war gedreht.

Die Hoffenheimer hatten es zuerst Pentke zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel: Zweimal hielt der ehemalige Regensburger gegen Serge Gnabry. Pentke, der bei seinem letzten Auftritt in der Münchner Arena noch als Regensburg-Spieler den Abstieg der Löwen besiegelt hatte, verursachte kurz vor der Pause aber das nächste Gegentor: Bei einem hohen Ball verschätzte sich der 34-Jährige - Robert Lewandowski nahm das Geschenk an und köpfte zum 3:1 ein (36.). Die Zwei-Tore-Führung der Bayern war angesichts der Statistik zur Pause mehr als verdient: Nach Torschüssen stand es zehn zu zwei, nach gespielten Pässen 317 zu 201.

Gnabry und Müller hätten für den FC Bayern noch erhöhen können

Chancen, die Führung noch weiter auszubauen, gab es auch nach dem Seitenwechsel genug. Gnabry und Müller scheiterten kurz nach Wiederanpfiff.

Bayern schaltete in der Folge einen Gang zurück, die Torszenen wurden seltener. Auf einmal sah es so aus, als ob die vielen vergebenen Chancen sich rächen könnten: 20 Minuten vor dem Ende witterte Hoffenheim seine Chance. Zuber scheiterte aber am grandiosen Neuer (70.), während Christoph Baumgartner einen Sololauf durch die FCB-Abwehr über die Latte setzte. Robert Lewandowski schien zehn Minuten vor dem Ende alles klar zu machen: Der Pole köpfte eine Ecke zum 4:1 ein. Alles klar? Mitnichten.

Nach dem zweiten Tor der TSG Hoffenheim schwamm die Defensive des FC Bayern

Nach dem zweiten Hoffenheimer Treffer durch den eingewechselten Munas Dabbur (82.) schwamm die Bayern-Defensive gehörig. In einer hektischen Schlussphase kassierte der FCB sogar noch das 3:4, erneut durch Dabbur (90.+2) und wurde durch den Schlusspfiff erlöst. Nach einer fulminanten ersten Hälfte zitterten sich die Münchner am Ende unnötigerweise in die nächste Runde.

Das Viertelfinale wird am 3. und 4. März gespielt, die Paarungen werden am Sonntag ausgelost.

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