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FC Bayern
18.09.2021

FC Bayern hat keine Gnade mit Goretzkas alter Liebe

Am Samstag trifft Leon Goretzka seinen ehemaligen Verein aus Bochum. Beim VfL dürfte sich die Wiedersehensfreude in Anbetracht der schlechten Chancen in Grenzen halten.
Foto: Christian Charisius, dpa

Wenn der FC Bayern auf den VfL Bochum trifft, ist es für Leon Goretzka eine spezielle Partie. Beim VfL lernte er das Kicken. Auf Rücksichtnahme sollte der Revierklub deswegen aber nicht zählen.

Jede Mannschaft spielt im Verlauf einer Saison zwei Mal gegen jede andere Mannschaft der Liga. Der Spielplan der Fußball-Bundesliga ist so gestaltet, dass sich kein Klub benachteiligt vorkommen sollte. Auch aus Bochum ist noch kein Wehklagen ob einer Ungerechtigkeit zu hören gewesen. Dabei hätten sie beim VfL ja allerhand Grund zur Klage. Zwar muss auch der Aufsteiger lediglich zwei Mal in der Saison gegen den FC Bayern antreten, doch der Zeitpunkt für das erste Aufeinandertreffen ist unglücklich. Zum einen müssen die Bochumer mit Simon Zoller auf ihren besten Stürmer verzichten – der erfolgreichste VfL-Torschütze der Aufstiegssaison   hat sich am Mittwoch einen Kreuzbandriss zugezogen und wird nun weite Teile der Saison verpassen. Zudem bevorzugen sämtliche Klubs ein Spiel gegen die Münchner an den Rändern der Saison.

Zu Beginn der Spielzeit harmonieren die bayerischen Mannschaftsteile oftmals noch nicht wirklich. So benötigte die Nagelsmann-Elf auch zu Beginn dieser Saison beispielsweise allerhand Glück, um ein Remis gegen Gladbach zu holen und wenig später einen knappen Sieg gegen Köln. Am Ende der Saison wiederum müssen die Münchner oft arg geschlaucht von internationalen Kämpfen in der heimischen Liga antreten – in der es oft genug aus eigener Sicht um nichts mehr geht.

Der FC Bayern hat Fahrt aufgenommen

Dieses Glück aber haben die Bochumer nicht. Zum fünften Liga-Spieltag befindet sich der deutsche Meister in jenem Rhythmus, der ihm die Jahre zuvor Meisterschaft um Meisterschaft bescherte. 4:1 gegen den Vizemeister, 3:0 in Barcelona : Die Münchner haben Fahrt aufgenommen und Trainer Julian Nagelsmann denkt gar nicht daran, freiwillig auf die Bremse zu steigen. Zwar werde er im Vergleich zu den vergangenen Spielen den ein oder anderen Wechsel vornehmen, aber: "Wir werden nicht allzu viel rotieren, nicht fünf, sechs Spieler". Die Mannschaft sei die Belastung gewohnt und er wolle das Spiel auch keinem seiner Profis "wegnehmen". So würde es Leon Goretzka empfinden, der sich auf das Wiedersehen mit seiner Jugendliebe freut. "Es ist meine Heimatstadt, mein Heimatverein, in dem ich mein halbes Leben groß geworden bin. Das ist für mich eine absolute Wohlfühloase gewesen", sagte der 26-Jährige. "Ich mache aus der Liebe zu dem Verein kein Geheimnis".

Mittlerweile aber kickt er recht erfolgreich für den FC Bayern und wird das wohl auch noch einige Zeit tun. Am Donnerstag gaben die Münchner bekannt, den 2022 auslaufenden Vertrag mit Goretzka bis 2026 verlängert zu haben. Dabei habe Nagelsmann eine „essenziell wichtige Rolle“ gespielt, sagte der Mittelfeldspieler. "Die Worte haben mich unglaublich gefreut. Aber was soll er auch sagen? Er kann sich ja schlecht hinsetzen und sagen, der Trainer ist unfassbar blind und ich bleibe nur wegen der Kohle. Aber ich glaube, dass er es ehrlich gemeint hat", so der Coach.

Kingsley Coman fällt nach einer Herz-OP vorerst aus.
Foto: Sven Hoppe, dpa

In den kommenden Wochen muss er allerdings auf Flügelspieler Kingsley Coman verzichten. Dieser hatte sich einem Eingriff am Herzen unterziehen müssen. "Er hatte einen leichten zusätzlichen Herzschlag, eine kleine Herzrhythmusstörung", berichtete Nagelsmann. Die Probleme beim 25-Jährigen, der phasenweise wiederholt kurzzeitig über Atemprobleme geklagt hatte, seien nun durch eine Verödung behoben worden. "Der Eingriff ist von relativ überschaubarem Risiko, auch wenn es krass klingt. Für einen Herzchirurgen ist es eher ein leichtes Ding", sagte Nagelsmann. "Ihm geht es auch sehr gut. Es klingt deutlich dramatischer, als es ist." Coman soll am Dienstag wieder mit dem Cardio-Training beginnen und in anderthalb bis zwei Wochen ins Team-Training zurückkehren.

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