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FC Bayern
13.08.2015

Guardiola macht Druck - Droh-Rede vor der Mannschaft?

Fast alle Spieler sind fit. Pep Guardiola hat zum Bundesliga-Start die Qual der Wahl.
Foto: Andreas Gebert, dpa

Pünktlich zum Saisonstart finden sich die Bayern. Die Querelen um Schweinsteiger, Götze und Müller sind ausgestanden. Dafür hat Pep Guardiola plötzlich ein ganz anderes (Luxus)Problem.

Und auf einmal: alles gut. Die Vorbereitung des FC Bayern war ja nicht frei von Reibungen. Erst gaben die Münchner ohne Not mit Bastian Schweinsteiger das Aushängeschild der vergangenen Jahre in Richtung Manchester ab. Danach reiste man für einige PR-Termine nach China, was aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll erscheinen mag. Trainingswissenschaftler trieb allein schon die Vorstellung das Laktat in den kleinsten Muskel.

Anschließend zog Pep Guardiola mit einem Gesicht durch die Gegend, als hätte man von ihm verlangt, das Mittelfeld nur noch mit langen Bällen überbrücken zu lassen. Zwischendurch immer mal wieder Gerüchte, Götze und/oder Müller könnten den Verein verlassen.

Auch eine Wut-Rede soll es zuletzt noch gegeben haben. Im Auditorium des Leistungszentrums an der Säbener Straße sagte der Katalane nach Informationen der Bild-Zeitung zu den Spielern: „Dieses Jahr läuft jeder nur so, wie ich es will. Ich sage, wo lang gelaufen wird – ihr hört zu. Es gibt nur eine Ausnahme auf der ganzen Welt, die das nicht machen müsste – das ist Messi.“ Bei Guardiola scheint vor seiner dritten Saison in München ordentlich Druck im Kessel. Keine Frage: Der Spanier will das Triple.

Na also: Götze und Müller bleiben beim FC Bayern

Immerhin: Zumindest personell haben sich die meisten Probleme in Wohlgefallen aufgelöst, wenn die Münchner heute auf den Hamburger SV zum Auftakt der Bundesliga-Saison treffen (20.30 Uhr, live in der ARD und auf Sky). Dass Müller den Verein verlassen könnte, sei nie ein Thema gewesen, sagte Karl-Heinz Rummenigge. „Louis van Gaal ist sehr sturköpfig. Es gibt aber keinen Preis für Thomas Müller“, formulierte er das Nein an Manchester United.

Auch Götze wird weiter das Trikot der Münchner tragen. Da „ist der Deckel drauf“, so Rummenigge. Weil dazu mit Franck Ribéry, Javi Martínez und Holger Badstuber für Münchner Verhältnisse wenige Spieler verletzt sind, herrscht ein Konkurrenzkampf, wie ihn Guardiola in seiner Zeit als Bayern-Trainer noch nicht erlebt hat. Das führt dazu, dass es „unmöglich sei“, alle Spieler zufriedenzustellen, so Guardiola.

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Douglas Costa wird voraussichtlich zu den zufriedenen Spielern zählen. Sein Einsatz gegen den HSV scheint sicher. „Er wird einer der fünf besten Außenstürmer der Welt“, ist der Trainer von seinem Neuzugang überzeugt.

Guardiola kann aus dem Vollen schöpfen

Ähnlich überschwänglich hat er sich über Götze selten geäußert. Für den wird dann wohl wieder nur der Platz auf der Bank bleiben. Dort wird er prominente Nachbarn haben. Die Münchner haben ihre Schlüsse aus der vergangenen Saison gezogen. Da gingen sie personell so am Stock, dass Mitchell Weiser im Halbfinale des DFB-Pokals zur Startelf zählte. Also rüsteten sie ihren Kader auf. Neben Costa kam auch noch Arturo Vidal.

Zudem zählt Thiago für Guardiola auch noch fast als Neuzugang. „Er hat in den vergangenen zwei Jahren viel gelitten und nur wenige Spiele in Folge gemacht. Die Mannschaft muss ihm helfen. Thiago ist ein Top-Spieler, aber er muss mal zwei bis drei Monate durchspielen.“

Den Anfang will er heute machen. In einem Team, in dem auf einmal vieles passt. time, AZ

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