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FC-Bayern-News

09.12.2018

FC Bayern: Hasan Salihamidzic liebäugelt mit Vorstandsposten

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic.
Bild: Carmen Jaspersen, dpa

Mit Oliver Kahn zusammenarbeiten: Ja. Unter einem Sportvorstand arbeiten: Nein. Denn Salihamidzic könnte sich vorstellen, selbst Sportvorstand zu werden.

FC Bayern: News im Blog

9. Dezember: Salihamidzic liebäugelt mit Vorstandsposten beim FC Bayern

Sportdirektor Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München würde im Falle einer Verpflichtung von Oliver Kahn nicht in jeder Rolle mit dem ehemaligen Kapitän zusammenarbeiten. "Mit Olli zusammenzuarbeiten, kann ich mir natürlich vorstellen. Aber für mich kommt es überhaupt nicht infrage, unter einem Sportvorstand zu arbeiten", sagte Salihamidzic in der Welt am Sonntag

Der 41-Jährige liebäugelt beim deutschen Fußball-Rekordmeister selbst mit dem Posten, den zuletzt Matthias Sammer inne hatte. "Ich versuche, meine Aufgabe als Sportdirektor so zu erledigen, dass das Beste für den FC Bayern dabei herauskommt. Über Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat. Ich bin offen für alles", sagte Salihamidzic. Sammer war im Jahr 2016 aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Sportvorstands zurückgetreten.

Salihamidzic fühlt sich verkannt. "In meiner bisherigen Arbeit habe ich wahrscheinlich mehr bewegt als meine Vorgänger in ihrer gesamten Amtszeit beim FC Bayern", sagte der Bosnier. Direkter Vorgänger war Sammer von 2012 bis 2016, davor war Christian Nerlinger vier Jahre im Amt. Präsident Uli Hoeneß hatte zuletzt erklärt, dass Salihamidzic gerade "ein Stahlbad" beim FC Bayern durchlaufe. "Es ist ein Stahlbad, aber nicht nur für mich. Ich bin überzeugt davon, dass wir gestärkt daraus hervorgehen können", sagte der Sportdirektor. 

Der 49 Jahre alte Kahn wird beim FC Bayern eher für den Posten des Vorstandsvorsitzenden und damit als Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge gehandelt. Dessen Vertrag läuft Ende 2019 aus. Hoeneß strebt als Aufsichtsratschef an, dass Rummenigge (63) noch einmal um zwei Jahre verlängert.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

8. Dezember: FC Bayern beendet Herbstkrise mit Sieg gegen Nürnberg

Der FC Bayern hat seine Herbst-Krise offenbar tatsächlich hinter sich gelassen. Den Münchnern gelang am Samstagnachmittag ein 3:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg und somit der dritte Erfolg nacheinander. Zuvor hatten die Bayern bereits beim 5:1 gegen Lissabon und dem 2:1 in Bremen aufsteigende Form erkennen lassen.

Die Bayern gewinnen souverän gegen Abstiegs-Kandidaten Nürnberg.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Gegen den Club benötigten die Münchner lediglich acht Minuten, um ihren Gegner zu schocken. Robert Lewandowski köpfte eine Ecke Joshua Kimmichs ins Tor und profitierte dabei auch vom zögerlichen Eingreifen des Nürnberger Schlussmanns Fabian Bredlow. In der 27. Minute war der Keeper allerdings machtlos. Er streckte sich vergeblich nach einem Schuss von Leon Goretzka, der gegen die Latte prallte. Den verwaisten Ball beförderte abermals Lewandowski ins Tor. Somit war die Partie schnell entschieden. Fraglich war nur noch, ob die Nürnberger schon wieder die Heimfahrt mit reichlich Gegentoren im Gepäck würden antreten müssen. In Dortmund kassierten sie sieben, sechs waren es in Leipzig und fünf auf Schalke. Die Münchner drängten allerdings nicht mit Vehemenz darauf, das fränkische Defensivkonzept der Sinnlosigkeit preiszugeben. Der anfänglichen Wucht ließ der Rekordmeister solide Verwaltung folgen. Im Vergleich zu den Vorwochen vermieden es die Münchner aber in Phasen der Erholung, ihrem Gegner Wege zum eigenen Tor zu öffnen. Die Nürnberger allerdings waren auch nach dem 0:2 eher bedacht, weitere Gegentore zu vermeiden, statt zu versuchen, das Spiel offen zu gestalten. Doch auch das misslang.  Nach einem Fehlpass von Keeper Bredlow, konnte dieser zwar noch den Schuss von Serge Gnabry parieren, nicht aber den folgenden von Franck Ribéry (57.). Fortan plätscherte das Spiel reichlich eregnisarm dem Ende entgegen. Die Bayern haben bereits am Mittwoch in der Champions League bei Ajax Amsterdam die nächste Chance, ihre aufsteigende Form zu beweisen. Die Nürnberger wiederum treten am kommenden Freitag zu Hause gegen den VfL Wolfsburg an.

7. Dezember: Bayer-Stürmer Robert Lewandowski genießt Verfolgerrolle

In der Tabelle der Bundesliga ergibt sich derzeit ein klares Bild: Borussia Dortmund führt mit sieben Punkten Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach. Auf den FC Bayern als Vierter der Liga hat der BVB sogar satte neun Punkte Vorsprung. Nach sechs Meisterschaften in Folge für die Münchner scheint der Meisterschaftzug abgefahren zu sein. Robert Lewandowski, der Stürmerstar der Münchner, hat den Meisterschaftstitel noch nicht abgeschrieben. Dass der FC Bayern so deutlich hinter Dortmund liegt, habe aber auch seine gute Seiten, sagte der Pole nun der Bild im Interview.

Der 30-Jährige sagte: "Manchmal ist es gar nicht schlecht, wenn du aus der zweiten Reihe attackierst! Wir sind jetzt gerne auch einmal der Jäger." Wie es ist, in der Rolle des Gejagten zu stecken, kennt der Angreifer zur Genüge: "Wenn du siehst, jemand ist vor dir – das bedeutet, dass du mehr unter Spannung bist. Du willst es dann umso mehr schaffen, dieses Team einzuholen. Es ist als Jäger einfacher, von hinten zu attackieren, als wenn du als Erster auf die Attacken von hinten schauen musst. Gerade wenn du die Erfahrung nicht hast.“

Vor allem in der Champions League könne das ein Vorteil sein: "Wenn du weißt, dass du sowohl in Bundesliga, Pokal als auch in der Champions League richtig kämpfen musst, dann ist das etwas anderes, als wenn du 20 Punkte Vorsprung hast und dich nur auf die Champions League fokussierst. Ich wünsche mir das sogar, dass die Spannung hoch bleibt. Wir wissen, was zuletzt passiert ist, als wir in der Bundesliga durch waren.“ In den vergangenen Spielzeiten gingen dem FC Bayern, der stets schon lange vor Saisonende als Meister feststand, regelmäßig in der Schlussphase viele wichtige Spiele verloren. In der Vorsaison etwa verlor der FC Bayern sowohl das Finale des DFB-Pokals als auch das Halbfinale gegen Real Madrid und musste sich am Ende "nur" mit dem Meistertitel zufrieden geben.

5. Dezember: Weinzierl über Pavard: Hat das Niveau für den FC Bayern

Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl traut Benjamin Pavard zu, beim FC Bayern zu spielen. "Wenn Sie wissen wollen, ob Benji in der Zukunft mal beim FC Bayern spielen könnte: Ja, das Niveau hätte er", sagte der Coach des VfB Stuttgart der Sport Bild.

Pavard entwickelte sich beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten zum französischen Nationalspieler und gewann im Sommer als Stammspieler den WM-Titel. "Das muss er erst einmal verarbeiten, um wieder 100 Prozent zu bringen", sagte Weinzierl. "Benji konnte sich nicht vorstellen, hier gegen den Abstieg zu spielen, das hat ihn verunsichert. In den letzten Spielen hat er sich aber stabilisiert."

Stuttgarts Benjamin Pavard soll auf der Wunschliste des FC Bayern München sein.
Bild: Marijan Murat, dpa

4. Dezember: Stoiber verteidigt Hoeneß

Bayern Münchens Aufsichtsrat Edmund Stoiber hat Uli Hoeneß gegen die bei der Jahreshauptversammlung geäußerte harsche Kritik verteidigt. Ein Vereinsmitglied hatte Hoeneß am Freitag unter anderem für Vetternwirtschaft, die Einmischung in das operative Geschäft des Fußball-Rekordmeisters, die jüngste Medienschelte und das Nachtreten gegen ehemalige Spieler gerügt. Diese Kritik nannte Stoiber "respektlos", wie er dem Münchner Merkur sagte. "Hier ging es dem Wortführer meines Erachtens nicht in erster Linie um die Sache, sondern um einen gezielten Angriff auf die persönliche Integrität und damit um die Beschädigung der Person Uli Hoeneß." Der frühere bayerische Ministerpräsident sagte, so einen "aggressiven und polemischen Wortbeitrag" habe er in 50 Jahren als Vereinsmitglied nicht erlebt. Zudem wehrte sich der 77-Jährige gegen den Vorwurf des Mitglieds Johannes Bachmayr, der FC Bayern sei eine "One-Man-Show".

Wird aktuell viel kritisiert: Uli Hoeneß.
Bild: Marijan Murat, dpa

Laut Stoiber, der bei den Bayern Mitglied des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Verwaltungsbeirats ist, wurden "alle von Herrn Bachmayr kritisierten Vorgänge wie die Transferpolitik, die Berufung des Trainers oder das Sponsoring von Qatar Airways nicht nur im Vorstand und im Aufsichtsrat ausführlich erörtert und gebilligt, sondern auch breit in der Öffentlichkeit diskutiert".

Thiago über Zukunft beim FC Bayern: "Können noch Jahre hinzukommen"

Mittelfeldspieler Thiago kann sich eine längere Vertragszeit beim FC Bayern München vorstellen. "Ich bin hier gereift, habe wichtige Erfahrungen gesammelt und die Möglichkeit bekommen, den Fußball mehr zu genießen", zitierten die Internetportale Spox und Goal den 27-Jährigen. "Das Leben besteht aus Etappen und natürlich können zu dieser Etappe noch einige Jahre hinzukommen."  Der FC Bayern bedeute ihm "sehr viel". Der spanische Nationalspieler war 2013 vom FC Barcelona an die Isar gekommen und besitzt beim deutschen Fußball-Rekordmeister noch einen Vertrag bis Sommer 2021.

Bayern-Präsident Hoeneß wünscht sich die Champions League im Free-TV

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß wünscht sich Fußball-Spiele der Champions League wieder im frei empfangbaren Fernsehen. "Ich wäre glücklich, wenn wir wie letztes Jahr mit dem ZDF einen Free-TV-Anbieter hätten, der wenigstens einmal die Woche ein tolles Champions-League-Spiel im Free-TV zeigt", sagte Hoeneß am Montagabend bei einer Veranstaltung der Stuttgarter Nachrichten. Der 66-Jährige kritisierte darüberhinaus auch die Fernsehsituation der Fußball-Bundesliga. "Ich glaube auch, dass es kein Dauerzustand sein kann, dass man jetzt drei Anbieter braucht, um Bundesligaspiele anzuschauen." Montagsspiele seien zudem ein Fehler gewesen.

Hoeneß reagierte damit auf den Stimmungsboykott vieler Fangruppen am vergangenen Spieltag. In den meisten Bundesliga-Stadien hatten die Anhänger in den Fankurven auf Gesänge verzichtet und protestierten damit gegen die Kommerzialisierung des Fußballs.

3. Dezember: Endet 2019 die Ära Uli Hoeneß beim FC Bayern?

"Ich habe den Wunsch des Aufsichtsrats vernommen, meinen Vertrag um zwei Jahre zu verlängern. Ich muss aber erst ein Gespräch mit meiner Frau führen. Ich hatte ihr in Aussicht gestellt, irgendwann mehr Zeit für die Familie zu haben. Ich habe schließlich fünf Kinder und bin schon dreimal Großvater", sagte der 63-Jährige.

Der Vertrag von Rummenigge, der dieses Amt seit 16 Jahren ausübt, läuft Ende 2019 aus. Für die Nachfolge von Rummenigge gilt Ex-Kapitän Oliver Kahn als Favorit. "Ich halte Oliver für eine sehr interessante Personalie. Er hat das, was wir uns wünschen: Er war ein super Spieler, danach hat er ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen. Er müsste sich aber nun erst mal selber äußern - das hat er weder bei uns, noch extern", sagte Rummenigge bei einem Fanclub-Besuch in Südtirol.

Uli Hoeneß setzt die turbulente Jahreshauptversammlung beim FC Bayern München auch mit Blick auf seine eigene Zukunft zu. "Ich werde in aller Ruhe die nächsten Wochen und Monate beobachten, wie sich das alles entwickelt und werde mir viele Gedanken machen", sagte Präsident. Beim Fanclubbesuch am Sonntag im oberfränkischen Kersbach ließ der 66-Jährige immer noch seine Betroffenheit nach Kritik gegen ihn erkennen. Der Abend ginge "nicht spurlos an einem vorüber", sagte Hoeneß. 2019 steht beim FC Bayern wieder die Präsidiumswahl an.

Hoeneß war auf der Versammlung am Freitagabend speziell von einem Mitglied in einem Redebeitrag scharf kritisiert worden, teilweise auch polemisch. Es kam im Audi Dome auch zu Buhrufen und Pfiffen gegen den Präsidenten, der eine Debatte auf diesem Niveau ablehnte.

2. Dezember: Arjen Robben kündigt Abschied vom FC Bayern an

Arjen Robben und der FC Bayern - im kommenden Sommer geht diese Ära wohl zu Ende. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte auf der Jahreshauptversammlung bereits angekündigt, dass die aktuelle Spielzeit die letzte sein wird, in der Robben und Franck Ribéry für den FC Bayern auflaufen werden. Nun gab auch Robben seinen Abschied vom FC Bayern bekannt. Gegenüber dem Portal Omnisport bestätigte der 34-Jährige: "Es ist mein letztes Jahr beim FC Bayern. Es waren zehn wundervolle Jahre. Dann ist es auch gut."

Arjen Robben wird den FC Bayern im Sommer verlassen.
Bild:  Sven Hoppe, dpa

1. Dezember: 2:1 in Bremen - FC Bayern siegt auch in der Bundesliga wieder

Der FC Bayern München hat sich weiter aus seiner sportlichen Krise befreit. Vier Tage nach dem Champions-League-Erfolg gegen Benfica Lissabon gewann der deutsche Meister am Samstag auch in der Fußball-Bundesliga mit 2:1 (1:1) bei Werder Bremen. Zwei Tore des früheren Bremers Serge Gnabry in der 20. und 50. Minute bescherten den Bayern den 16. Liga-Sieg nacheinander gegen ihren einstigen Rivalen. Werder nutzte in der 33. Minute lediglich eine Fehlerkette der 2014er-Weltmeister Jerome Boateng und Manuel Neuer zum 1:1 durch Yuya Osako. Am Ende kassierte der selbst ernannte Europacup-Kandidat die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen und verlor auch noch Abwehrchef Niklas Moisander mit einer Gelb-Roten Karte (90.+3).

Bayerns Serge Gnabry bejubelt sein Tor zum 1:0 auf seine ganz eigene Art.
Bild: Carmen Jaspersen, dpa

Obwohl die Bayern in der Bundesliga-Tabelle weiter neun Punkte hinter Borussia Dortmund liegen, haben die vergangenen Tage die Position ihres umstrittenen Trainers Niko Kovac deutlich gestärkt. Bereits am Freitagabend erhielt der 47-Jährige bei der Jahreshauptversammlung der Münchner viel Rückendeckung. Die Mitglieder applaudierten ihm lautstark, die Bayern-Bosse sicherten Kovac ihre Unterstützung zu. 

30. November: Hoeneß: Kahn spielt Rolle bei der Nachfolge für Rummenigge

Der FC Bayern München intensiviert beim anstehenden Umbruch in der Vereinsführung das Werben um den langjährigen Kapitän Oliver Kahn. "Ich kann ihnen versichern, dass der Name Oliver Kahn in unseren Überlegungen eine Rolle spielt", sagte Präsident Uli Hoeneß am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung in München. Der 49-jährige Kahn könnte die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge (63) antreten, allerdings "nicht heute oder morgen", wie Hoeneß betonte. In naher Zukunft sollen Weichen gestellt werden. Der von ihm angeführte Aufsichtsrat werde sich mit dem Thema Kahn bei der Sitzung im Februar 2019 beschäftigen, sagte Hoeneß.

Noch vor Weihnachten soll eine Entscheidung darüber fallen, ob der seit 2002 amtierende Rummenigge seinen Ende 2019 auslaufenden Vertrag als Vorstandschef verlängert. Aufsichtsratsboss Hoeneß hofft, dass der 63-Jährige zwei weitere Jahre "weitermacht".  In Bezug auf Kahn bemerkte der Präsident: "Einem Kaliber wie Karl-Heinz Rummenigge nachzufolgen, ist keine einfache Sache." Der ehemalige Nationaltorhüter Kahn hat sich bislang nicht öffentlich zu einem möglichen Comeback beim FC Bayern geäußert.

FC Bayern München meldet Rekordmarke von 291.000 Mitgliedern

Der FC Bayern München boomt weiter. Neben dem bereits vorab vermeldeten Rekordumsatz des Fußball-Konzerns von 657,4 Millionen Euro erreichte auch die Zahl der Mitglieder zur Jahreshauptversammlung am Freitag einen Bestwert von 291.000. Der FC Bayern ist damit weiter der größte Sportverein der Welt. Bei der Versammlung im Münchner Audi Dome durften sich die Club-Bosse von den anwesenden Mitgliedern auch wieder für einen satten Gewinn in Höhe von 29,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017/18 beglückwünschen lassen. In der vorherigen Fußballsaison hatte der FC Bayern bei 640,5 Millionen Euro Umsatz einen Rekordgewinn von 39,2 Millionen Euro erzielt. "Unser FC Bayern steht auf einem sehr soliden Fundament. Die weiter steigende Finanzkraft erlaubt uns die notwendigen Investitionen in den Lizenzspielerkader, um auch künftig in der europäischen Top-Elite des Profifußballs konkurrenzfähig zu sein", sagte Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, laut Mitteilung. Das Eigenkapital liegt den Angaben zufolge bei 456,4 Millionen Euro.

FC Bayern ohne Nationalspieler Hummels nach Bremen

Der FC Bayern München wird das Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen den SV Werder Bremen ohne Mats Hummels bestreiten. Der Fußball-Nationalspieler reiste am Freitag aufgrund seines Trainingsrückstandes nach einem Magen-Darm-Infekt nicht mit der Mannschaft nach Bremen, wie der Rekordmeister am Abend mitteilte. Der 29 Jahre alte Hummels war am Freitag nach seiner Erkrankung erst wieder ins Training eingestiegen. Der Innenverteidiger hatte wegen des Infektes bereits beim 5:1 in der Champions League gegen Benfica Lissabon am vergangenen Dienstag gefehlt.

Jahreshauptversammlung des FC Bayern - Spannung auch ohne Wahlen

Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern verspricht auch ohne Präsidiumswahlen Spannung. Beim Mitgliedertreffen am Freitag (19.00 Uhr) in München werden Präsident Uli Hoeneß und der Vorstand um den Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge über das Geschäftsjahr 2017/18 berichten. Schon jetzt ist bekannt, dass der deutsche Fußball-Meister erneut einen Rekordumsatz von 657,4 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 29,5 Millionen Euro übrig.

Es wird bei der Versammlung im Münchner Audi Dome auch um die sportliche Situation in der aktuellen Saison gehen. Dort haben die Münchner in der Bundesliga bereits neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund. Es wird interessant, wie sich die Bayern-Bosse zu Trainer Niko Kovac positionieren und was sie über den im Sommer angekündigten Umbruch in der Mannschaft verraten.

28. November: "Sportbild": Hoeneß zitiert vier Bayern-Stars zum Rapport

Mit dem 5:1 gegen Benfica Lissabon hat Niko Kovac vorerst seinen Job gerettet. Dem Kantersieg ging laut einem Bericht der Bild ein Rüffel von Bayern-Präsident Uli Hoeneß an vier seiner Spieler voraus. Wie das Blatt berichtet, bestellte Hoeneß am Montag vier Stars zum Rapport ein. Demnach sollen am Montag ab 15 Uhr Kapitän Manuel Neuer, Vize-Kapitän Thomas Müller, Franck Ribéry und Robert Lewandowski an die Säbener Straße einbestellt worden sein. Dort habe es ein längeres Gespäch mit Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gegeben haben.

Darin sollten die Spieler sich für ihre Leistung rechtfertigen. Das taten sie wohl, äußerten dem Vernehmen nach aber auch Kritik an Trainer Niko Kovac. Dieser habe "viele unverständliche Entscheidungen getroffen und zu wenig Einfluss von der Seitenlinie genommen", berichtet die Bild. Offenbar half das Gespräch: Am Abend darauf fegten die Bayern-Stars Lissabon vom Platz.

Den ausführlichen Spielbericht lesen Sie hier: FC Bayern sichert seinem Trainer mit einem 5:1 vorerst den Job

Pressestimmen lesen Sie hier: Pressestimmen zum FC Bayern: "Klarer Sieg verschafft Kovac etwas Luft"

27. November: Das 5:1 rettet Niko Kovac den Job

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte die Zukunft von Trainer Niko Kovac von dem Spiel in der Champions League gegen Benfica Lissabon anhängig gemacht. Dort zeigten die Münchner eine starke Leistung: Der klare 5:1-Sieg sichert Kovac den Job - zumindest bis zum Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Bremen.

Bayern-Trainer Niko Kovac konnte sich über ein starkes Spiel seiner Mannschaft freuen.
Bild: Matthias Balk, dpa

Arjen Robben und Robert Lewandowski trafen jeweils doppelt. Franck Ribéry besiegelte mit seinem Treffer dann den 5:1-Endstand und das dringend benötige Erfolgserlebnis der Bayern.

Breitner darf nicht mehr auf Ehrentribüne sitzen

Der FC Bayern München möchte nicht mehr, dass Paul Breitner auf der Ehrentribüne sitzt. Der frühere Spieler des Vereins sagte der Bild: "Es gab einen Anruf von Herrn Dreesen, mir werde von Uli Hoeneß nahegelegt, mich auf absehbare Zeit nicht im Ehrengast-Bereich blicken zu lassen." Dreesen ist ein Vorstandsmitglied des FC Bayern. Breitner hat nach eigenen Angaben so geantwortet: "Damit habe ich ohnehin gerechnet. Und ich möchte den einen oder anderen im Moment sowieso nicht sehen."

Der Verhältnis zum FC Bayern München ist angespannt, seitdem Breitner im Oktober den verbalen Rundumschlag von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kritisiert hatte. Damals sagte er dem Bayerischen Rundfunk: "Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt, dass er diese Schwäche zeigt."

26. November: Bayerns Kovac zu Trainer-Spekulationen: "Werde kämpfen"

Trotz der deutlichen Signale für seinen Rauswurf will Niko Kovac weiter um den Trainerjob beim FC Bayern kämpfen. Das sagte der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Montag in München, auch wenn er dabei nicht sehr überzeugend wirkte. Vor dem Heimspiel in der Champions-League-Gruppenphase gegen Benfica Lissabon am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) beteuerte der 47-Jährige, "dass ich immer ein Kämpfer bin, mein ganzes Leben bestand darin, mich durchzusetzen. Das Wort "Zurückstecken", "Aufgeben", "Die weiße Fahne hissen", das existiert in meinem Wortschatz nicht und wird nie existieren."

Nach dem peinlichen 3:3 am Samstag in der Bundesliga gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hatte Vereinspräsiden Uli Hoeneß lediglich versichert, dass Kovac gegen Benfica auf der Trainerbank sitzen werde. "Dann müssen wir mal eine Analyse machen, wo wir stehen."

Aufgrund von neun Punkten Rückstand der Bayern auf Liga-Spitzenreiter Dortmund und vieler schwerer Patzer in den jüngsten Spielen sind die Chancen von Kovac auf eine Weiterbeschäftigung gering. Dennoch garantiere er, "wann und wo und wie auch immer nach vorne zu schauen und immer zu kämpfen". Auf die Frage, ob er Angst habe, dass das Benfica-Spiel sein letztes bei Bayern sein könnte, antwortete er gereizt: "Nein. Was soll mich negativ stimmen?"

Personell droht den Münchnern der nächste Dämpfer, weil Serge Gnabry wohl ausfällt. Kovac wollte bei dem an Adduktorenproblemen leidenden Nationalspieler zwar das Abschlusstraining abwarten. "Aber ich denke, dass das morgen noch nicht reicht." Neben Gnabry fehlen den Bayern auch die länger verletzten Thiago, James Rodriguez und Corentin Tolisso. Der nach einem Syndesmoseriss erst wieder in das Training zurückgekehrte Kingsley Coman werde ebenfalls nicht dabei sein.

"Wir sind im Moment sehr gebeutelt und müssen mit dem auskommen, was wir haben", sagte Kovac, der trotz des 3:3 gegen Fortuna ankündigte: "Wir werden mit Sicherheit nicht alles über den Haufen schmeißen", sagte er. "Das geht ja auch gar nicht. Man hat nur 14 Feldspieler."

Fliegt er oder bleibt er? Bayern-Trainer Niko Kovac steht beim Rekordmeister unter Druck.
Bild: Matthias Balk, dpa

Besonderer Schiedsrichter beim Bayern-Spiel im Einsatz

Der Italiener Daniele Orsato leitet am Dienstagabend  (21 Uhr) als Schiedsrichter das Champions-League-Heimspiel des FC Bayern München gegen Benfica Lissabon. Für den 43-Jährigen ist es nach Angaben der UEFA der 26. Einsatz in Europas Königsklasse. Die Mehrzahl der Bayern-Profis kennt Orsato aus der vergangenen Saison. Da pfiff er das 2:1 des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Viertelfinal-Hinspiel beim FC Sevilla. 

Erst Anfang dieses Monats war der Italiener beim 0:2 von Borussia Dortmund im Gruppenspiel bei Atlético Madrid im Einsatz. Orsato war aber auch Schiedsrichter bei einem ganz besonderen Spiel des BVB, dem 2:3 der Borussia im Viertelfinal-Heimspiel gegen den AS Monaco im Frühjahr 2017. Die Partie wurde in Dortmund einen Tag nach der Absage wegen eines Bombenanschlags auf den Mannschaftsbus mit dem BVB-Team ausgetragen. Sie stand auch für Orsato unter besonderen Vorzeichen.

Daniele Orsato pfeift das Bayernspiel gegen Benfica.
Bild: Marius Becker, dpa (Archiv)

24. November: Kovac bei Krisen-Bayern auf Bewährung

"Schock", "hanebüchen", "nicht akzeptabel"! Nach dem nächsten Heim-Desaster ist Niko Kovac beim FC Bayern München nur noch ein Trainer auf Bewährung. Aufgewühlt und frustriert zog Präsident Uli Hoeneß nach dem 3:3 (2:1) gegen Fortuna Düsseldorf in der Mixed Zone der Allianz Arena nach dem 12. Bundesliga-Spieltag ein knallhartes Fazit. Die Jobgarantie für Kovac beläuft sich nur noch bis zum nächsten Spiel. "Wir spielen am Dienstag gegen Benfica Lissabon, und da wird unser Trainer sicherlich Niko Kovac sein", sagte Hoeneß und kündigte nach dem vierten sieglosen Heimspiel in Serie dringenden Analysebedarf für die kommende Woche an.

"Wir spielen sehr schlechten Fußball, einen uninspirierten Fußball und einen Fußball ohne Selbstvertrauen", lautete das Urteil des Präsidenten, der vor kurzem Kovac noch "bis aufs Blut" verteidigen wollte. Von der Meisterschaft zu sprechen, sei zum jetzigen Zeitpunkt bei neun Punkten Rückstand "überheblich", befand Hoeneß.

22. November: Neuer Ribéry-Eklat: Franzose soll Fotograf attackiert haben

Bayern Münchens Mittelfeldstar Franck Ribéry soll sich einen weiteren Eklat erlaubt haben. Wie das Onlineportal Sportbuzzer berichtet, soll sich der Franzose nach der Partie des FC Bayern gegen Bayer 04 Leverkusen am 15. September vor der Allianz-Arena eine handfeste Auseinandersetzung mit einem Journalisten geliefert haben. Bisher war nur ein Vorfall vom 10. November bekannt geworden, als Ribery nach dem 2:3 in Dortmund den französischen TV-Experten Patrick Guillou geohrfeigt hatte. Ribéry hat sich inzwischen für diesen Fehltritt entschuldigt.

21. November: Neuzugang Davies trainiert erstmals beim FC Bayern

Winter-Neuzugang Alphonso Davies hat seine erste Trainingseinheit beim FC Bayern München absolviert. Der 18-Jährige war am Mittwoch ebenso wie Rückkehrer Robert Lewandowski auf dem Rasen dabei. Der deutsche Fußball-Rekordmeister hatte den Außenstürmer vom MLS-Club Vancouver Whitecaps zum 1. Januar 2019 für rund zehn Millionen Euro verpflichtet. Der Offensivspieler soll in der Bundesliga-Rückrunde zum Einsatz kommen. Der Vertrag des kanadischen Nationalspielers ist bis zum 30. Juni 2023 datiert.

Alphonso Davies soll in der Rückrunde für den FC Bayern spielen.
Bild: Darryl Dyck, dpa (Archiv)

Lewandowski nahm wieder am Mannschaftstraining teil, nachdem er am Dienstag wegen Kniebeschwerden individuell gearbeitet hatte. Kingsley Coman und Arjen Robben waren nach ihren Verletzungen zu Beginn der Einheit ebenfalls dabei, trainierten danach aber individuell. Die deutschen Nationalspieler sowie David Alaba und Renato Sanches werden erst am Donnerstag zum Team zurückkehren.

Der Spanier Thiago absolvierte am Mittwoch erstmals nach seiner Sprunggelenkverletzung wieder Laufrunden. Der Mittelfeldakteur hatte sich am 30. Oktober im Pokal-Duell beim SV Rödinghausen das vordere Außenband sowie die Gelenkkapsel im rechten Sprunggelenk gerissen.

Bayern-Star Javi Martínez wird Münchner Botschafter für Handball-WM

Javi Martínez ist neuer Botschafter für die Vorrunde der Handball-WM in München. Der Defensivspieler vom deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern ist damit neben dem 2007er Handball-Weltmeister Dominik Klein der zweite prominente Botschafter für die Spiele in der Landeshauptstadt vom 11. bis 17. Januar. "Ich hoffe, dass viele Fans in die Olympia-Halle kommen, um die Teams von Kroatien, Mazedonien, Island, Japan, Bahrain und natürlich meine Landsleute aus Spanien zu unterstützen", sagte der 30 Jahre alte Spanier am Mittwoch in München. 75.000 Tickets, also 68 Prozent der Karten, sind für die fünf Spieltage bereits verkauft.

AEK Athen droht Strafe für zu hohe Ticketpreise bei Bayern-Spiel 

AEK Athen droht eine Strafe der Europäischen Fußball-Union UEFA wegen zu hoher Ticketpreise für die Fans des FC Bayern München. Dem griechischen Meister wird vorgeworfen, beim Spiel gegen den deutschen Fußball-Rekordchampion zu viel Geld von den Gäste-Anhängern gefordert zu haben.

Demnach mussten die Münchner Fans 35 Euro beim 2:0-Erfolg ihres Teams in Athen im Oktober bezahlen, die AEK-Anhänger 15 Euro. Laut UEFA-Sicherheitsreglement "dürfen die Preise für Eintrittskarten der Anhänger der Gastmannschaft nicht höher sein als jene für Karten einer vergleichbaren Kategorie, die den Anhängern der Heimmannschaft verkauft werden".

Die UEFA wird am 13. Dezember über eine Strafe entscheiden. Es ist der zweite Fall, in dem ein Bayern-Gegner wegen zu teurer Karten in den Fokus gerät. Der RSC Anderlecht musste Fans der Münchner für überzogene Ticketpreise beim Champions-League-Spiel in Brüssel vor einem Jahr entschädigen. Damals mussten für die 100 Euro teuren Karten jeweils 30 Euro zurückerstattet werden.

20. November: FC Bayern vermeldet Rekordumsatz und macht satten Gewinn

Der Konzernumsatz betrug 657,4 Millionen Euro, im Geschäftsjahr zuvor hatte der Beitrag bei 640,5 Millionen Euro gelegen.

Unter dem Strich bleiben dem deutsche Fußball-Rekordmeister 29,5 Millionen Euro. Mit dem dritthöchsten Gewinn seiner Historie erweitert der Club die finanziellen Möglichkeiten für kommende Transfers. Im Vorjahr hatte der Konzern den Rekordgewinn von 39,2 Millionen Euro erzielt.

"Der FC Bayern München darf mit dem wirtschaftlichen Ergebnis des Geschäftsjahres 2017/2018 erneut sehr zufrieden sein. Neben den sportlichen Erfolgen der zurückliegenden Saison mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und dem guten Abschneiden in der Champions League ist dieses Ergebnis der Beleg dafür, dass der FC Bayern auch im wirtschaftlichen Bereich ein gutes Jahr hatte", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Auch die FC Bayern AG, also ohne Tochtergesellschaften, verbuchte einen Rekordgewinn in Höhe von 624,3 Millionen Euro. Hier lag der Gewinn bei 22 Millionen Euro. Seit der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die FC Bayern München AG im Jahr 2002 sind die Einnahmen laut Club-Angaben um 355 Prozent von 176 auf 624 Millionen Euro gestiegen

18. November: FC Bayern laut Robben derzeit für Titel nicht gut

Arjen Robben bewertet die aktuelle Lage seines in die Krise geratenen Klubs FC Bayern München kritisch. "Wir dürfen derzeit gar nicht von Titeln reden, denn dafür sind wir einfach nicht gut  genug", sagte Robben im Sportschau Club, der am Montagabend, 19.  November, um 23.30 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.

Wenn die Münchner allerdings die Kurve wiederkriegen würden, könne die Mannschaft sehr wohl vieles erreichen. Seinen in die Kritik  geratenen Cheftrainer Niko Kovac nahm Robben in Schutz. "Er ist sehr, sehr ehrgeizig und arbeitet hart, aber man muss ganz klar sagen:  Trainer von Bayern München zu sein, ist nicht einfach."

Laut Arjen Robben ist der FC Bayern derzeit nicht gut genug, um um den Meistertitel mitspielen zu können.
Bild: Thanassis Stavrakis/AP, dpa

Langweilig sei es im Verein derzeit auf jeden Fall nicht. "Ich bin jetzt in der zehnten Saison bei Bayern und weiß nicht, ob ich es so  schon einmal erlebt habe: Jeden Tag kommt etwas Neues heraus. Es geht gar nicht mehr um Fußball, sondern nur noch um Nebensachen." Robben  selbst, dessen Vertrag beim FC Bayern im Juni 2019 ausläuft, möchte  sich im Alter von 34 Jahren für die Zukunft alles offenhalten. "Wenn  es bei Bayern vorbei sein wird, bedeutet das nicht, dass meine  Karriere danach beendet ist." Er wisse, dass er als älterer Spieler  nicht mehr besser werde, aber er müsse "versuchen, dass es so langsam wie möglich schlechter wird". Zur Entwicklung der niederländischen  Nationalmannschaft, aus der Robben vergangenes Jahr zurückgetreten  war und die am Montag Gegner der deutschen Auswahl sein wird, fügte  Robben an. "Wir hatten in Holland eine schwierige Phase, in der wir  zweimal in Folge Endturniere verpasst haben, aber jetzt kommen auf  einmal viele Talente, und es läuft wieder gut."

17. November: FC Bayern im DFB-Pokal-Viertelfinale der Frauen

Der FC Bayern München hat sich für das Viertelfinale im DFB-Pokal der Frauen qualifiziert. Der Bundesliga-Zweite Bayern, Pokalfinalist in diesem Jahr, setzte sich am Samstag in der Runde der letzten 16 Mannschaften mit 3:0 (1:0) gegen den Erstliga-Vorletzten Werder Bremen durch.

Auch Turbine Postsdam ist im DFB-Pokal-Viertelfinale der Frauen: Turbine, dreimal Cup-Sieger und in der Liga derzeit auf Rang drei, gewann klar mit 3:1 (2:0) beim MSV Duisburg.

Watschn-Skandal kostet Ribéry den Bambi

Eigentlich hätten die Bayern-Stars Franck Ribéry und Arjen Robben bei der Bambi-Verleihung am Freitagabend in Berlin einen Bambi in der Kategorie "Sport" bekommen sollen. Nachdem Ribéry einen Journalisten bei Borussia Dortmund körperlich attackiert haben soll, entschied sich der Veranstalter jedoch kurzerhand um. Statt Ribéry und Robben erhielt nun Werder Bremens Stürmer Claudio Pizarro die Auszeichnung.

15. November: FC Bayern verlängert Vertrag mit Lewandowski

Die Fußball-Frauen des FC Bayern München und Gina Lewandowski wollen über das Saisonende hinaus zusammenarbeiten. Wie die Münchner am Donnerstag mitteilten, verlängerte die Abwehrspielerin ihren bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr. Die Amerikanerin spielt seit 2012 in München, kam seitdem zu 137 Einsätzen.

"Der FC Bayern München ist ein Top-Verein in einer Top-Liga und wir sind auf einem guten Weg. Ich freue mich sehr darauf, hier ein weiteres Jahr Fußball zu spielen", sagte die 33-Jährige, die mit den Bayern bereits zwei Meistertitel feiern konnte.

14. November: Kicker: Ribéry entschuldigt sich nach Streit mit TV-Mitarbeiter

Franck Ribéry hat sich einem Medienbericht zufolge nach seiner Auseinandersetzung mit einem französischen TV-Mitarbeiter bei diesem entschuldigt. Wie der Kicker berichtete, trafen sich der 35-jährige Fußballprofi des FC Bayern München und sein Landsmann Patrick Guillou am Mittwoch in München. An dem Treffen sollen auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß und der Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic teilgenommen haben. Der Ärger um den Vorfall sei damit beigelegt.

Franck Ribery hatte einen TV-Mitarbeiter angegriffen. Am Mittwoch gab es ein klärendes Gespräch.
Bild: Guido Kirchner, dpa

Nach der 2:3-Niederlage der Bayern bei Borussia Dortmund am vergangenen Samstag habe Ribéry den Berater von beIN Sports France angepöbelt, hatte der TV-Sender auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag mitgeteilt. Der Sender sprach von "beleidigenden Äußerungen gegenüber Patrick Guillou", dieser sei auch körperlich angegriffen worden. Salihamidzic hatte eine Auseinandersetzung bestätigt und das klärende Gespräch angekündigt.

Bayern-Profi James erleidet Außenbandteilriss im Knie

Der FC Bayern muss länger auf seinen Offensivprofi James Rodríguez verzichten. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister bekanntgab, hatte der Kolumbianer tags zuvor im Training einen Außenbandteilriss im linken Knie erlitten. Die Diagnose stellte Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Der 27-Jährige müsse das Gelenk zunächst zehn Tage ruhigstellen, ehe Therapie und Reha beginnen könnten, hieß es. Eine genauere Prognose über die Ausfallzeit veröffentlichten die Bayern nicht. Womöglich kommt der Nationalspieler in diesem Kalenderjahr aber nicht mehr zum Einsatz.

Bayern wollte BVB-Juwel Sancho - Angebot "nicht angenommen"

Das bestätigte der Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic in einer eidesstattlichen Versicherung, aus der die Sport Bild zitierte. "Richtig ist, dass der FC Bayern München Jadon Sancho sehr wohl haben wollte und ihm deshalb ein Angebot gemacht hat, das leider nicht angenommen wurde." Das Sportmagazin hatte jüngst berichtet, dass sich der Rekordmeister nicht um den Offensivprofi bemüht hatte, musste nun aber eine von den Bayern erwirkte Richtigstellung drucken.

Jadon Sancho (l) unterschrieb beim BVB und nicht in München.
Bild: Bernd Thissen, dpa

Sancho war im Sommer des Vorjahres aus dem Nachwuchs von Manchester City zum BVB gewechselt, in seiner zweiten Saison bei den Westfalen überzeugt er aktuell als zweitbester Scorer hinter Kapitän Marco Reus. "Ich habe mich für den BVB entschieden, weil mir der Verein eine tolle Perspektive aufgezeigt hat", sagte er der Sport Bild. Die Dortmunder hätten sich frühzeitig um ihn bemüht, "und das hat mir ein gutes Gefühl gegeben", sagte der 18 Jahre alte Nationalspieler.

13. November: Vogts kritisiert Super-League-Pläne: Macht "Ligen kaputt"

Kommt die vom FC Bayern andiskutierte Super-League oder nicht? Ex-Bundestrainer Berti Vogts hofft: hoffentlich nicht. Dieses Vorhaben "würde die nationalen Ligen kaputt machen", sagte der 71-Jährige im Interview der "Rheinischen Post". "Es ist schon Wahnsinn, wenn es eine Weltmeisterschaft mit 48 Nationen gibt. Aber muss man jetzt auch noch an den Vereinsfußball rangehen? Der internationale Fußball ist, so wie er ist, sehr gut aufgestellt und organisiert. Er muss auch so bleiben", sagte Vogts, der als bislang letzter Bundestrainer 1996 den EM-Titel holte.

Ex-Fußball-Bundestrainer Berti Vogts kritisiert die Pläne für eine Super League.
Bild: Patrick Seeger, dpa

Einem Bericht des "Spiegel" zufolge sollen die kontinentalen Spitzenclubs eine geschlossene Liga planen. Es sei bereits in diesem Monat vorgesehen, dass 16 Topclubs, darunter der FC Bayern und Borussia Dortmund, eine Absichtserklärung unterzeichnen. Funktionäre der beiden Bundesligisten hatten das wiederholt zurückgewiesen.

12. November: Bayern-Sportdirektor Salihamidzic bestätigt Vorfall nach BVB-Spiel

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat der Bild-Zeitung einen Vorfall zwischen Franck Ribéry und einem französischen TV-Mitarbeiter nach der Bundesliga-Partie in Dortmund bestätigt. "Franck Ribéry hat uns informiert, dass er mit seinem Landsmann Patrick Guillou, den er seit vielen Jahren gut kennt, eine Auseinandersetzung hatte", zitiert die Zeitung am Montag Salihamidzic. "Wir haben mit Patrick Guillou noch am Samstagabend vereinbart, dass wir zeitnah bei einem persönlichen Treffen darüber sprechen, wie wir die Angelegenheit aus der Welt schaffen. Herr Guillou hat bereits signalisiert, dass dies auch in seinem Interesse ist", sagte Salihamidzic nach Angaben der Bild-Zeitung. Die Bayern hatten in Dortmund 2:3 verloren.

Franck Ribery hatte einen TV-Mitarbeiter angegriffen. Am Mittwoch gab es ein klärendes Gespräch.
Bild: Guido Kirchner, dpa

 

11. November: Uli Hoeneß: Keine Wintertransfers beim FC Bayern

"Nein, wir werden sicherlich keine Aktivitäten am Transfermarkt machen", sagte der Präsident des Fußball-Rekordmeisters im TV-Sender Sky. Der 66-Jährige war gefragt worden, ob die Münchner angesichts der Personalsituation und nach dem Bundesliga-Spitzenspiel in Dortmund (2:3) sieben Punkten Rückstand auf den BVB vor der Rückrunde nochmal nachlegen müssen. Bereits im Sommer war der Transfer des inzwischen 18 Jahre alten kanadischen Talents Alphonso Davies für den Januar fixiert worden.

Hoeneß erinnerte daran, dass die Verletzten Kingsley Coman und Thiago bald zurückkommen: "Wir bekommen Coman zurück noch vor Weihnachten und auch Thiago kann in zwei, drei Wochen wieder spielen." Bei Weltmeister Corentin Tolisso sprach er von einem Comeback im Februar. Thiago und Tolisso fehlen im Mittelfeld, Coman auf dem Flügel und auch in der Außenverteidigung hat Bayern nur wenige Alternativen.

Die Bayern hatten sich schon vor dieser Saison auf dem Transfermarkt auffallend zurückgehalten und nur Nationalspieler Leon Goretzka neu verpflichtet. Dafür kündigte Hoeneß für 2019 einen Umbau des Kaders an: "Wir werden nächstes Jahr, wenn der zweite Schritt des Umbruchs kommt, sicherlich das Mannschaftsgesicht ziemlich verändern."

10. November: FC Bayern verliert gegen Borussia Dortmund

Dem FC Bayern droht der Verlust seiner jahrelangen Vormachtstellung im deutschen Fußball. Nach zuletzt sechs Meisterschaften in Serie scheint der Erzrivale Borussia Dortmund auf gutem Weg, dem Rekordmeister den Rang abzulaufen. Mit dem 3:2 (0:1) im hochklassigen Bundesliga-Gipfel vergrößerte der Tabellenführer den Abstand zu den Münchnern auf sieben Punkte. Vor 81 365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten am Samstag Marco Reus (49./Foulelfmeter/67.) und Paco Alcácer (71.) für den Sieg der Borussia.

Paco Alcacer von Dortmund bejubelt das 3:2 gegen München.
Bild: Ina Fassbender, dpa

Die bereits dritte Niederlage im elften Saisonspiel dürfte in München für neue Unruhe sorgen und die Stellung von Trainer Niko Kovac weiter schwächen. Selbst eine zweimalige Führung durch Robert Lewandowski (26./52.) konnte die Schlappe nicht abwenden. Für die Borussia war es dagegen das elfte Punktspiel seit dem Saisonstart in Serie ohne Niederlage. Das war ihr bisher nur in der Saison 2002/2003 gelungen. 

Der FC Bayern ist heute in Dortmund gefordert

Der FC Bayern steht am Samstag (18.30 Uhr/Sky) im Spitzenspiel der Bundesliga bei Borussia Dortmund vor dem bislang wichtigsten Duell der Saison. Der Fußball-Rekordmeister kann mit einem Auswärtssieg bis auf einen Zähler an die bislang überragenden Westfalen heranrücken und für deutlich mehr Ruhe im Verein sorgen.

Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf den Tabellenführer auf sieben Zähler anwachsen und der Druck auf Trainer Niko Kovac steigen. Der Coach setzt auf seine routinierten Stars gegen junge Dortmunder. "Ich kenne den FC Bayern, in solchen Spielen sind sie ganz groß", sagt er.

Im unteren Teil der Tabelle empfängt der 1. FC Nürnberg Schlusslicht VfB Stuttgart (15.30 Uhr). Die Franken können mit einem Erfolg ihren Rang oberhalb der Abstiegszone festigen, müssen aber wohl auf Stürmer Mikael Ishak verzichten. Der FC Augsburg setzt zeitgleich auf seinen Top-Angreifer Alfred Finnbogason beim Gastspiel bei 1899 Hoffenheim.

 

9. November: Hoeneß kündigt rechtliche Schritte gegen den Spiegel  an

Münchens Präsident Uli Hoeneß will rechtlich gegen Veröffentlichungen des Magazins Der Spiegel" über den Fußball-Bundesligisten FC Bayern vorgehen. Im Interview der Sächsischen Zeitung sagte der 66-Jährige auf eine entsprechende Frage: "Ja, sicher". Das Nachrichtenmagazin hatte in der vergangenen Woche über neue Pläne für eine europäische Superliga berichtet, in denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt. "Wir stehen zu unserer Geschichte", teilte Der Spiegel am Freitag mit. Von Seiten des FC Bayern sei noch kein Schriftstück zu der Angelegenheit bei ihm eingegangen.

Hoeneß sagte: "Das war der Wahnsinn. Der 'Spiegel' macht mit einer Geschichte unter der Schlagzeile 'Der Verrat' auf, die überhaupt nicht stimmt." Der Bayern-Präsident bekräftigte, dass es keinen Plan gegeben habe, aus der Bundesliga auszutreten und an einer Super League teilzunehmen. "Es wurde vor zwei, drei Jahren innerhalb der internationalen Gremien mal darüber diskutiert und auch bei uns im Aufsichtsrat. Dort wurde es einstimmig abgelehnt, damit war die Sache vom Tisch." Hoeneß schließt aus, dass der FC Bayern in den nächsten Jahren Mitglied einer Super League wird: "Da gibt es einen klaren Beschluss, und da wird auch nicht dran gerüttelt."

Eine Beraterfirma soll Real Madrid im Oktober Pläne für die Einführung einer Superliga als Konkurrenz zur Champions League vorgelegt haben, hatte der Spiegel am Freitag vergangener Woche berichtet. Demnach sei vorgesehen, dass 16 Topclubs, darunter der FC Bayern München, im Laufe dieses Monats eine bindende Absichtserklärung unterzeichnen. Zudem soll der Club 2016 die Möglichkeiten eines Bundesliga-Ausstiegs rechtlich geprüft haben.

Uli Hoeneß sucht "eierlegende Wollmilchsau" als Nachfolger

Wenn Uli Hoeneß als Promi-Gast auf einer Veranstaltung ins Plaudern kommt, dann liefert der Vereinspatron des FC Bayern München regelmäßig Schlagzeilen.

Kurz vor dem Topspiel in der Fußball-Bundesliga am Samstagabend beim Spitzenreiter Borussia Dortmund war es wieder so weit: Hoeneß kündigte beim 1. Sächsischen Wirtschaftsdialog in Dresden seinen Rückzug aus dem Präsidentenamt des deutschen Rekordmeisters an. Nicht sofort freilich, aber womöglich doch vor dem nächsten runden Geburtstag.

"Ich bin jetzt 66 Jahre alt. Lassen Sie mich diesen Job noch zwei, drei Jahre machen", sagte Hoeneß im Rudolf-Harbig-Stadion, wo er mit Moderatorin Birgit Nössing über Fußball, Wirtschaft und sein Leben sprach. Hoeneß skizzierte ein klares Bild eines Nachfolgers. "Er sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat – und einer, der aus dem Fußball kommt", zitierte ihn die "Sächsische Zeitung". Aber wer erfüllt dieses Profil? Das weiß auch Hoeneß (noch) nicht. "Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Das wird schwer. Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören."

Im November 2019 endet seine Amtszeit als Präsident. Vor zwei Jahren war Hoeneß im Anschluss an eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung an die Spitze des bedeutendsten deutschen Fußballclubs zurückgekehrt. Während seiner Abwesenheit von März 2014 bis November 2016 hatte ihn der langjährige Geschäftsführer und Finanzvorstand Karl-Hopfner (66) im Spitzenamt des FC Bayern München e.V. vertreten.

Wirtschaftlich will Hoeneß den deutschen Rekordchampion auf jeden Fall in einem Topzustand übergeben. Der FC Bayern habe so viel Geld in der Kasse wie nie zuvor, berichtete er stolz in Dresden. "Ich will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen." Die Inflation der Ablösesummen und Spielergehälter im Zeitalter zahlungskräftiger Investoren bei der europäischen Konkurrenz verurteilt Hoeneß. Und er lehnt für sich bislang ab, mehr als 100 Millionen Euro für einen Star auszugeben.

Hoeneß vor dem Bayern-Abschied? Gemach. Gerade die Gegenwart, in der nach sechs Meisterjahren am Stück die sportliche Vormachtstellung der Münchner in der Bundesliga bröckelt, wird Hoeneß eher anstacheln.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass der Mann, für den der FC Bayern sein Lebenswerk ist und der den Verein gerne seine "zweite Familie" nennt, über eine Zukunft ohne ihn und auch den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge (63) nachdenkt - auch öffentlich.

Zu Saisonbeginn sprach Hoeneß, der als Spieler in München anfing, dann 30 Jahre Manager war und schließlich seit 2009 mit einer Unterbrechung Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender ist, über die schwierige Nachfolgeregelung an der Spitze des Rekordmeisters.

Damals plauderte Hoeneß beim Fußball-Talk von Jörg Wontorra im TV-Sender Sky. Dort schnürte er Vorstandschef (Rummenigge) und Präsident (Hoeneß) zu einem Paket. "Es geht nicht, dass wir beide gleichzeitig aufhören. Das können wir dem Verein nicht antun", sagte Hoeneß. Die Zäsur an der Clubspitze würde ohnehin "extrem und sehr groß" ausfallen. "Das wird eine schwierige Zeit", prophezeite der Präsident für die Zukunft ohne die zwei langjährigen Bosse.

Hoeneß bezeichnete es im August als "wichtigste Aufgabe", den Club "in der Führung in den nächsten zwei, drei Jahren auf die Zukunft vorzubereiten". Auch Rummenigges Vertrag als Vorstandschef läuft Ende nächsten Jahres aus. Dass der dann 64-Jährige noch ein weiteres Mal um drei Jahre bis 2022 verlängert, ist noch nicht als fix verkündet worden. "Ich werde irgendwann sagen: Das war's! Ich hoffe, dass ich den Zeitpunkt selbst bestimmen kann", sagte Hoeneß zum Saisonstart. Eine Prognose scheint nicht gewagt: Der ganz große Umbruch in der Bayern-Spitze steht wohl erst im nächsten Jahrzehnt, also nach 2020, an.

8. November: Hoeneß: FC Bayern erstmals seit langem "Außenseiter" in Dortmund

Für Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß sind die Rollen im Bundesliga-Topspiel am Samstag gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund klar verteilt. "Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern als Außenseiter - zum ersten Mal seit langer Zeit. Meines Wissens sind die noch vier Punkte vor uns", sagte der 66 Jahre alte Hoeneß nach dem 2:0 des deutschen Fußball-Meisters am Mittwochabend in der Champions League gegen AEK Athen.

Einen Auswärtssieg mochte Hoeneß nicht als Münchner Ziel ausgeben. "Man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, ich will einen Dreier einfahren. Dortmund hat bis jetzt eine sehr gute Saison gespielt", sagte Hoeneß. "Wir müssen schauen, dass wir da ein gutes Spiel machen." Bei einer Niederlage würde sich der Rückstand des deutschen Rekordmeisters auf sieben Punkte erhöhen.

7. November: Bayern weiter auf Kurs Achtelfinale: Zwei Lewandowski-Tor gegen Athen

Der FC Bayern München hat mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg über AEK Athen die Tür zum Achtelfinale der Champions League ganz weit aufgestoßen. Beide Treffer für den deutschen Meister erzielte am Mittwoch Robert Lewandowski. Nach 31 Minuten war er per Foulelfmeter erfolgreich. Uros Cosic hatte den Polen am Trikot gezupft, Lewandowski ging zu Boden, und der Torrichter entschied auf Elfmeter. In der 71. Minute lupfte der Torjäger den Ball nach Eckball von Joshua Kimmich mit der Fußspitze über die Linie. Es waren die Treffer drei und vier von Lewandowski in dieser Saison der Königsklasse. 

Die Bayern führen nun zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde mit zehn Punkten die Tabelle der Gruppe E an. Den ausführlichen Spielbericht lesen Sie hier.

Hitzfeld: WM mitschuldig an Bayern-Schwächeln

Ottmar Hitzfeld gibt der verpatzten Weltmeisterschaft des deutschen Teams eine Mitschuld an der jüngsten Schwächephase des FC Bayern in der Fußball-Bundesliga. Viele Spieler des deutschen Rekordmeisters und vor allem die DFB-Akteure seien durch die WM in Russland verunsichert, sagte der 69-Jährige der Sport Bild.

"Das hinterlässt Spuren. Deswegen wurden die Bayern nach den schwächeren Ergebnissen auch schneller nervös. Das ist etwas, was man normal nicht vom FC Bayern kennt. Aber die WM war für mich dabei im Hinterkopf." Weil deshalb einige Akteure ihre Leistung nicht brachten, habe auch die Rotation in der Startelf nicht funktioniert.

Für Ottmar Hitzfeld hat die verpatzte WM des DFB-Teams eine Mitschuld an der Schwäche des FC Bayern.
Bild: Ingo Wagner, dpa (Archiv)

Dem Coach Niko Kovac, der unter Hitzfeld noch Spieler war, traut der frühere Bayern-Erfolgstrainer die Wende zu. "Niko marschiert voran und kann sich in solchen Momenten auf das Wesentliche konzentrieren, seine Mannschaftsführung ist exzellent", sagte Hitzfeld. "Ich bin überzeugt von seiner Stärke. Er ist der Belastung gewachsen."

Die Pressekonferenz der Bayern-Bosse, der sie im Oktober heftige Kritik an Medien geübt hatten, habe dem Verein nicht zwangsläufig geschadet, meinte Hitzfeld, der mit Bayern 2001 die Champions League und fünf Meistertitel gewann: "Am Ende geht es um den Erfolg. Wenn die Bayern zurück auf den ersten Platz kommen und am Ende Titel holen, interessiert diese Pressekonferenz nicht mehr."

6. November: Bayern-Profi Coman vor Rückkehr ins Lauftraining

Kingsley Coman steht zweieinhalb Monate nach seiner schweren Syndesmoseverletzung vor einem Trainingscomeback beim FC Bayern. Der Franzose hatte sich im ersten Saisonspiel der Bundesliga einen Riss der Syndesmose am linken Sprunggelenk erlitten und absolvierte seither Reha-Maßnahmen. Am Mittwoch soll der 22-jährige Flügelstürmer beim deutschen Fußball-Rekordmeister erstmals wieder eine leichte Laufeinheit absolvieren, wie Coach Niko Kovac sagte.

"Er fühlt sich erstaunlich gut", sagte Kovac. "Wir hoffen, dass wir ihn so aufbauen können, dass er nach der Länderspielpause beziehungsweise zum Ende dieses Monats wieder voll einsatzfähig ist für die Mannschaft." Wenn der Nationalspieler wieder fit ist, habe Bayern offensiv wieder mehr interne Konkurrenz. Für das Spiel in der Champions League am Mittwoch fällt neben Coman auch Arjen Robben aus. Der Niederländer muss wegen einer Blockade im Knie aussetzen.

Slowene Jug pfeift Bayern-Spiel gegen AEK Athen

Der Slowene Matej Jug leitet am Mittwochabend das Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen AEK Athen. Das teilte die Europäische Fußball-Union UEFA am Montag mit. Der 38-Jährige ist erstmals bei einem Spiel des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Einsatz. Eine Partie der Griechen pfiff er im Februar 2018, das 0:0 in der Europa League bei Dynamo Kiew.

4. November: Bayern München im Pokal-Achtelfinale bei Hertha BSC

Rekordpokalsieger FC Bayern München muss im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Hertha BSC antreten, Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund empfängt Werder Bremen. In weiteren Duellen zwischen Fußball-Erstligisten stehen sich Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf sowie RB Leipzig und der VfL Wolfsburg gegenüber. 

Die Auslosung nahm der Blindenfußballer Serdal Celebi am Sonntag während der ARD-Sportschau im Fußballmuseum in Dortmund vor. Der Spieler vom FC St. Pauli hatte bei der Wahl zum Tor des Monats August gewonnen. Das Achtelfinale findet am 5. und 6. Februar statt. Das Finale steigt am 25. Mai 2019 im Berliner Olympiastadion.

Lisa Müller entschuldigt sich bei Bayern-Trainer Kovac

Es war einer der Aufreger des Spieltags beim FC Bayern: Als ihr Mann Thomas Müller nach 71 Minuten eingewechselt wurde, schrieb seine Frau Lisa auf Instagram: "Mehr als 70 Minuten bis der mal nen Geistesblitz hat." Eine deutliche Spitze gegen Bayern-Trainer Niko Kovac. In einer Pressemitteilung hat der FC Bayern darauf hingewiesen, dass das Problem wieder ausgeräumt sei. "Lisa Müller, die Ehefrau von Thomas Müller, ist direkt nach dem Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg (1:1) noch in der Allianz Arena auf Trainer Niko Kovac zugegangen, um sich für ihren Instagram-Post zur Einwechslung von Thomas Müller (71. Minute) zu entschuldigen." Kovac habe die Entschuldigung angenommen.

3. November: FC Bayern schwächelt gegen Freiburg

Die Bayern taten sich gegen Freiburg von Beginn an schwer. Erst zehn Minuten vor dem Ende schoss Serge Gnabry den deutschen Rekordmeister mit seinem Tor nach einer guten Einzelleistung zur erwarteten Führung. Doch der SCF schlug zurück: Lucas Höler gelang kurz vor Schluss der von den Gästen vielumjubelte Ausgleich (89. Minute). Der Rückstand des FCB auf den Revierclub beträgt vor dem Topspiel am kommenden Samstag und nach dem dritten sieglosen Liga-Heimspiel in Serie nun vier Punkte. Lesen Sie hier den ausführlichen Spielbericht.

2. November: Nach "Spiegel"-Bericht: FC Bayern bekennt sich zur Bundesliga

Der FC Bayern München hat nach Berichten über neue Pläne für eine europäische Fußball-Superliga ein Bekenntnis zur Bundesliga und zu den bestehenden Europokal-Wettbewerben abgelegt. "Der FC Bayern München steht zu seiner Mitgliedschaft in der Fußball-Bundesliga, und solange ich Vorstandsvorsitzender des FC Bayern bin, auch zu den von UEFA und ECA gemeinsam organisierten Club-Wettbewerben", äußerte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Freitagabend in einer Presseerklärung des FC Bayern.

Der deutsche Rekordmeister reagierte auf einen Spiegel-Bericht. Das Magazin berichtete, dass die Einführung einer Superliga als Konkurrenz zur Champions League konkreter werde. Diese Pläne seien "dem FC Bayern weder bekannt, noch habe der FC Bayern an Verhandlungen hierzu teilgenommen", entgegnete der Bundesligist. "Dem FC Bayern ist auch nicht bekannt, warum er hier in einem vom Spiegel zitierten Dokument aufgeführt wird." Karl-Heinz Rummenigge hatte zuletzt im Interview des Magazins 11 Freunde gesagt, dass er in ferner Zukunft mit der Einführung einer europäischen Superliga rechne: "Ich vermute, dass diese Liga eines Tages kommen wird. Aber fragen Sie mich nicht, wann."

 Eine Beraterfirma soll Real Madrid im Oktober entsprechende Pläne vorgelegt haben, wie Der Spiegel berichtet. Demnach sei vorgesehen, dass 16 Topclubs, darunter die Bundesligisten FC Bayern München und Borussia Dortmund, eine Absichtserklärung im Laufe dieses Monats unterzeichnen. Vor einigen Jahren habe es auch Pläne zur Herauslösung der Topvereine aus den bestehenden Ligen-Strukturen gegeben.

Hintergründe zur Superliga-Affäre lesen Sie hier.

Bayern München fällt in kreatives Loch - wie reagiert Coach Kovac?

Für Kovac ist und bleibt das Kardinalproblem des FC Bayern im Herbst 2018 "die Realisierung der Torchancen". Rein rechnerisch sind die Bayern ja kurz vor der nächsten Länderspielpause wieder überall gut dabei. Gegen die "unangenehmen" Freiburger, die ohne den verletzten Nationalstürmer Nils Petersen antreten müssen, und im abschließenden Vorbereitungsspiel auf Borussia Dortmund gegen AEK Athen in der Champions League sollen die Siege Nummer fünf und sechs folgen. "Wir wollen die beiden Spiele gewinnen", sagte Kovac: "Dann sind wir in der Liga weiter dabei und können auch in der Champions League einen großen Schritt machen."

Mehr Infos zu Bayerns Offensiv-Schwäche lesen Sie hier.

1. November: Rafinha entschuldigt sich für fragwürdiges Halloween-Kostüm

Rafinha hat sich öffentlich für ein unpassendes Halloween-Kostüm entschuldigt. "Halloween ist ein Gruselfest mit übertriebenen Kostümierungen, es lag nicht in meiner Absicht, irgendjemanden durch meine Verkleidung zu verärgern oder in seinen Gefühlen zu verletzen", schrieb der 33-Jährige am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite zu einem Bild, das ihn verkleidet als arabischen Scheich zeigt.

Hi Leute... Halloween ist ein Gruselfest mit übertriebenen Kostümierungen, es lag nicht in meiner Absicht,...

Gepostet von Rafinha Official am  Donnerstag, 1. November 2018

 

Am Mittwoch soll der Brasilianer zu seinem Kostüm auch eine Art Bomben-Attrappe zu einer Party der Bayern-Profis in einen Münchner Nachtclub gebracht haben. Dabei handelte es sich nach einem Bericht der Bild-Zeitung um einen Karton mit der Aufschrift "Vorsicht", aus dem eine Zündschnur ragte. Sowohl Teamkollege Jérôme Boateng als auch der FC Bayern posteten zunächst ein Foto, auf dem auch Rafinha zu sehen war, auf ihren Instagram-Kanälen, löschten es später jedoch wieder.

FC Bayern bewirbt sich um Champions-League-Finale 2021

Der FC Bayern München träumt von einem zweiten "Finale dahoam". Der deutsche Fußball-Rekordmeister will sich mit der Allianz Arena um die Austragung des Champions-League-Endspiels im Jahr 2021 bewerben. Die Bewerbung werde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingereicht werden, wie der zweimalige Champions-League-Sieger am Donnerstag bekanntgab. 

"Ich darf bestätigen, dass sich der FC Bayern gemeinsam mit der Stadt München um die Austragung des Champions-League-Finales 2021 in der Allianz Arena offiziell bewerben wird", äußerte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Vereinsmitteilung. "Trotz der Niederlage und der großen sportlichen Enttäuschung 2012 gegen den FC Chelsea, denken wir noch sehr gerne an das "Finale dahoam" zurück. Wir würden uns sehr glücklich schätzen, wenn uns die UEFA die Möglichkeit geben würde, die Fußballwelt in München erneut willkommen zu heißen."

Einziger Konkurrent von München ist St. Petersburg. Russland bewirbt sich nach UEFA-Angaben vom Donnerstag mit dem diesjährigen WM-Stadion ebenfalls um das Königsklassen-Finale.

Eine denkwürdige PK und die sportliche Krise - das waren die FC-Bayern-News im Oktober  

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