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FC Bayern
12.02.2016

Papa Pep Guardiola und sein Fußball-Sohn Joshua Kimmich

Für Bayern-Trainer Pep Guardiola ist Joshua Kimmich fast wie ein Sohn. (Archiv)
Foto: Peter Kneffel (dpa)

Bayern-Spieler Joshua Kimmich hat sich unter dem spanischen Trainer Pep Guardiola beeindruckend entwickelt. Wird er auch beim Gastspiel der Bayern in Augsburg auf dem Platz stehen?

8,5 Millionen Euro hat der FC Bayern für Joshua Kimmich bezahlt. Die Ablöse floss größtenteils an den VfB Stuttgart, der Kimmich über eine Vertragsoption vom RB Leipzig zurückholte und ihn dann an den FC Bayern transferierte. 8,5 Millionen Euro sind für einen gestanden Bundesligaspieler keine Summe, die in der Branche aufhorchen lassen. Joshua Kimmich aber war weder gestanden und Bundesligaspieler, als er im Sommer von Leipzig nach München kam. Er war zweitklassig, defensives Mittelfeld. 26 Einsätze, ein Tor. 19 Jahre jung zwar, aber wieviele junge Talente haben die Münchner schon abgefischt und dann teuer weiterverkauft? Für Kimmich aber haben sie selbst einen Haufen Geld bezahlt.

Kimmichs Marktwert steigert sich

Inzwischen freilich nähert sich der Marktwert des inzwischen 20-Jährigen rasanter seiner Ablöse als es die größten Optimisten prophezeit hatten. Kimmich hat sich in einem der besten Klub-Ensembles der Welt einen festen Platz erspielt, sofern es beim FC Bayern jenseits von Manuel Neuer überhaupt feste Plätze gibt. 17 Mal berief ihn Pep Guardiola, Bundesliga, Pokal und Champions League zusammengerechnet. Immer wieder fand der Spanier zwischen den Thiagos, Alonsos und Vidals eine Lücke für den schmalen Kerl aus Rottweil. Sebastian Rode, einen aus der Kategorie solider Bundesliga-Spieler, hat Kimmich hinter sich gelassen.

Der junge sei beinahe wie ein Sohn für ihn, sagt der Katalane. Möglich, dass sich der ehemalige Mittelfedmann Guardiola selbst in Kimmich wieder entdeckt hat. In dessen Lauf- und Zweikampfstärke, dessen präzisem Pass-Spiel und strategischem Geschick, das den Spanier beim FC Barcelona und in der Nationalelf ausgezeichnet hat. Kimmich profitiert von der Zuwendung: „Der Trainer gibt mit ein gutes Gefühl.“ Papa aber nenne er ihn deshalb nicht. Es könnte ja auch noch ein anderer Spanier fußballerische Vateransprüche erheben. Der 34-jährige Xabi Alonso, der im defensiven Mittelfeld noch immer die Gegenwart beim FC Bayern ist, der seinen Vertrag gerade bis 2017 verlängert hat. So wie es jetzt aussieht, wird ihn Kimmich dann beerben. Vorerst einmal aber ist der 20-Jährige in der Abwehr gefordert. Nichts Neues für ihn. Kimmich hat auch in der Junioren-Nationalmannschaft bereits rechts verteidigt. Dass ihm Guardiola nach dem Ausfall von Boateng und Martinez einen Platz in der Dreierkette anvertraut, spricht dennoch für das Talent. Der Trainer, der Kimmich bereits auf sieben verschiedenen Positionen eingesetzt hat, ist auch in der Defensive mit dem Vielseitigen zufrieden. „Er ist immer positiv, immer konzentriert, immer seriös.“ Seriös ist Guardiolas Lieblingsadjektiv und beschreibt Kimmichs Spiel am besten. Geradlinig, schnörkellos, präzise. So wie er am Mittwoch im DFB-Pokal beim 3:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den widerspenstigen Zweitligisten Bochum aufgetreten ist.

Kimmich wird wohl auch in Augsburg auf dem Platz stehen

Auch am Sonntag (17.30 Uhr) in Augsburg wird Joshua Kimmich wohl wieder in einer Reihe mit David Alaba und Holger Badstuber verteidigen, zumal die frisch genesen Rafinha und Bernat wohl noch nicht reif für Startformation sind. Guardiola ist sich sicher, „dass Kimmich bald A-Nationalspieler sein wird. „Joshua“, schwärmt der Spanier, „hat absolut alles. Löw hat eine neue Option.“ Ob er sie noch bis zur EM in Frankreich zieht? Sollte die EM für Kimmich zu früh kommen, spielt er mit der Olympia-Auswahl in Brasilien. Ein kleiner Umweg auf seinem Weg in die Nationalelf.

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