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FC Bayern
12.09.2021

War es das schon wieder mit der Spannung für diese Saison?

Nichts zu machen für RB Leipzigs Spieler Willi Orban und Torwart Péter Gulácsi. Jamal Musiala sorgt für das 2:0 der Bayern. Für die Spannung der Liga lässt das nichts Gutes vermuten.
Foto: Tim Groothuis, Witters

Da hatten sich doch einige Klubs wirklich Chancen ausgerechnet, diese Saison die Bayern zu ärgern. Die Leipziger Niederlage zeigt: Spannung ist wohl wieder nicht zu erwarten.

Plötzlich ist die große Schwäche dann doch wieder eine erhebliche Stärke. Vor Beginn der Saison hatten sich einige Mannschaften aus dem elitären Kreise der Bundesligisten noch ernsthaft als Konkurrenten des FC Bayern fühlen dürfen. Der Kader der Münchner bestach zwar schon damals durch exquisite Sonderausstattung wie einen herausragenden Stürmer oder etwa den weltbesten Torwart (zumindest nach streng objektiver Münchner Einschätzung), franste dann aber ein wenig aus.

Nach vier Spieltagen und einem 4:1 beim Vizemeister in Leipzig ist von den   Hoffnungen der Konkurrenz nicht viel übrig geblieben – auch wenn derzeit noch die Wolfsburger an der Tabellenspitze stehen. Ein paar Millionen Euro, Julian Nagelsmann und ein aufstrebenswertes Talent lassen das bajuwarische Aufgebot mittlerweile als stimmiges Gesamtkunstwerk erscheinen. Durch den Zukauf von Marcel Sabitzer schloss Sportvorstand Hasan Salihamidzic die Lücke, die sich hinter dem Duo Leon Goretzka/Joshua Kimmich auftat.

Julian Nagelsmann klagte nicht, sondern förderte die Spieler von RB Leipzig

Trainer Nagelsmann wiederum klagte nicht über seinen anfangs ausgedünnten Kader, sondern sah die Chance, mit Josip Stanisic einen Spieler aus dem unteren Regal der Feinkostabteilung die Chance zu geben, sich zu präsentieren. In Leipzig musste er zwar dem wiedergenesenen Benjamin Pavard weichen, half allerdings eine Viertelstunde lang, die plötzlich wackelnden Münchner im Mittelfeld zu stabilisieren.

Der bayerische Abend hätte so schon als gelungen gelten können. Mit Pavard und Lucas Hernández zwei ehedem verletzte Spieler wieder in die Mannschaft integriert, einen 4:1-Sieg in Leipzig gefeiert und den Gegner so schon in der Frühphase der Saison bereits auf sieben Punkte distanziert. Am meisten Freude aber bereitete dem Rekordmeister mal wieder ihr jüngster Spieler. Mit der Einwechslung von Jamal Musiala für den angeschlagenen Serge Gnabry (Rückenprobleme), erhielt das Spiel eine verspielte Dimension. Der 18-Jährige erzielte nicht nur das 2:0 auf formidable Weise (47.) und bereitete den dritten Treffer für Leroy Sané vor (54.), er empfahl sich auch immer wieder mit Dribblings, die an das Frühwerk Mesut Özils erinnern, für weitere Aufgaben.

Thomas Müller hat nur lobende Worte für Jamal Musiala übrig.
Foto: Sven Hoppe, dpa

"Das Besondere ist, dass er zu seinem Talent einen tollen Charakter hat. Er ist fleißig und bescheiden, hat allerdings auch Selbstvertrauen", lobte ihn Thomas Müller, "Nicht so, dass er mit Nase oben durch die Kabine läuft, sondern er spielt clever. Dieses Gesamtpaket in den jungen Jahren macht ihn besonders. Wenn er genau das einbringt, hilft er uns, Spiele zu gewinnen." Den ersten Impuls zum Münchner Erfolg gaben allerdings die Leipziger in Form eines unnötigen Handspiels von Kevin Kampl. Robert Lewandowski verwandelte den fälligen Elfmeter sicher (12.).

Spannung kam erst wieder auf, als Konrad Laimer mit einem herrlichen Fehlschuss später im Spiel auf 1:3 verkürzte (58.) und sich die Leipziger kurzzeitig grimmig entschlossen zeigten. Die Münchner aber überstanden diese bangen Minuten und in der ersten Minute der Nachspielzeit zeigte Eric Maxim Choupo-Moting mit seinem Treffer, dass es sich die Münchner sogar in einem vermeintlichen Spitzenspiel erlauben konnten, Lewandowski frühzeitig auszuwechseln. Für die Konkurrenz sind das weniger gute Nachrichten.

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