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FC Bayern
12.09.2021

Zorc reagiert auf Salihamidzic: "Sollte seine Klappe halten"

Hasan Salihamidzic hat Marco Reus kritisiert. Der BVB-Spieler war mit Beschwerden von der DFB-Elf abgereist, ist nun aber im BVB-Spiel gegen Leverkusen angetreten.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Weil Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic Marco Reus kritisiert, folgt prompt die Antwort aus Dortmund. Auslöser ist eine Verletzung des BVB-Stars.

Selbstverständlich wäre Hasan Salihamidzic auch kein Philosoph geblieben, wenn er geschwiegen hätte. Markante Gesichtszüge und Bart geben ihm zwar das Antlitz eines römischen Gelehrten, doch man tritt dem Münchner Sportvorstand nicht zu nahe, wenn man ihm abspricht, die Welt und das menschliche Dasein bis in das letzte Detail ergründen zu wollen. Der Mann hat sich mit handfesteren Problemen herzumzuplagen. Spielerberatern. Ausgestaltung von Arbeitspapieren (gebündelt im philosophischen Ausspruch: "Er hat Vertrag"). Konkurrenz.

Mit Letzterer tun sich die Münchner seit jeher schwer. Natürlich, irgendwie belebt sie schon das Geschäft. Und Geschäften gegenüber sind die Bayern selten abgeneigt. Ureigenes Wesensmerkmal von Konkurrenz ist allerdings, dass sie auch mal an einem vorbeiziehen kann. Die Münchner durchlitten eine derartige Phase vor rund zehn Jahren und sind seitdem jeglichem Dortmunder Tun gegenüber skeptisch.

BVB-Spieler Reus verärgert Salihamidzic: Ein Profi des FC Bayern mache so etwas nicht

Weil nun der Borusse Marco Reus vergangene Woche mit Kniebeschwerden von der Nationalmannschaft abreiste, gegen Leverkusen aber von Beginn an auflief, äußerte Salihamidzic recht unumwunden den Verdacht der Wettbewerbsverzerrung. "Das ist nicht meine Sache, aber das ist schon verwunderlich, dass man von der Nationalmannschaft wegfährt und zwei, drei Tage später wieder spielt", sagte er. Und: Es sei "ja auch nicht das erste Mal". Bei den Münchner Spielern gebe es so etwas nicht. Dass Thomas Müller bereits vor dem ersten Länderspiel abgereist war und gegen Leipzig von Beginn an auflief, verschwieg Salihamidzic. Einem Philosophen kam er deswegen trotzdem nicht näher.

Sein Dortmunder Pendant Michael Zorc erwiderte im Kicker wenig überraschend: "Salihamidzic sollte seine Klappe halten und sich zu den Themen von Bayern München äußern".

Nebengeräusche eines Spieltages, der erahnen lässt, dass die Dortmunder möglicherweise Hauptdarsteller der spektakuläreren Partien sein können, die Münchner letztlich aber doch wieder ohne Konkurrenz sind. Die verbalen Sticheleien sind daher eher Folklore, fachen das Geschäft an. Schweigen ist Silber, Reden ist Geld.

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