1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Bayern
  4. Favoriten lösen Pflichtaufgabe souverän: Bayern siegt 5:0, BVB 4:0

DFB-Pokal

12.08.2017

Favoriten lösen Pflichtaufgabe souverän: Bayern siegt 5:0, BVB 4:0

Joshua Kimmich, Sebastian Rudy, Corentin Tolisso und Torschütze Kingsley Coman (v.l.) freuen sich über das 2:0.
Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Der Traum von einem Pokal-Coup erfüllt sich für die Kleinen am Samstag nicht. Mit klaren Siegen ziehen Meister Bayern und Cupverteidiger Dortmund in die nächste Runde ein.

Die großen Favoriten FC Bayern München und Borussia Dortmund haben ihre Pflichtaufgaben im DFB-Pokal problemlos gelöst, und auch sonst hat sich für die Außenseiter der Traum von einer Sensation nicht erfüllt. Meister FC Bayern siegte am Samstag in der ersten Runde beim Drittligisten Chemnitzer FC 5:0 (1:0), Cupverteidiger Borussia Dortmund wurde nach dem Wirbel um Ousmane Dembélé seiner Favoritenrolle beim 4:0 (2:0) gegen den Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen gerecht.

FC Bayern gewinnt souverän mit 5:0

Die Tore zum 5:0 (1:0) für den deutschen Titelträger erzielten am Samstag Robert Lewandowski (20./60.) sowie Kingsley Coman (51.), Franck Ribery (79.) und Mats Hummels (89.).

Die in Bestbesetzung angetretenen Münchner, deren Anhänger vor dem Abpfiff reichlich Pyrotechnik abbrannten, begannen vor 15.015 Zuschauern in der ausverkauften Arena konzentriert. Kapitän Thomas Müller (8.) hatte gleich zwei Einschussmöglichkeiten, doch CFC-Keeper Kevin Kunz parierte zweimal glänzend. Die Sachsen verteidigten zunächst klug und lauerten auf Konter. Die Nationalspieler Hummels und Niklas Süle hatten in der Innenverteidigung leichtes Spiel gegen den einstigen Pokalschreck Daniel Frahn. Er hatte 2011 mit seinen drei Toren für den damaligen Viertligisten RB Leipzig den VfL Wolfsburg aus dem DFB-Pokal geschossen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eine Woche nach dem Gewinn des Supercups in Dortmund agierte der FC Bayern zwar äußerst abgeklärt, angesichts der Überlegenheit jedoch zunächst nicht kreativ genug. So schüttelte Trainer Carlo Ancelotti in der 40. Minute nach einem missglückten Steilpass den Kopf. Nach dem abgefälschten Freistoß von Lewandowski zur Führung glänzte nur der agile Ribery (45.) mit einem sehenswerten Volleyschuss von der linken Strafraumgrenze.

Arjen Robben und David Alaba geben Comeback

Unmittelbar nach dem Wechsel heiterte sich der Gesichtsausdruck von Ancelotti auf. Zufrieden unterhielt er sich am Spielfeldrand mit Müller und Ribery, nachdem Coman überlegt einen Konter zum 2:0 abschloss. Chemnitz wurde nun komplett in die Defensive gedrängt, nur selten gelang dem Team von Trainer Horst Steffen ein Entlastungsangriff. Nach herrlichem Kombinationsfußball über die Stationen Coman, Joshua Kimmich und Corentin Tolisso brauchte Lewandowski den Ball nach einer Stunde nur noch zum 3:0 über die Linie drücken.

Für Ancelotti war dies das das Signal zum Wechsel. So feierten Arjen Robben und David Alaba ab der 63. Minute ihr Comeback. Auch Arturo Vidal (67.) durfte für Sebastian Rudy noch ran. Ribery krönte seine gute Leistung mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern, den er schön über die Mauer ins linke Eck zirkelte. Hummels köpfte dann nach einer Ribery-Ecke zum Endstand ein.

FC Bayern siegt 5:0 gegen Drittligist Chemnitz

Neben den beiden Top-Clubs zogen vier weitere Bundesligisten in die nächste Runde ein: Der 1. FC Köln siegte beim Fünftligisten Leher TS in Bremerhaven 5:0 (2:0), der SC Freiburg setzte sich beim Regionalligisten Germania Halberstadt mit 2:1 (2:0) durch und der FSV Mainz 05 gewann beim Lüneburger SK 3:1 (2:1). Cupfinalist Eintracht Frankfurt löste trotz fast 70-minütiger Unterzahl beim 3:0 (1:0) gegen den Viertligisten TuS Erndtebrück in Siegen das Ticket für die zweite Runde. Am Freitag hatten bereits Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen als erste Bundesligisten - wenn auch mit Problemen - das Weiterkommen geschafft.

Die Favoriten setzten sich auch in den weiteren Duellen durch. Zweitligist 1. FC Kaiserslautern erreichte durch das 4:0 (2:0) beim SV Eichede ebenfalls die zweite Runde wie auch Ligarivale 1. FC Heidenheim, der bei Drittliga-Aufsteiger SpVgg Unterhaching 4:0 (1:0) gewann. Neben Lautern und Heidenheim hatten sich am Freitag auch die Zweitligisten Dynamo Dresden und Holstein Kiel für die nächste Runde am 24./25. Oktober qualifiziert.

Weitere Highlights des DFB-Pokal-Spieltags

WIRBEL: Ousmane Dembélé stand gar nicht im Kader und trotzdem war der französische Nationalspieler bei Borussia Dortmund Gesprächsthema Nummer eins. So kündigte Trainer Peter Bosz an, dass am Wochenende über die weitere Vorgehensweise entschieden werde. "Wir werden uns heute Abend zusammensetzen. Morgen wird der Verein sagen, was wir machen", sagte der Niederländer dem TV-Sender Sky. Dembélé hatte am Donnerstag beim BVB das Training geschwänzt, um offenbar seinem Wechselwunsch zum FC Barcelona Nachdruck zu verleihen. Die Westfalen suspendierten den Franzosen daraufhin bis Montag. Das Toreschießen beim Spiel in Freiburg übernahmen stattdessen Marc Bartra und dreimal Liga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang.

PREMIERE: Bibiana Steinhaus durfte erstmals in ihrer Schiedsrichter-Karriere ein Pflichtspiel des FC Bayern leiten. Die 38-Jährige aus Hannover, die in der kommenden Saison erstmals auch in der Bundesliga zum Einsatz kommen wird, machte ihre Sache gut. In der 20. Minute entschied sie auf Freistoß, den Torjäger Robert Lewandowski zur Führung der Bayern verwandelte. Danach machten Kingsley Coman, erneut Lewandowski, Franck Ribery und Mats Hummels alles klar.

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus leitete das Spiel des FC Bayern gegen Chemnitz.
Bild: Hendrik Schmidt/dpa

VATER-SOHN-DUELL: Das erste Saisontor von Nils Petersen dürfte bei seinem Vater Andreas nicht allzu große Freude ausgelöst haben. Der Torjäger leitete mit seinem Treffer den Freiburger Sieg beim Viertligisten Germania Halberstadt ein und machte damit die Hoffnungen seines Vaters auf eine Sensation zunichte. Petersen senior ist Trainer beim Nordost-Regionalligisten. Dort hatte sein Sohn Nils auch drei Jahre lang gespielt, ehe er seine Profikarriere startete.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Der FC Bayern München will Robert Lewandowski auch nicht für eine sehr hohe Summe abgeben. Foto: Soeren Stache
FC Bayern München

FC Bayern: Lewandowski will noch fünf Jahre auf Top-Niveau spielen

ad__querleser@940x235.jpg

Qualität auch für Querleser

Montag bis Samstag ab 4 Uhr morgens. Und die Multimedia-Ausgabe
"Kompakt" mit den wichtigsten Nachrichten von Morgen ist auch dabei.

Jetzt e‑Paper bestellen!