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FC Bayern

20.10.2019

Niklas Süle fällt wegen Kreuzbandriss für mehrere Monate aus

Niklas Süle musste verletzt ausgewechselt werden.
Bild: Matthias Balk, dpa

Niklas Süle von Bayern München hat im Spiel in Augsburg einen Kreuzbandriss erlitten. Auch die deutsche Nationalmannschaft muss ohne ihren Abwehrchef auskommen.

Jetzt muss Niko Kovac doch eingreifen. Während der Pressekonferenz nach dem 2:2 seiner Bayern beim FC Augsburg wird Martin Schmidt tatsächlich gefragt, ob sein Team das mutigere gewesen sei. Weil es in der Schlussphase auf den Ausgleich gedrängt habe. „Wollen Sie sagen, dass wir nicht mutig waren?“, fragt Kovac leicht gereizt. Man kann den Bayern sicherlich einiges vorwerfen, fehlender Mut gehört nicht dazu.

2:2 in Augsburg, 1:2 zwei Wochen zuvor gegen Hoffenheim – die Münchner Punkteausbeute ist ein Anlass, das Wirken von Kovac zu hinterfragen. Natürlich hätte sein Team in Augsburg gewinnen können, bei der Vielzahl an Chancen auch gewinnen müssen. Letztlich aber stehlen Konzentrationsfehler in der Anfangs- und Schlussphase wieder wichtige Zähler. Da hilft es wenig, wenn Kovac ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen hat.

Niklas Süle fällt wegen Kreuzbandriss monatelang aus

Den letztlich verkorksten Samstag macht eine Meldung vom Sonntagmorgen komplett. Innenverteidiger Niklas Süle hat sich bei einer unglücklichen Aktion in der 9. Minute das Kreuzband im linken Knie gerissen, er wird viele Monate ausfallen. Das trifft die Bayern, aber auch das Nationalteam in der Vorbereitung auf die EM. Bundestrainer Joachim Löw könnte nun sogar in die Not kommen, bei einem eigentlich Aussortierten anrufen zu müssen. Dortmunds Mats Hummels sollte jedenfalls in nächster Zeit sein Handy nicht aus den Augen lassen.

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Kovac seines wohl auch nicht. Vielleicht kommt demnächst eine Einladung zu den Bossen. Auch wenn Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Trainerposition nicht gefährdet sieht: „Wir ziehen alle an einem Strang, da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.“ Für ein Spitzenteam passieren zu viele Nachlässigkeiten. „Was mich maßlos ärgert, ist die Tatsache, dass wir in entscheidenden Situationen nicht so verteidigen, wie ich mir das vorstelle“, sagt Kovac. Da dürfte es Manuel Neuer nicht anders gehen. Die Eingriffsmöglichkeiten des Nationaltorhüters sind rar wie nüchterne Personen auf dem Oktoberfest. Umso schlimmer für ihn, wenn er zweimal den Ball aus dem Netz holen muss. „Ich denke, dass es auch ein Kopfproblem ist“, sagt er, „ich will nicht sagen, dass es überheblich ist, aber es ist ein bisschen lässig und ein bisschen zu selbstbewusst.“

FC Bayern startet so schlecht in die Saison wie seit neun Jahren nicht

Letztlich gilt es festzuhalten, dass die Bayern den schlechtesten Saisonstart seit neun Jahren hingelegt haben. Und dass es weiterhin einen unzufriedenen Thomas Müller gibt. Er saß am Samstag wieder draußen. Als er endlich eingewechselt wird, vergibt er die Riesenchance zum 3:1. Kein Wunder also, dass er kommentarlos zum Bus schleicht. Die Bayern stehen kurz vor einer Herbstkrise. Vielleicht sind sie auch schon mittendrin. Der Dienstag mit der Champions League in Piräus wird es zeigen.

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