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FC Bayern

21.06.2020

Nur die Müllers stehen noch vor Robert Lewandowski

Bayerns Robert Lewandowski schraubte sein Torkonto gegen den SC Freiburg weiter nach oben.
Bild: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

Robert Lewandowski befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Beim 3:1 gegen Freiburg zeigt er erneut seine Klasse. Aber: Reicht die Form bis in den August?

Mit den 40 Toren wird es nichts mehr. Das wusste Robert Lewandowski spätestens, als er gegen Sven Bender den Arm ausfuhr und ihm Schiedsrichter Manuel Gräfe folgerichtig die Gelbe Karte entgegenstreckte. Weil es die fünfte in der laufenden Saison war, durfte der Stürmer gegen Mönchengladbach seiner Passion nicht nachgehen. Lewandowski aber hätte jede Partie benötigt, um am Ende eben vielleicht doch noch den Rekord Gerd Müllers zu brechen, der in der Saison 1971/72 40 Mal traf.

Der 31-Jährige setzte eine Partie aus – und machte anschließend stoisch weiter wie zuvor. Er trifft und trifft und trifft. Gegen Freiburg am Samstag schoss er beim 3:1-Sieg des FC Bayern erneut zwei Tore. Insgesamt jubelte er in dieser Saison bereits 33 Mal, häufiger hatte er zuvor in der Liga noch nie getroffen. In der Geschichte der Bundesliga waren überhaupt nur zwei Spieler erfolgreicher in einer Saison. Gerd Müller gelang dieses Kunststück gleich dreimal, Dieter Müller wiederum war der letzte, der Lewandowskis Marke übertraf.

Der beste Lewandowski aller Zeiten

Der beste Angreifer der Liga ist derzeit die beste Version seiner selbst. Gegen Freiburg vollendete er zwei herrliche Spielzüge der Münchner und bereitete zudem noch den ersten Treffer durch Joshua Kimmich mit einer geschickten Ablage vor. Lewandowski initiiert außerdem zusammen mit Thomas Müller das Pressing der Münchner und liefert schon lange all jenen Kritikern, die an seiner Körpersprache herummäkelten, keinen Grund zur Klage.

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Die Münchner dürften einzig ein wenig hadern, dass Lewandowski seine Hochzeit ausgerechnet in einer Saison erfährt, in der die Champions League im August auf ihren Höhepunkt zusteuert. Wer weiß, ob sich Lewandowskis Form bis dahin konservieren lässt? Trainer Hansi Flick geht wohl davon aus. Nachdem die Münchner in einem für die Gesamtwertung irrelevanten Spiel mit einer durchrotierten Mannschaft beeindruckend spielfreudig und konzentriert aufgetreten waren, kündigte er weitere Großtaten an. Das Pokalfinale gegen Leverkusen sei „ein Zwischenziel“ und danach gelte es dann, um „das große Ziel“ zu spielen. Die Bayern sehen sich in einer hervorragenden Position im Kampf um den Champions-League-Titel.

Lewandowskis gute Erinnerung gegen Wolfsburg

Dabei kommt ihnen zupass, dass sie derzeit auch namhafte Ausfälle ohne Leistungs- und Spannungsabfall kompensieren konnten. Sarpreet Singh zeigte ein ordentliches Startelf-Debüt, Michaël Cuisance deutete an, weshalb die Münchner vor der Saison 12 Millionen Euro an Gladbach zahlten und Lucas Hernandez zeigte, dass es viel zu früh ist, ihn als Fehleinkauf abzustempeln. Hernandez, Cuisance und Singh aber werden auf dem Weg zur Champions League wohl keine tragenden Rollen spielen. Anders als Robert Lewandowski. Der tritt nun aber erst mal gegen Wolfsburg an. Gegen diesen Gegner traf er im September 2015 fünf Mal in neun Minuten.

FC Bayern München Ulreich – Pavard, Boateng, Javi Martinez (84. Richards), Lucas Hernandez – Kimmich, Goretzka – Cuisance (64. Zirkzee), Müller (88. Musiala), Singh (64. Coman) – Lewandowski  SC Freiburg Schwolow – Schmid, Lienhart, Heintz, Günter (87. Abrashi) – Sallai (46. Kwon), Keitel (64. Frantz), Höfler, Grifo (75. Itter) – Petersen, Höler (64. L. Waldschmidt) Tore 1:0 Kimmich (15.), 2:0 Lewandowski (24.), 2:1 Höler (33.), 3:1 Lewandowski (37.) Schiedsrichter Sören Storks (Velen)

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