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FC Bayern

18.08.2019

Philippe Coutinho: Der neue Bayern-Star bekommt Robbens Nummer

Einer, der künftig den Unterschied machen soll: Philippe Coutinho, hier noch im Trikot des FC Barcelona, kommt zum FC Bayern.
Bild: MauriceVanSteen, Witters

Nach dem unterhaltsamen, aber enttäuschenden 2:2-Remis gegen Berlin holt der FCB einen Topstar für die Offensive. Ärger gibt es um Renato Sanches.

Wenn sich Robert Lewandowski in der Mixed-Zone der Allianz Arena den Fragen der Journalisten stellt, bildet sich für gewöhnlich eine Traube von der gefühlten Größe eines Mittelkreises um den Polen. Als der Stürmer, immerhin doppelter Torschütze beim 2:2 gegen Berlin, am Freitagabend sprach, gestaltete sich das deutlich überschaubarer.

Der Grund dafür stand wenige Meter neben Lewandowski: Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Auch der hatte einen doppelten Erfolg zu vermelden – im Gegensatz zu seinem Stürmer gelang ihm dies aber auf dem Transfermarkt. Geglückt sei ihm nach Wochen des Wartens "etwas Spektakuläres", wie der 42-Jährige sagte: Michael Cuisance und der Topstar Philippe Coutinho werden zu den Bayern wechseln.

Bayern zahlt für Coutinho knapp zehn Millionen Euro Leihgebühr

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Salihamidzic warb um Verständnis für die lange Wartezeit: "Es ist nicht so leicht, unseren Kader zu verstärken." Während der 20-jährige Franzose Cuisance, der am Sonntag einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieb und zehn Millionen Euro kostete, wohl eher die Auswahl im zentralen Mittelfelds verbessern soll, kommt mit Coutinho ein Spieler der Kategorie Topstar nach München. Schon am Freitagabend stand der 27-jährige Brasilianer nicht mehr im Kader des FC Barcelona für den Auftakt der spanischen Liga. Am Sonntag kam er in München an und absolvierte den Medizincheck. Die Leihgebühr für den "kleinen Magier", wie er in seiner Heimat genannt wird, wird bei rund zehn Millionen Euro liegen. Nutzt Bayern die Kaufoption in einem Jahr, werden nochmals etwa 120 Millionen Euro fällig. Das Jahresgehalt soll bei 13 Millionen Euro liegen. Coutinho ist kein Mann für kleine Beträge: Er war vor eineinhalb Jahren für 145 Millionen von Liverpool zu Barcelona gewechselt.

Wie hoch die sportlichen Erwartungen an den Brasilianer sind, zeigt nicht zuletzt die Rückennummer, die er bei den Bayern tragen wird: Am Sonntag wurde bekannt, dass er die 10 übernimmt. Adidas, der sportliche Ausrüster des FC Bayern, veröffentlichte auf seinem Instagram-Kanal einen Post, der Coutinhos Namen mit der 10 zeigte, löschte diesen aber gleich wieder.

 

Der Letzte, der dieses Trikot trug, hieß Arjen Robben. Wie der Niederländer ist Coutinho am liebsten auf den offensiven Flügeln unterwegs, kann aber auch in der Zentrale spielen. Dass der Kicker die Extraklasse hat, die die Bayern suchten, scheint unbestritten. Fraglich war hingegen, ob er auch wirklich Lust auf die Bayern und die Bundesliga verspürt. Laut Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge gebe es darüber keinen Zweifel: Coutinho habe einen sehr guten Eindruck gemacht. "Er wollte zum FC Bayern kommen. Darüber bin ich sehr glücklich."

Leroy Sané wird zumindest nicht in diesem Sommer zum FC Bayern kommen

Eine zumindest vorläufige Absage erteilte Rummenigge Spekulationen, wonach der vorherige Wunschspieler Leroy Sané trotz seiner Verletzung noch in diesem Sommer nach München kommen könnte: "Nein, Leute. Jeder weiß, was ein Kreuzbandriss bedeutet und was die Ausfallzeit betrifft." Präsident Uli Hoeneß erklärte bei Sky, dass nun kein weiterer Spieler kommen werde: "Jetzt ist unser Kader so komplett oder so gut aufgestellt, wie wir uns das vorgestellt haben."

Einer, der die Bayern nach eigenem Willen noch verlassen könnte, ist Renato Sanches. Der 22-Jährige war nur in der Schlussphase gegen Berlin eingewechselt worden und kurz nach Spielende aus der Kabine gestürmt. Fünf Minuten seien zu wenig für seine Ansprüche, ließ der Portugiese verlauten und bekräftigte seinen Wechselwunsch. Diese Wut kam Sanches teuer zu stehen, angeblich soll er eine Geldstrafe von 10.000 Euro erhalten haben. Mit auf den Weg gab es noch eine Maßregelung von Rummenigge: "Es ist nicht angebracht, dass man nach dem ersten oder zweiten Spiel gleich erbost hier davonläuft. Er wird noch seine Chancen kriegen." Robert Lewandowski hatte übrigens auch etwas zu Coutinho sagen: "Er ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann." Wie dringend diese Kreativität gebraucht wird, hatte sich zuvor gegen die Hertha gezeigt. Trotz klarer Feldüberlegenheit ließen die Bayern den ersten Punkt liegen.

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