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FC Bayern

06.01.2019

Ribéry rastet im Netz aus - und muss hohe Geldstrafe an Bayern zahlen

Frank Ribéry hat seine Kritiker im Netz aufs Übelste beschimpft.
Bild: Kirchner, dpa (Archiv)

Der Streit um ein Goldsteak und obszöne Schimpftiraden sollen Ribéry teuer zu stehen kommen. Der FC Bayern ist bemüht, die Entgleisung seines Stars zu erklären.

FC Bayern-Spieler Franck Ribéry ist im Internet ausgerastet. Ribéry hatte kürzlich ein Video gepostet, in dem ihm ein mit Blattgold verziertes Steak serviert wird. Es gebe keinen besseren Start in das Jahr als eine Prise Salz und einen Besuch bei seinem türkischen Bruder, schrieb der Franzose dazu. Das Steak aus dem Restaurant des türkischen Inhabers soll 1200 Euro kosten.

Daraufhin wurde im Netz massive Kritik an Ribéry laut. Der wiederum revanchierte sich. Au f dem offiziellen Twitter- und Instagram-Account des Bayern-Spielers hieß es nun in französischer Sprache: "Lass uns beginnen mit den Neidern, den Hassern, die sicher durch ein löchriges Kondom entstanden sind. F... Eure Mütter, eure Großmütter und sogar euren Stammbaum."

Franck Ribéry beleidigt Kritiker im Netz

Es ließ sich zunächst nicht klären, ob der Fußballer die Aussagen selbst geschrieben hat. Vom FC Bayern München gab es keine offizielle Stellungnahme zum Verhalten des Spielers. Der Verein will den Fall intern behandeln. Nach dpa-Informationen missbilligt der deutsche Fußball-Meister die Art und Weise, wie sich der Franzose auf seinen Social-Media-Kanälen gegen die Kritik gewehrt hat.

Der 35-Jährige, der wütend auf Landsleute war, griff auch Medien an. "Außerdem, mit Bezug auf die Pseudo-Journalisten, die mich immer negativ kritisiert haben, ... Wenn ich etwas spende (denn ich habe gelernt zu geben, wenn ich viel verdiene ...), warum verbreitet dies nicht eines der großen nationalen Medien?", hieß es. "Nein, ihr bevorzugt es, über meinen Urlaub zu sprechen, den ich mit meiner Familie verbringe. Ihr untersucht meine Handlungen und Gesten, was ich esse usw.! Oh ja, für diese Art von Kleinigkeiten seid ihr da!"

Angesprochen auf das Goldsteak und die Frage, ob es im Fußball ein Protzproblem gebe, zeigte sich FC Bayern-Trainer Niko Kovac noch vor dem Posting am Samstag in Doha überrascht. Er werde total auf dem falschen Fuß erwischt, sagte Kovac: "Kann mir das jemand zeigen?"

Der Coach sagte weiter: "Es muss jeder für sich selbst entscheiden, was und wie er es macht. Das ist ein Teil der Demokratie. Wir sollten nicht immer alle irgendwo urteilen über jemanden. Immer schön bei sich anfangen und dann zum anderen gehen, wenn überhaupt zum anderen gehen."

Der FC Bayern ist indes bemüht, die Entgleisung seines Stars zu erklären, bestraft ihn aber auch. Für die schriftlichen Entgleisungen und Obszönitäten muss der französische Fußballstar laut Sportdirektor Hasan Salihamidzic eine "hohe" Summe bezahlen. "Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern München nicht akzeptieren können und die Franck als Vorbild und als Spieler des FC Bayern nie benutzen darf", erklärte Salihamidzic am Sonntag in Katar.

Salihamidzic war in seinem Statement auf der Trainingsanlage in Doha bemüht, das Verhalten des Emotionsmenschen Ribéry zu entschuldigen. "Er hat ja nichts bezahlt. Er wurde eingeladen und daraufhin, weil das falsch dargestellt wurde, wurde Franck aufs Übelste beschimpft und beleidigt. Aber nicht nur Franck, sondern auch seine hochschwangere Frau und sein Kind, seine Mama, die im Krankenhaus operiert wurde", sagte Salihamidzic in der Mittagshitze von Katar.

"Daraufhin hat sich Franck vor seine Familie gestellt, hat sich gewehrt, hat die Familie verteidigt. Da hat er auch jedes Recht dazu, da unterstütze ich den Spieler auch. Leider ist das in einem Punkt total entgleist", kommentierte der Sportdirektor.

Wie viel der Profi zahlen muss, verriet Salihamidzic nicht. Die Summer werde sehr hoch sein, sagte der Sportdirektor nur. "Ich habe lange mit Franck gesprochen und ihm auch mitgeteilt, dass er eine hohe Geldstrafe bekommen hat. Die Strafe hat er auch akzeptiert." Die bislang wohl höchste Geldstrafe im Verein hatte Musterprofi Philipp Lahm im Jahr 2009 zahlen müssen, als er nach einem Interview mit 50.000 Euro zur Kasse gebeten wurde.

Ribéry: Ärger mit Journalisten

Ribéry, dessen Vertrag am Saisonende beim FC Bayern ausläuft, hatte in dieser Saison schon einmal für Wirbel gesorgt. Nach dem Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund (2:3) war er einen französischen TV-Mitarbeiter angegangen.

Fünf Tage später hatte er erklärt: "Es war natürlich falsch, was ich gemacht habe. Es ist immer schwierig nach einem Spiel, weil ich sehr emotional war. Ich habe zu Patrick Entschuldigung gesagt, auch an seine Familie." (dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

05.01.2019

Das kommt dabei raus, wenn man einen "Straßenköter" vergoldetes "Chappi" serviert.

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05.01.2019

Wie sagte doch der AIC Bürgermeister beim Neujahrsempfang: Viele Fußballer sind bildungstechnisch sehr unterbelichtet, das trifft auf Ihn wohl auch zu. Ich versteh nur den FCB nicht, warum wieder Vertragsverhandlungen mit solchen Rüpeln gemacht werden, anstatt ihn auszusortieren. Jetzt gäbs evtl. nach eine Ablöse.

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