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Nach WM-Blamage

20.07.2018

Rummenigge attackiert DFB: Nur Amateure am Werk

Karl-Heinz Rummenigge hat derzeit keine gute Meinung vom DFB.
Bild: Britta Pedersen (dpa)

karl-Heinz Rummenigge greift den DFB nach dem WM-Aus scharf an. Seiner Meinung nach würde ein ehemaliger Spieler des FC Bayern dem Verband gut tun.

Trotz des WM-Debakels hat Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge das Festhalten an Joachim Löw als Bundestrainer begrüßt und traut ihm auch den Neustart zu. "Man sollte Jogi Löw die Chance geben, er hat zwölf Jahre lang einen überragenden Job gemacht", sagte Rummenigge am Freitag in München über den Weltmeistercoach von 2014. Deutschland war in Russland als Titelverteidiger schon in der Vorrunde gescheitert.

"Einem solchen Mann ist man dann trotzdem auch ein Stück weit zur Dankbarkeit verpflichtet und deshalb ist es in dieser Richtung die richtige Entscheidung, Jogi Löw weiterhin mit der Betreuung zu beauftragen", sagte der Vorstandschef der Münchner.

Den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kritisierte Rummenigge dagegen bei der Fehleranalyse scharf. "Ich stelle nur fest, dass beim DFB komplett Amateure das Geschehen übernommen haben und da spielen auch Leute wie (Vizepräsident Rainer) Koch und andere Landesfürsten eine Rolle", kritisierte Rummenigge.

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"Es ist eine Krise des DFB und der DFB muss sich fragen, ob er in dieser Krise die richtigen Lösungsansätze sieht oder eben nicht. Ich bin da ein Stück zumindest irritiert, mit welchem Engagement man versucht, im Moment diese Dinge zu lösen", monierte Rummenigge. "Ich bin nicht überzeugt, dass am Ende des Tages die richtigen Ansätze gefunden werden mit diesen Leuten, wie das da gerade abläuft."

Lahm "perfekt passend" für den DFB

Der Bayern-Boss würde es  begrüßen, wenn Philipp Lahm einen Posten beim DFB übernimmt. "Ich halte Philipp Lahm und seinen Berater Roman Grill als perfekt passend für den DFB, weil Philipp diese Qualität hat, möglicherweise für einen Verband zu arbeiten. Das wäre vielleicht eine interessante Lösung", sagte Rummenigge. Rummenigge könnte sich für den langjährigen Bayern-Spieler und Kapitän der Weltmeisterelf von 2014 zum Beispiel eine Stelle als Vizepräsident vorstellen, "um dem Präsidium ein Stück mehr Professionalität zu geben."

Zuletzt hat sich der Ehrenspielführer mit Ratschlägen an Bundestrainer Joachim Löw als möglicher Unterstützer eines Reformprozesses beim DFB in Stellung gebracht. Löw solle künftig einen strafferen Führungsstil pflegen, war eine der Forderungen des 34-Jährigen. (dpa)

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