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FC Bayern

08.07.2011

Rummenigge droht mit Stadionverboten und lobt Neuer

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Rummenigge droht einer Fangruppierung mit Stadionverboten.

Die neuerlichen Anfeindungen gegen Manuel Neuer haben bei Karl-Heinz Rummenigge fast für "Tobsuchtsanfälle" gesorgt.

Die Nachricht von dem Fanplakat, das trotz der Vereinbarungen, die am vergangenen Samstag zwischen Verein und Fangruppierungen getroffen worden waren, beim ersten Testspiel aufgehängt wurde, hat Rummenigge mit großem Ärger aufgenommen. "Ich habe fast einen Tobsuchtsanfall bekommen, muss ich ehrlich sagen". Wie Präsident Uli Hoeneß und Finanzvorstand Karl Hopfner habe Rummenigge gedacht, dass die Dinge mit den Fans "final geklärt" seien: "Ich war stocksauer und sehr enttäuscht."

Für Neuer tue es Rummenigge "sehr leid", dass er trotz des zunächst freundlichen Empfangs in München im Trainingslager erneut angefeindet wurde. Allerdings bewundere er den 25-Jährigen für dessen Gelassenheit: "Er hat absolut seriös reagiert. Ich kann nur sagen, er scheint eine ausgeprägt positive Persönlichkeit zu sein", lobte Rummenigge seinen Neuzugang.

Der Vorstand hatte sich bereits einen Tag nach dem Testspiel von dem Plakat mit der Aufschrift "Du kannst auch noch so viele Bälle Du kannst auch noch so viele Bälle parieren, wir werden dich nie in unserem Trikot akzeptieren" distanziert und mitgeteilt: "Der Versuch dieser kleinen Gruppierung, einen Keil in die Übereinkunft zwischen den Teilnehmern des Runden Tisches zu treiben, wird sowohl von den Verantwortlichen des FC Bayern München als auch von den Fanvertretern zurückgewiesen."

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Im Falle weiterer Schmähungen durch Fans gegen Nationaltorhüter Manuel Neuer hat er mit Stadionverboten gedroht. "Diese Leute sind unerwünscht. Wer immer noch nicht kapiert hat, dass diese Aktionen unangebracht sind, dem ist nicht zu helfen. Dem muss geholfen werden", sagte der 55-Jährige im Trainingslager des Rekordmeisters in Riva del Garda (Italien): "Unsere Geduld ist am Ende."

Im Falle der jüngsten Anfeindungen einer kleinen Fangruppierung am Rande eines Testspiels am Gardasee seien dem Verein allerdings die Hände gebunden. "Die Problematik liegt im Detail. Es handelt sich um eine sehr kleine Gruppe, die nicht Mitglied ist", erklärte Rummenigge erneut. Zwar hatte der Vorstand der Bayern die Personen bereits am Donnerstag als "persona non grata" bezeichnet, weitreichende Sanktionen seien aber nur "bedingt möglich".

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