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FC Bayern

28.02.2021

Selbst ein 5:1-Sieg kann beim FC Bayern einen Makel tragen

Serge Gnabry bedankt sich bei Lucas Hernandez für dessen Vorlage zum 4:1 gegen den 1. FC Köln.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Obwohl die Münchner 5:1 gegen Köln gewinnen, wirken sie kurzzeitig angeschlagen. Letztlich überfordern aber die Einwechselspieler des Tabellenführers die Rheinländer.

Hansi Flick wollte sich so schnell nach dem Abpfiff keine abschließende Meinung bilden. "Darüber schlafe ich eine Nacht, das ist meistens der bessere Weg", sagte der Trainer des FC Bayern, nachdem seine Mannschaft den 1. FC Köln mit 5:1 bezwungen hatte. Die Nachtruhe wollte er nicht nutzen, um zu einem scharfen Urteil bezüglich seiner Offensivabteilung zu gelangen. Die hatte mal wieder vorzüglich gearbeitet und unter anderem Torjäger Robert Lewandowski die Treffer 27 und 28 auf der Jagd nach Gerd Müllers nur scheinbar ewigen Rekord (40) ermöglicht.

Trotz des letztlich hohen Erfolgs war es erneut die Defensive, die dem Trainer nur bedingt gefallen konnte. Eine Halbzeit lang war sie gegen ängstliche Kölner ausschließlich gefordert, wenn es darum ging, den Ball mit einem Einwurf wieder zurück ins Spiel zu bringen. Auch in der 49. Minute hätte es lediglich eines minimalinvasiven Eingriffs bedurft, um weiterhin einem mühelosen Sieg entgegenzustreben.

Alaba und Boateng holen Köln zurück ins Spiel

Aber weder David Alaba noch Jérôme Boateng wollten sich des an der Strafraumkante verwaisten Balles annehmen, sodass Ellyes Skhiri die Partie mit seinem Lupfer über Manuel Neuer hinweg zum 1:2 aus Kölner Sicht wieder spannend gestaltete. Eric-Maxim Choupo-Moting und Lewandowski hatten die Münchner in der ersten Hälfte in Führung geschossen.

Nach Skhiris Anschlusstreffer aber verfielen die Münchner in das schon bekannte Muster, dem Gegner viel Platz bei Konterversuchen einzuräumen. Den Kölnern aber fehlte die Klasse, das auszunutzen. Die Münchner wiederum wechselten mit Thomas Müller und Serge Gnabry letztlich die Beruhiger des Spiels ein. Beide hatten zuletzt wegen einer Corona-Infektion (Müller) beziehungsweise eines Muskelfaserrisses (Gnabry) pausiert.

Der Treffer von Ellyes Skhiri r ließ die Kölner kurzzeitig hoffen.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Müller zeigte 34 Sekunden nach seiner Einwechslung für den diesmal schwachen Jamal Musiala, dass er wenig Zeit braucht, um Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Lewandowski vollstreckte seine Vorlage zum 3:1. Weil Dominick Drexler kurz darauf zwar Manuel Neuer den Ball an der Außenlinie abnahm, mit seinem Schuss aus gar nicht mal so spitzem Winkel am Pfosten scheiterte, gerieten die Münchner nicht noch mal in Verlegenheit. Im Gegenteil: Gnabry wies die Kölner mit seinen beiden Treffern zum Endstand nochmals vehement darauf hin, dass es eben einen Unterschied gibt, Müller oder ihn selbst einwechseln zu können, während auf der Gegenseite eben Drexler von der Bank aus kommt. Dann fällt auch ein Patzer in der Defensive nicht so schwer ins Gewicht.

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