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Bundesliga

13.06.2020

Slapstick und Goretzka: FC Bayern kurz vor Titelgewinn

Leon Goretzka (r) wurde beim Spiel gegen Gladbach zum Matchwinner.
Bild: Matthias Balk, dpa

Der FC Bayern glänzt beim 2:1-Erfolg gegen Mönchengladbach nicht, gewinnt aber trotzdem. Für den glücklichen Sieg sorgt Leon Goretzka kurz vor Schluss.

Dem FC Bayern ist die achte Meisterschaft in Folge nur noch theoretisch zu nehmen. Die Münchner setzten sich am Samstagabend im Spitzenspiel der Bundesliga mit 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach durch und haben drei Spieltage vor Schluss sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Dortmund. Weil der BVB seine Partie zuvor gegen Düsseldorf mit 1:0 gewonnen hatte, war schon vor dem Anpfiff in München klar, dass die Münchner mit wie auch immer gearteten Meisterfeierlichkeiten zumindest bis Dienstag warten müssen. Dann reicht ein Sieg gegen Bremen.

Gegen Mönchengladbach taten sich die Bayern über weite Strecken schwer. Die Münchner wirkten nicht mehr so spritzig, präzise und entschlossen wie noch in den Vorwochen. Ein Trend, der sich bereits unter der Woche beim mühsamen 2:1-Erfolg im Pokal gegen Frankfurt angedeutet hatte. Letztlich aber sorgte Leon Goretzka in der 86. Minute für den glücklichen Siegtreffer seiner Mannschaft.

Trainer Hansi Flick veränderte aus unterschiedlichen Gründen die Startelf seiner in den vergangenen so erfolgreichen wie eingespielten Mannschaft. Während Robert Lewandowski und Thomas Müller aufgrund von Gelbsperren fehlten, spendierte der Trainer den zuletzt viel beschäftigten Alphonso Davies und Kingsley Coman aus freien Stücken eine schöpferische Pause. Auf Thiago wiederum wird Flick wohl bis zum Saisonende nicht zurückgreifen können. Der Spanier musste sich einer Leistenoperation unterziehen.

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Cuisance mit erstem Startelfeinsatz für den FC Bayern

Stattdessen standen Ivan Persic, Joshua Zirkzee, Lucas Hernandez und Michaël Cuisance auf dem Feld. Letzterer lief somit erstmals von Beginn an für die Münchner auf. In der Vorsaison stand er noch in Gladbach unter Vertrag. Borussen-Coach Marco Rose seinerseits konnte nicht auf Top-Stürmer Alassane Plea zurückgreifen, der sich in der vergangenen Woche eine Gelbrote Karte eingehandelt hatte. Weil dann auch noch Ersatzmann Marcus Thuram bereits nach zehn Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, kam mit Breel Embolo Angreifer Nummer drei zum Einsatz.

Den Münchnern schadeten die Umstellung sichtbar mehr als ihrem Gegner. Kaum einmal kombinierten sie sich zügig durch das Mittelfeld, das Pressing verpuffte erstaunlich oft im Niemandsland. So waren es die Gladbacher, die erstmals jubelten – allerdings verwehrte Schiedsrichter Felix Zwayer dem Treffer von Jonas Hofmann die Gültigkeit, weil sich dieser knapp im Abseits befunden hatte. Die Bayern hingegen profitierten zehn Minuten später von einem kapitalen Fehlpass des Gladbacher Torwarts Yann Sommer. Der spielte 16 Meter vor dem Tor stehend den Ball in die Füße von Zirkzee. Münchens 19-jähriger Nachwuchsstürmer schob den Ball humorlos ins verwaiste Tor. Es war bereits sein vierter Treffer im achten Bundesligaeinsatz in dieser Saison.

Pavard-Eigentor zum Ausgleich

Dass die Münchner die Führung nicht in die Halbzeit mitnehmen konnten, lag an einer missglückten Grätsche Benjamin Pavards. Statt die Hereingabe von Patrick Herrmann ins Toraus zu befördern, fußelte er sie an Manuel Neuer vorbei ins eigene Tor (37.).

Hatten sich die Bayern in der ersten Hälfte trotz der zahlreichen Umstellungen noch manche Torchance erarbeiten können, versandete das Offensivspiel nach der Pause komplett. Flick reagierte und wechselte Davies und Coman für die blassen Hernandez und Cuisance in der Hoffnung ein, sie mögen die stärker aufkommenden Gladbacher zurückdrängen. Fortan zeigten sich die Münchner tatsächlich griffiger - ohne allerdings vorerst wirklich gefährlich vor Sommer aufzutauchen. Mit einem der wenigen durchstrukturierten Angriffe kamen die Bayern schließlich aber doch noch zum Erfolg. Pavard fand in der 86. Minute den aufgerückten Goretzka in der Mitte, der aus wenigen Metern nur noch einzuschieben brauchte. Die Meisterschaft ist den Münchnern nun wirklich nur noch theoretisch zu nehmen.

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