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FC Bayern

01.09.2019

War es das für Jerome Boateng?

Wechselt wahrscheinlich zu Juventus Turin: Jerome Boateng
Bild: Ulrich Wagner

Trotz schleppenden Beginns gewinnen die Münchner deutlich gegen Mainz. Für Jérôme Boateng könnte es das letzte Spiel in der Allianz-Arena gewesen sein.

Oft ist nicht zu sagen, ob jemand einen ganz hervorragenden Modegeschmack hat – oder gar keinen. Im Falle von Jérôme Boateng ist das anders. Der Mann wurde vom Männermagazin GQ vor vier Jahren als „stilvollster Mann Deutschlands“ ausgezeichnet. Daher ist auch klar, dass jene weit geschnittenen Shorts mit Schottenmuster, in der er am Samstag die Allianz-Arena nach dem 6:1-Sieg gegen Mainz verließ, ein ausgesprochen schickes Teil ist. Man muss es nur tragen können. Boateng hatte allerdings keine Lust, über sein Outfit zu reden. Genau genommen, hatte er überhaupt keine Lust mit Journalisten zu reden und eilte – das Handy ans Ohr gepresst – durch jenen Bereich, der zur Zusammenführung von Reportern und Sportlern konzipiert wurde.

Es hätte ja durchaus Themen gegeben, zu denen Boateng einen bereichernden Beitrag hätte leisten können. Am drängendsten sicher zur Frage, wo er denn nun seine sportliche Zukunft sieht. Schließlich kam er am Samstag wieder nicht zum Einsatz. Und das, obwohl Trainer Niko Kovac wieder mit drei nominellen Innenverteidigern spielen ließ – Benjamin Pavard allerdings als Rechtsverteidiger für den ins Mittelfeld beorderten Joshua Kimmich. Auch Hasan Salihamidzic war keine große Hilfe, um die Zukunft des 30-Jährigen zu deuten. „Muss man mal schauen. Der Transfermarkt geht bis zum 2. September. Der FC Bayern lässt sich immer alle Optionen offen“, blieb der Sportdirektor eher allgemein.

Beim Lederhosen-Shooting fehlte Boateng bereits

Weil Boateng am Sonntag nicht zum jährlichen Lederhosen-Foto-Shooting für einen Sponsor des FC Bayern erschien, ist wahrscheinlich, dass er den Verein verlässt, kurz bevor das Transferfenster schließt. Offenbar ist der italienische Rekordmeister Juventus Turin überaus interessiert an dem Innenverteidiger, schließlich hat sich Kapitän Giorgio Chiellini eine Kreuzbandverletzung zugezogen und fällt länger aus.

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Die Partie gegen Mainz zeigte, dass die Münchner nicht mehr auf die Dienste Boatengs angewiesen sind. Lucas Hernández und Niklas Süle bilden ein imposantes Abwehrduo. Auch weiter vorne sind die Münchner herausragend aufgestellt. Irritierenderweise aber fand das Mittelfeld-Trio Thiago-Kimmich-Coutinho nur selten eine Verbindung zueinander. Dem frühen Gegentor von Jean-Paul Boëtius ging ein doppelter Fehler von Pavard voraus. Der erzielte allerdings mit einem schönen Volleyschuss nach ebenso schöner Vorarbeit von Ivan Perisic auch den Ausgleich.

Endgültig in Richtung der Bayern kippte das Spiel dank eines sehenswerten Freistoßtreffers von David Alaba kurz vor der Pause.

Dass Robert Lewandowski mit seinem Treffer zum 5:1 die alleinige Führung in der Torschützenliste übernahm und Thomas Müller nach seiner Einwechslung noch zwei Treffer vorbereitete, rundete einen gelungenen Münchner Tag ab. Nur nicht für Boateng.

Bayern München Neuer – Pavard, Süle, Lucas Hernández, Alaba – Kimmich – Thiago (79. Cuisance), Philippe Coutinho (67. Müller) – Coman, Lewandowski, Perisic (67. Davies) FSV Mainz 05 Fl. Müller – Pierre-Gabriel, Niakhaté, Hack, Martín – Fernandes, Latza (46. Kunde Malong) – Baku, Boëtius – Burkardt (56. Szalai), Onisiwo (83. St. Juste) Tore 0:1 Boëtius (6.), 1:1 Pavard (36.), 2:1 Alaba (45.+1), 3:1 Perisic (54.), 4:1 Coman (64.), 5:1 Lewandowski (78.), 6:1 Davies (80.) Zuschauer 75 000 Schiedsrichter Markus Schmidt

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