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FC Bayern

22.02.2021

Wie aus dem FC Bayern eine ganz normale Mannschaft wurde

Kingsley Coman räumt ein, dass die Bayern derzeit ein wenig müde seien.
Bild: Tom Weller, dpa

Der FC Bayern spielt nicht mehr außergewöhnlich. Nun wartet Lazio Rom. Es ist eine Formdelle zur Unzeit. Immerhin: Der Blick in die Zukunft kann optimistisch stimmen.

Mittlerweile sind die Bayern soweit, sich für ganz normale Sterbliche zu halten. Wochenlang hatten sie verneint, dass die enormen Belastungen der vergangenen zwölf Monate Auswirkungen auf bajuwarischen Körper und Geist haben könnte. Ein Jahr lang sah es so aus, als könnten sich diese Münchner tatsächlich über die Gesetzmäßigkeiten vernünftiger Belastungssteuerung hinwegsetzen. Hier eine Meisterschaft, da ein Champions-League-Titel, zwischendurch ein wenig supercupen und das Œuvre schließlich noch mit dem Titel des Vereinsweltmeisters garnieren.

Die Bayern rauschten durch die Wettbewerbe und wann immer sie darauf angesprochen wurden, dass sie jetzt aber endlich mal die Müdigkeit übermannen müsse, sagte Trainer Hansi Flick in etwa, dass Müdigkeit nur Einbildung sei.

Der Vorsprung des FC Bayern ist zusammengeschmolzen

Seit einer Woche aber nun liegt der Verdacht nahe, bleierne Schwere habe Besitz von einigen Spielern ergriffen. Dem 3:3 gegen Bielefeld ließen die Münchner ein 1:2 gegen Frankfurt folgen. Die sieben Punkten Vorsprung in der Meisterschaft ist auf zwei zusammengeschmolzen und am Dienstag steht das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Lazio Rom an (21 Uhr, Sky).

Auch Bayern-Trainer Hansi Flick räumt mittlerweile an, dass seine Mannschaft etwas müde ist.
Bild: Leon Kuegeler, dpa

Eine Formdelle zur Unzeit. Eine, bei der man sich gar nicht mehr die Mühe macht, sie zu kaschieren. Es liege "ein wenig an der Müdigkeit", räumte Kingsley Coman am Tag vor der römischen Prüfung ein. Sein Trainer wollte zwar "keine Ausreden suchen, aber wir wissen, was in den letzten Tagen passiert ist."

Belastung und Krankheiten schwächen die Münchner

In den letzten Tagen sind die Bayern nach Katar und wieder zurückgeflogen, haben dort zwei Spiele bestritten, Benjamin Pavard sowie Thomas Müller haben sich mit Covid-19 infiziert und dass sich sowohl Serge Gnabry als auch Douglas Costa und Corentin Tolisso in der Hochbelastungsphase verletzt haben, ist auch nur schwerlich mit Zufall zu begründen. Der FC Bayern sieht zumindest die Gefahr, dass ihm die Saison entgleiten könnte. Als dies zuletzt der Fall war, ersetzte Flick Niko Kovac. Von einer Trainerdiskussion sind die Münchner freilich diesmal ein gutes Stück entfernt.

Noch grüßen sie von der Tabellenspitze und gehen als Favorit in das Duell mit Lazio. Zudem wird Leon Goretzka wieder in die Startelf rücken. Mit seiner Einwechslung zur Halbzeit entfaltete das bayerische Spiel beinahe jene Zwangsläufigkeit, die in der Vergangenheit für Titel gesorgt hatte. Thomas Müller hat seine zweiwöchige Quarantäne bald hinter sich und nach dem Liga-Spiel am Samstag gegen Köln warten zwei Wochen hintereinander auf die Münchner, die nicht von Spezialaufgaben am Dienstag oder Mittwoch unterbrochen werden. Wie bei einer ganz normalen Mannschaft.

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