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FC Bayern München

21.12.2019

Zirkzee rettet die Bayern erneut: FCB gewinnt spät gegen Wolfsburg

Kaum zu glauben: Joshua Zirkzee traf erneut zur späten Führung des FC Bayern.
Bild: Hans Rauchensteiner

Der Niederländer schreibt sein Fußball-Märchen fort: Kurz vor Schluss traf der Niederländer zur Führung des FC Bayern. Die Münchner gewinnen 2:0.

Die Aufgabenstellung von Bayern-Trainer Hansi Flick vor den letzten drei Hinrundenpartien war eindeutig: Drei Siege sollten doch zwingend gegen Bremen, Freiburg und Wolfsburg herausspringen. Gelang das gegen Bremen deutlich und gegen Freiburg in letzter Sekunde, schien ging die Mission ausgerechnet gegen Wolfsburg, gegen den Lieblingsgegner der Münchner (20 Siege bei 23 Heimspielen gegen den VfL Wolfsburg) schiefzugehen: Weil der Rekordmeister mit seinen vielen Großchancen erneut schluderte, stand es bis vier Minuten vor Schluss 0:0.

Doch dann schrieb einer sein persönliches Fußballmärchen fort, der bis vor wenigen Tagen noch kaum einer kannte: Joshua Zirkee. Wie schon gegen Freiburg wurde der 19-jährige Niederländer spät eingewechselt und traf zum goldenen 1:0. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade mal drei Minuten auf dem Platz. Später traf Gnabry zum 2:0-Endstand.

Einen Jubel der Bayern-Fans gab es bereits nach acht gespielten Minuten – allerdings beklatschten sie nicht einen Treffer eines Münchners, sondern den eines Augsburger Spielers: Florian Niederlechner hatte zur FCA-Führung in der zeitgleich stattfindenden Partie gegen Leipzig getroffen. Dass auch der FC Bayern so wenig Zeit wie möglich in eine Abtastphase steckren wollte, zeigte sich wenig später auf dem Rasen in München: Perisic kam aus sechs Metern per Kopfball zum Abschluss, Casteels wehrte aber ab.

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Trotz eines optischen Übergewichts der Bayern versteckten sich aber auch die Gäste aus Niedersachsen nicht. Die Mannschaft von Oliver Glasner griff die Bayern weit in deren Hälfte an. Felix Klaus tauchte nach einem feinen Pass von Xaver Schlager in die Schnittstelle frei vor Manuel Neuer auf – der Bayern-Keeper parierte aber (16.).

Gnabry, Müller und Coutinho hätten die Führung für die Bayern erzielen können

An der Überlegenheit der Bayern änderte das nichts – die näherten sich an eine eigene Führung an: Ein Freistoß von David Alaba aus etwa 20 Metern hätte gepasst – doch erneut war Casteels zur Stelle (23.). Bei einem Distanzschuss von Thomas Müller (26.) oder einem Schuss von Gnabry (29.) fehlte nicht viel. Sogar zwingend fallen müssen hätte die Führung nach einer Kombination , bei der Coutinho als letzter zum Abschluss kam. Der Brasilianer verzog aber aus fünf Metern (42.).

Die mangelhafte Chancenverwertung war den Bayern schon bei den Niederlagen gegen Leverkusen und Mönchengladbach zum Verhängnis geworden. Dass auch Wolfsburg trotz der Feldüberlegenheit der Münchner in der Lage ist, den Bayern weh zu tun, zeigte der VfL bei den seltenen, aber fast immer gefährlichen Gegenstößen.

Javi Martínez musste verletzt ausgewechselt werden

Zu allem Überfluss vergrößerten sich kurz vor der Halbzeitpause die Personalprobleme der Bayern noch: Javi Martínez musste verletzt runter und fällt mit einer Muskelverletzung sechs Wochen lang aus. Für ihn kam mit Jerome Boateng der einzige Feldspieler in die Partie, der nicht für das Drittligateam eingeplant ist. Neben Keeper Sven Ulreich und Boateng befanden sich Sarpreet Singh, Oliver Batista Meier, Leon Dajaku, Lars Lukas Mai und Joshua Zirkzee auf der Bank. Gut möglich, dass Hansi Flick dem ein oder anderen Bayern-Spieler eine Pause gegönnt hätte – gegen Wolfsburg bot sich zum Beispiel der fahrig wirkende Perisic an – doch es fehlte ihm schlichtweg an Alternativen.

Auch nach der Pause drückten die Bayern – und Coutinho nahm erneut außerhalb des Strafraums Maß. Casteels entschärfte aber auch diesen Ball. Die Entlastungsangriffe der Wolfsburger wurden weniger - allerdings wurden die Versuche der Bayern auch zunehmend unpräziser.

Der Wahnsinn um Joshua Zirkzee geht weiter

Als kaum einer noch mit einem Treffer gerechnet hätte, schlug erneut die Stunde von Joshua Zirkzee: In der 83. Minute eingewechselt, traf der Niederländer gerade mal drei Minuten später zur Bayern-Führung - mit seinem ersten Ballkontakt. Schon unter der Woche war der 18-Jährige der Erlöser der Bayern gewesen, als er in der Nachspielzeit gegen Freiburg getroffen hatte. Die Zirkzee-Story - sie ist fast schon zu kitschig, um wahr zu sein. Wie schon unter der Woche war es Gnabry, der nach Zirkzee einen weiteren Treffer folgen ließ. Der kometenhafte Aufstieg von Joshua Zirkzee, der in seinem zweiten Bundesligaspiel den zweiten Treffer folgen ließ - sie ist eine der irrsten Geschichten der Fußball-Bundesliga.

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