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FC Bayern
14.04.2022

Falls Lewandowski geht: Wer könnte Bayerns neue Nummer 9 werden?

Um Bayerns Lewandowski stehen Wechselgerüchte Richtung Barcelona im Raum.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Die Vertragsverhandlungen zwischen Lewandowski und dem FC Bayern gestalten sich zäh. Falls der Pole wirklich geht – wer könnte ihn überhaupt ersetzen?

Gerüchte über einen möglichen Wechsel des polnischen Topstürmers Robert Lewandowski gibt es gefühlt fast stündlich. Tatsächlich ist die Lage beim Rekordmeister aktuell immer noch unklar, denn die Vertragsverhandlungen gestalten sich als äußerst zäh. Da das Arbeitspapier der Münchner Nummer 9 im Sommer 2023 ausläuft, wäre ein Verkauf im Sommer die einzige Möglichkeit, noch Ablöse für den 33-Jährigen zu generieren.

Das größte Interesse an Lewandowski scheint aktuell der FC Barcelona zu haben. Einigen Medienberichten zufolge soll der Pole einem Wechsel sogar schon zugestimmt haben und die Verhandlungen zwischen dem Weltfußballer und den Katalanen auch bereits fortgeschritten sein - was der Vorstandsvorsitzende der Bayern, Oliver Kahn, vehement dementiert hat. Sollte Lewandowski aber tatsächlich den Absprung vorbereiten, müsste sich der FC Bayern auf die Suche nach einem Ersatz machen. Hier sind die Favoriten für die Lewandowski-Nachfolge.

Dortmunds Erling Haaland hat sich mit seinen Leistungen in die Notizbücher aller Spitzenclubs gespielt.
Foto: Bernd Thissen, dpa

Erling Haaland: Der Norweger vom BVB wäre die naheliegendste Lösung für einen Lewandowski-Ersatz. Seine größten Stärken sind seine körperliche Wucht mit einer Körpergröße von 1,94 Metern, verbunden mit seiner Schnelligkeit und seiner Abschlussstärke. Der 21-Jährige ist sozusagen eine Allzweckwaffe. In dieser Bundesliga Saison steht der Youngster bereits bei 16 geschossenen Toren und sieben Vorlagen in 19 Einsätzen. Die Frage die sich jedoch stellt: Kann der Borusse wirklich Konstanz auf die bayrische Stürmerposition bringen? In Pokal, Champions League und Bundesliga kam der Norweger aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit nur in 24 von 38 möglichen Spielen zum Einsatz.

Kein besonders guter Wert für einen Spieler mit einem Marktwert von geschätzten 150 Millionen Euro. Doch keine Frage, der junge Stürmer ist ein Ausnahmetalent. Nicht ohne Grund ist er weltweit heiß begehrt und wird von Vereinen wie Real Madrid und Manchester City umworben. Gerade die zahlreichen hochklassigen Mitbewerber könnten wohl letztendlich der Grund für ein Nicht-Zustandekommen eines Haaland-Transfers zu Bayern sein.

Patrik Schick: Der Tscheche von Bayer Leverkusen wäre die günstige Haaland-Alternativ. Auch er ist mit seinen 1,91 Meter stark in der Luft, torgefährlich und mit 26 Jahren gerade im besten Fußballeralter angelangt. In 22 Bundesliga Spielen in dieser Saison erzielte er bereits 20 Tore und legte drei vor. Auch er blieb jedoch in dieser Saison nicht von Verletzungen verschont. Er musste sowohl mit einem Bänderriss im Sprunggelenk, als auch mit einem Muskelfaserriss fertig werden. Alles in allem wäre der Tscheche mit 40 Millionen Marktwert aber ein guter Lewandowski-Ersatz.

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Sebastian Haller: Der Toptorschütze der niederländischen Eredivise geht seit Januar vergangenen Jahres für Ajax Amsterdam auf Torejagd. Nachdem der Stern des 27-Jährigen zunächst bei Eintracht Frankfurt aufging, wo er Teil der sogenannten Büffelherde war, wechselte er im Herbst 2019 zum englischen Premier League Club West Ham United, ehe es in dann eineinhalb Jahre später nach Holland zog. Auch Haller muss sich mit seinen 1,90 Meter nicht vor seinen Mitkonkurrenten verstecken und seine Zahlen sprechen ebenfalls eine klare Sprache. Der Nationalspieler der Elfenbeinküste kam in 26 von 29 möglichen Ligaspielen zum Einsatz und schoss dabei nicht nur 20 Tore, sondern bereitete auch 7 vor.

Die Zahlen, die am meisten beeindrucken, sind aber die aus der Champions League. Mit elf Toren und zwei Vorlagen verhalf Haller seinem Team zum ungeschlagenen ersten Platz vor dem BVB. Haller wäre wohl für 30 Millionen zu haben und damit ein relativ günstiger Nachfolger, der bereits Bundesliga Erfahrung hat und in jedem Wettbewerb gute Zahlen garantiert. Alles in allem kein schlechter Deal.

Darwin Nunez: Eine etwas ausgefallenere Lösung für die Nachfolge von Robert Lewandowski ist Darwin Nunez. Der 22-jährige Uruguayer spielt aktuell als Stürmer bei Benfica Lissabon und trifft dort wie am Fließband. In 29 möglichen Ligaspielen kam Nunez in 24 Partien zum Einsatz und traf 24 Mal. Zudem steuerte er drei Vorlagen bei. Auch in der Champions League konnte er in dieser Saison überzeugen. In neun Spielen kam Nunez in jeder Partie zum Einsatz und traf fünf Mal. Der FC Bayern könnte sich mit Nunez ein aufregendes, junges Talent nach München holen. Der Marktwert des Urus liegt aktuell bei circa 40 Millionen. Hierbei müsste der FC Bayern wahrscheinlich noch einiges drauflegen. Ein teurer, aber potenziell unglaublich guter Transfer.

Video: SID

Kai Havertz: Der letzte im Bunde ist einer, der zwar keine klassische Nummer 9 ist, sonst aber perfekt ins Anforderungsprofil des deutschen Rekordmeisters passt. Havertz ist deutscher Nationalspieler, jung, groß, bringt herausragende Leistungen und hat in seiner Zeit bei Bayer Leverkusen bereits Bundesliga- sowie mit Leverkusen und dem FC Chelsea Champions League-Erfahrung gesammelt.

Der 1,90-Meter-Mann hat in dieser Saison bisher 22 Premier League Spiele absolviert und dabei neben Spielern wie Werner, Mount, Lukaku oder Pulisic bereits zehn Scorerpunkte gesammelt. Auch in der Königsklasse erzielte er als offensiver Mittelfeldspieler, oder hängende Spitze drei Tore in Einsätzen. Für eine Lewandowski-Nachfolge ist Havertz trotzdem die unwahrscheinlichste Wahl aus dieser Liste, da die Bayern im Falle eines Transfers nicht nur die Ablöse von vermutlich 70 bis 90 Millionen Euro stemmen, sondern auch ihr System an den 22-Jährigen anpassen müssten. In der weiteren Auswahl muss Havertz aber definitiv sein.

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