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FC Bayern
05.11.2023

Thomas Tuchel in der Trotzphase

Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte irgendwann genug: Er verwarnte Bayern-Trainer Thomas Tuchel (in weiß).
Foto: Ulrich Hufnagel, witters

Dem souveränen Sieg gegen Borussia Dortmund lässt der Trainer des FC Bayern München ein reichlich unsouveränes Auftreten folgen. Warum der 50-Jährige derart gereizt nach dem 4:0 wirkt.

Mitunter sind es kleine Gesten, die viel über den Gemütszustand eines Menschen aussagen. Thomas Tuchel hatte bereits auf dem Podium für die Pressekonferenz Platz genommen. Als BVB-Sprecher Sven Westerschulze den Bayern-Trainer bat, einen Stuhl weiterzurücken, damit er sich als Moderator wie üblich zwischen diesen und Dortmunds Coach Edin Terzic setzen konnte, ignorierte Tuchel die Bitte kommentarlos und blieb sitzen. Das hatte durchaus symbolischen Charakter. Dem 50-Jährigen war in diesem Moment so ziemlich alles egal. Nicht einmal ansatzweise machte er sich die Mühe, sein Innenleben zu verbergen. Tuchel befand sich den gesamten Abend über in einer Trotzphase.

4:0 (2:0) hatte der FC Bayern München bei Borussia Dortmund gewonnen. Nichts weniger als eine Machtdemonstration des Meisters. Mit der besten Saisonleistung wischten die Bayern jeglichen Zweifel ob ihres Leistungsvermögens einfach weg. Wer mutmaßte, nach dem peinlichen Aus im DFB-Pokal gegen den Drittligisten aus Saarbrücken würden die zuletzt emporstrebenden Dortmunder die Münchner vollends ins Wanken bringen, der sah sich getäuscht. Wie so oft zeigten die Bayern just in dem Moment eine außerordentliche Leistung, wenn sie mehr denn je gefragt war. Von den personellen Widrigkeiten in der Abwehr ließen sie sich nicht beeindrucken, stattdessen lenkten sie die Partie bereits in der Anfangsphase durch die Treffer des genesenen Dayot Upamecano und des alles überragenden Dreifach-Torschützen Harry Kane in die gewollte Richtung. 

Dietmar Hamann und Lothar Matthäus sehen keine Entwicklung beim FC Bayern München

Doch nicht die Mannschaft und deren beeindruckende Vorstellung im lärmenden Stadion werden in Erinnerung bleiben, sondern vor allem ein bockiger Tuchel, der keine Interview-Gelegenheit auszulassen schien, sich an den Sky-Experten Lothar Matthäus und Dietmar Hamann abzuarbeiten. Diese hatten von unzufriedenen Spielern und fehlender Weiterentwicklung unter Tuchels Regie gesprochen. Bereits vor der Begegnung hatte der Bayern-Trainer beim obligatorischen TV-Interview äußerst gereizt auf diese Kritik reagiert. Nach dem Erfolg im deutschen Bundesliga-Klassiker gab sich Tuchel weiterhin angriffslustig, statt – in sich ruhend durch den eigenen Erfolg – den souveränen Sieger zu geben. 

Tuchels Anwesenheit beim übertragenden TV-Sender ist vertraglich verpflichtend, wirklich Lust verspürte der Trainer allerdings keine, sich mit Matthäus, Moderator Sebastian Hellmann und Expertin Julia Simic zu unterhalten. Dünnhäutig präsentierte er sich, kurz und ironisch antwortete er auf Fragen. "Lothar kann das machen, und wenn nicht, kann es Didi (Hamann) machen", sagte Tuchel zu Beginn der vermeintlichen Analyse. Matthäus versuchte zu beschwichtigen, als er sagte: "Wenn ich ab und zu eine andere Meinung habe, Thomas, muss es ja nicht so ausgetragen werden. Ich sehe es und akzeptiere es." 

Als Hellmann zum Ende des Interviews nochmals die Kritik und Tuchels Reaktion darauf zum Thema machte, und auch Matthäus etwas dazu sagen wollte, bügelte der Bayern-Trainer ab. "Ich möchte gar nicht in die Diskussion, wenn ich durch bin, möchte ich gehen, das ist mir too much (zu viel)." Er verabschiedete sich mit: "Ihr habt den Job, ihr dürft das benennen, wie ihr möchtet. Da ist gar keiner sauer. Wir haben 4:0 gewonnen, jetzt müsst ihr eine 180-Grad-Wende machen, viel Spaß." Auf der Pressekonferenz hielt Tuchel seine Haltung aufrecht. Auch dort teilte der Münchner Coach weiter aus: "Für keine Weiterentwicklung und ein schlechtes Innenverhältnis zwischen Trainer und Mannschaft sah es ganz okay aus. Den Rest erfahrt ihr von den Experten."

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Mit Mainz, Dortmund, Paris St. Germain und Chelsea feierte Tuchel teils grandiose Erfolge, er zählt zu Europas Top-Trainern, seine Fachkompetenz ist unumstritten, doch in der Öffentlichkeit lässt der belesene Fußballlehrer mitunter Souveränität vermissen. Wissen musste er, dass bei einem Weltklub andere Maßstäbe angesetzt werden. Dass kleinste Dellen große Wellen auslösen können. Dass das mediale Umfeld in München enorme Ausschläge nach oben und unten aufzeigt. Dass nicht ausschließlich Resultate zählen, sondern zugleich der Weg dorthin. 

Spekulieren lässt sich daher, warum der 50-Jährige derart angefasst wirkte. Warum sein Ego verletzt schien. Es könnte mit eigenen Ansprüchen zusammenhängen. Selbst im Dortmunder Stadion holte Tuchel wiederholt das Aus im DFB-Pokal ein. Ein erster Titel ist futsch, ehe der Wettbewerb so richtig angefangen hat. Zum vierten Mal in Folge wird der Titelträger nicht der FC Bayern München sein. Mit dem Selbstverständnis des Klubs, wohl auch Tuchels, lässt sich das schwerlich vereinen. "Eine Niederlage im K.-o.-Spiel wird uns immer maximal frustrieren und ärgern. Mit der Narbe müssen wir jetzt leben. Es gibt aber ein Leben nach dem Pokal-Aus." 

Zumindest in der Liga und in der Champions League befinden sich die Bayern auf Kurs. Mit einem Erfolg gegen Galatasaray Istanbul (Mittwoch, 21 Uhr) würden sie bereits den Einzug in die K.-o-Phase perfekt machen. Und die Begegnung in eigener Arena überträgt nicht Sky, sondern DAZN. In den Interviews mit Tuchel könnte es also bedeutend entspannter zugehen.

Dortmund Kobel – Marius Wolf (46. Süle), Hummels, Schlotterbeck, Ryerson – Özcan (57. Nmecha), Sabitzer – Malen (57. Adeyemi), Brandt (66. Moukoko), Reus – Füllkrug (79. Haller)

München Neuer – Mazraoui, Upamecano (60. Pavlovic), Kim, Davies – Laimer, Goretzka – Sané (89. Müller), Musiala (89. Choupo-Moting), Coman – Kane 

Tore 0:1 Upamecano (4.), 0:2 Kane (9.), 0:3 Kane (72.), 0:4 Kane (90.+3) Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) Zuschauer 81.365 (ausverkauft) 

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