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Nach Double-Gewinn: Bleibt Max Eberl Sportvorstand beim FC Bayern?

FC Bayern München

Zweifel um neuen Vertrag: Wie geht es mit FCB-Sportvorstand Max Eberl weiter?

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    Mittendrin in den Feierlichkeiten: Max Eberl und die Spieler des FC Bayern nach dem Pokalsieg in Berlin.
    Mittendrin in den Feierlichkeiten: Max Eberl und die Spieler des FC Bayern nach dem Pokalsieg in Berlin. Foto: Soeren Stache, dpa

    Max Eberl sprach mit leiser Stimme. Immer wieder wippte er von einem Fuß auf den anderen. Glücklich und gelöst wirkte der Sportvorstand des FC Bayern München nicht. 3:0 hatten die Münchner das Finale im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart gewonnen, was zum einen das erste Double seit sechs Jahren bedeutete, zum anderen aber auch ein Grund für Freude sein sollte. Immerhin hat der Rekordmeister eine erfolgreiche Saison gespielt.

    Eberl aber wirkte eher, als müsste er das Scheitern erklären, als er um kurz vor Mitternacht im Bauch des Berliner Olympiastadions vor den Kameras stand. Es ging um seine Zukunft, die nicht geklärt ist, was allerdings auch nicht zwingend am Tag des Finales entschieden werden muss. Ehrenpräsident Uli Hoeneß aber hatte sich diesen Zeitpunkt ausgesucht, um Zweifel zu streuen.

    So sprach der 74-Jährige in einem Interview mit dem Spiegel davon, dass die Tendenz beim Vertrag von Eberl, der bis Mitte 2027 läuft, bei „60 zu 40 für eine Verlängerung“ liege. Er meinte aber auch: „Da sind noch Zweifel.“ Ein Satz mit ungeheurer Wucht. Und ein Satz, der Eberl traf.

    Max Eberl kann beim FC Bayern einige Erfolge für sich reklamieren

    Zwar versuchte der 52-Jährige, abgeklärt und ruhig die Situation zu beschreiben, allerdings hatte er erkennbar Probleme, damit routiniert umzugehen. Sein Fell sei dick geworden, meinte er nach nun fast zweieinhalb Jahren beim Rekordmeister. Weil immer wieder Störgeräusche aufkommen. Weil immer wieder an seiner Arbeit gezweifelt wird. Trotz der Erfolge.

    In Eberls Verantwortung liegt etwa die Verpflichtung von Trainer Vincent Kompany, die zunächst auch nicht mit großem Wohlwollen aufgenommen worden war. War der Belgier doch vermeintlich nicht die erste Wahl. Mittlerweile aber sind die Zweifel größter Zustimmung gewichen. Zudem hat Eberl die überragenden Außenbahnspieler Michael Olise und Luis Diaz verpflichtet. Und doch wird er immer kritisch beäugt. Weil er eigenwillig ist, so hat er durch vermeintlich überteuerte Vertragsverlängerungen von Jamal Musiala oder Alphonso Davies die Kritik des Aufsichtsrates auf sich gezogen.

    Eberl betonte, dass eine attraktive Spielweise eben auch etwas koste. Er meinte damit die finanziellen Mittel, die es braucht, um die Starts weiter in München zu halten. Denn nur die garantieren Spektakel. Und damit die Gewissheit, die Herzen der Fans zu erobern. Mit einem Torrekord in der Liga, zwei Titeln oder atemberaubenden Abenden in der Champions League.

    Das gefällt natürlich auch dem Aufsichtsrat mit Präsident Herbert Hainer, Uli Hoeneß oder dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge. Offenbar aber reicht das noch nicht für ein klares Ja zu Eberl. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Verträge mit den Vorständen. Also auch über Eberl. Ob er will oder nicht.

    Bleibt er Sportvorstand? Eberl ist bereit, beim FC Bayern weiterzumachen

    Eberl stellte sich am Samstag den Fragen. Ihm sei klar, dass „die Zweifel da sind – scheinbar. Sonst hätte er das nicht gesagt“, meinte er zu den Worten von Uli Hoeneß. Und: „Ich war überrascht, dass das an dem Tag heute so passiert.“ Eberl kennt die Regeln den Profifußballgeschäfts. Er weiß, dass er auf die Entscheidungen anderer angewiesen ist. „Ich muss mit Szenarien leben, die mir auferlegt werden“, sagte er.

    Vertragsverlängerung oder nicht? Oder gar ein rasches Ende der Zusammenarbeit? Das zumindest schloss der 52-Jährige aus. Und er versuchte, Gelassenheit auszustrahlen. „Mein Leben wird weitergehen. Ich mache meine Arbeit mit sehr, sehr viel Herzblut und sehr, sehr viel Freude. Und wenn man mich lässt, dann bin ich auch bereit, sie weiterzumachen“, meinte er. Und falls nicht, dann gehe er eben nach Hause.

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