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Bundesliga
04.12.2021

FC Bayern gegen Dortmund: Endlich wieder ein echter Klassiker

Bayern gegen Dortmund - am Samstagabend steht das Gipfeltreffen in der Fußball-Bundesliga an.
Foto: Sebastianel Saqqa, Witters

Nach Jahren der Bayern-Dominanz scheinen die Teams auf Augenhöhe. Der FCB bangt um Goretzka und Gnabry, während BVB-Chef Watzke Parallelen zur Meistersaison sieht.

Eine halbe Stunde – so lange brauchte es am Freitag, bis das Heimspiel von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern (Samstag, 18.30 Uhr, Sky) ausverkauft war. Das erinnert an Konzerte der Stones, Metallica und Co. – ist aber Bundesliga-Fußball im Corona-Dezember 2021. Denn nachdem der BVB die 67.000 ursprünglich verkauften Karten infolge der Corona-Verordnung wieder stornieren musste, gingen die nun landesweit (außer in Bayern) erlaubten 15.000 Tickets innerhalb von 30 Minuten weg. Im Dortmunder Stadion, das Platz für 81.365 Fans bietet, werden beim Bundesliga-Gipfeltreffen nur die vier Unterränge sowie der Nord-Oberrang besetzt sein. Der Stehplatz-Bereich, die "gelbe Wand" des Vereins, wird leer bleiben. Wer eine Karte wollte, muss den 2G-Status erfüllen, also geimpft oder genesen sein.

Zu sehen gibt es für die, die Karten ergattert haben, nach Jahren der Bayern-Dominanz samt stattlichen Vorsprungs einen Klassiker, der endlich wieder alles mitbringt: Nur einen Punkt sind die Bayern vorne, beide Teams spielen eine Bundesliga-Saison, in der sie nur wenig Punkte abgegeben haben. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hätte es dazu lieber gehabt, vor einem vollen Stadion spielen zu können. "Das hätte bedeutet, dass wir Corona besser im Griff haben." Auch aus sportlicher Sicht wäre es dem Coach mit Zuschauern lieber gewesen: "Es ist nicht immer angenehm, aber die Stimmung in Dortmund ist schon herausragend." Zudem Nagelsmann einwirft: "15.000 Dortmunder können auch sehr laut sein."

Der FC Bayern bangt um Nationalspieler Leon Goretzka.
Foto: Witters

Wenn Kimmich das Herz des FC Bayern ist, ist Goretzka der FCB-Muskel

Während die fehlenden Fans eine Schwächung für den BVB darstellten, bereitet dem FC Bayern der Gesundheitszustand von Leon Goretzka Sorgen. Wenn Joshua Kimmich das FCB-Herz im Mittelfeld darstellt, ist sein Freund und Nebenspieler Goretzka der Muskel der Münchner. Eine schmerzhafte Patellasehnenreizung verhinderte eine komplette Trainingswoche des 26-Jährigen, dessen Einsatzchancen Nagelsmann etwas augenzwinkernd mit 60:50 Prozent taxiert.

Goretzka werde aber nur dann spielen, wenn er bei voller Leistungsfähigkeit ist, so der Coach: "Dafür ist das Spiel zu groß." Am Nachmittag gab es noch schlechte Nachrichten von Serge Gnabry: Der Nationalspieler, frisch aus der Quarantäne wieder auf dem Platz, musste die Einheit nach rund einer halben Stunde vorzeitig abbrechen. Auch sein Einsatz am Samstag ist fraglich.

Fiebert dem Bundesliga-Gipfel gegen die Bayern entgegen: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Foto: Bernd Thissen/dpa

BVB-Chef Watzke erinnert an die Saison 2011/12

Währenddessen zieht BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Parallelen zur Meistersaison des BVB in der Spielzeit 2011/12 – und macht das an dem damaligen Aus in der Champions League fest, das eine besondere Frustbewältigung auslöste. "Damals sind wir Vierter in der Gruppe geworden – und haben es geschafft, am Ende noch Meister und Pokalsieger zu werden." Um das zu wiederholen, wäre am Samstagabend ein Sieg gegen den Münchner Rivalen eine gute Ausgangslage. Der FC Bayern, so Watzke unter der Woche, "soll ruhig mal kommen". Die Replik von Bayern-Coach Nagelsmann ließ nicht lange auf sich warten: "Wir werden kommen, das kann ich versprechen."

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