Newsticker
EU-Parlament fordert Sanktionen gegen Altkanzler Schröder
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Formel 1: Max Verstappen gewinnt die Formel 1-Premiere in Miami

Formel 1
09.05.2022

Max Verstappen gewinnt die Formel 1-Premiere in Miami

Der Niederländer Max Verstappen vom Team Red Bull gewinnt den ersten Großen Preis von Miami, die Trophäe überreich Football Legende Dan Marino. Sein Titelrivale Charles Leclerc geht leer aus.
Foto: Hasan Bratic, dpa

Max Verstappen lässt seinem WM-Gegner Charles Leclerc keine Chance auf der anspruchsvollen Formel-1-Strecke in Miami. Schumacher und Vettel gehen dagegen leer aus.

Es ist das neue Formel 1 Vorzeige-Event im US-Bundesstaat Florida, das einen klaren Sieger kennt. Unter Floridas Sonne triumphierte der Red-Bull-Pilot Max Verstappen am Sonntag in einem knallharten Duell auf den Schlussrunden über seinen Titelrivalen Charles Leclerc im Ferrari. Mit dem großen Preis von Miami ist es Verstappens dritter Sieg im fünften Saisonlauf. Damit verkürzt der Niederländer weiter den Rückstand in der WM-Wertung. Die Freude, aber auch Erschöpfung ist groß: "Ich brauche jetzt erstmal einen Drink", funkte der Sieger an die Box. Dritter in dem erst am Ende spannenden Premieren-Rennen wurde der Spanier Carlos Sainz im zweiten Ferrari vor Red-Bull-Fahrer Sergio Perez.

Vor dem Gastspiel in Barcelona in zwei Wochen liegt Verstappen nun 19 Punkte hinter dem Monegassen Leclerc, der trotz Startplatz eins nicht als Gewinner aus dem Rennen hervorging. "Es war ein sehr schwieriges Rennen, Red Bull hatte heute Tempovorteile", sagte Leclerc. Verstappen schnaufte kurz durch und sagte: "Das war sehr anstrengend. Ein unglaublicher Sonntag für uns."

Formel 1: Schumacher und Vettel auf hintere Ränge gedrängt

Auch im 26. Formel-1-Rennen seiner Karriere verpasste der deutsche Automobilrennfahrer Mick Schumacher seine ersten Zähler. Beim Heimspiel seines US-Teams Haas raste der 23-Jährige bis auf Rang neun, ehe er in der Schlussphase nach einer Berührung mit Sebastian Vettel noch mal an die Box musste und auf Rang 15 zurückfiel. Sebastian Vettel hingegen schied aus. Unglücklich für ihn war wohl nicht zuletzt, dass er wegen eines Benzinproblems beim Aston Martin schon aus der Boxengasse losfahren musste.

Für Formel 1 ist das Event ein voller Erfolg: Vor ausverkauftem Haus hatte es bei dem Debüt in Süd-Floridas Metropole eine dreitägige Party gegeben. Die kosmopolitische Stadt an der Südspitze Floridas ist in der Geschichte der Königsklasse bereits der elfte Gastgeber in den USA und empfing die Rennserie mit großer Begeisterung. Die Entwicklung kommentierte Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Wir sind endlich in Nordamerika angekommen." Für 2023 ist ein weiterer US-Austragungsort bereits in Planung: Neben Austin und Miami steht Las Vegas sogar schon als dritter US-Standort in den Startlöchern. 

Zur Freude der Renn-Organisatoren und Fans verfolgten das spannende Rennen auch verschiedene prominente Personen. Die frühere First Lady Michelle Obama besuchte Lewis Hamiltons Garage, Football-Superstar Tom Brady und Basketball-Legende Michael Jordan besuchten mit Fußball-Ikone David Beckham das Fahrerlager. Einen zusätzlichen Unterhaltungswert und reichlich Show boten der aufgeschüttete Strand und der improvisierte Jachthafen ohne Wasser.

Lesen Sie dazu auch

Neue Formel-1-Rennstrecke in Miami birgt Herausforderungen für Fahrer

Bereits im Vorfeld zog die neue 5,4 Kilometer lange Strecke einige Kritik der Piloten auf sich. Grund für die Unzufriedenheit bot die eher ungewöhnliche Asphaltmischung, die den einen oder anderen Fahrer ins Rutschen kommen ließ. In Kurve 14 ärgerte die Fahrer eine Schikane, hier ereigneten sich bereits im Training heftige Unfälle. Der ungewöhnliche Charakter des Kurses ließ so manchen ein Chaos-Rennen fürchten.

Der 24-jährige Verstappen vom Team Red Bull schafft bereits zu Beginn eine gute Ausgangslage im Grand Prix-Rennen, die ihm zum Sieg verhilft.
Foto: Wilfredo Lee, AP/dpa

Trotzdem verlief die meiste Zeit des Rennens ohne große Vorkommnisse. Schon am Start schnappte sich Verstappen den zweitplatzierten Ferrari-Mann Sainz und machte sich auf die Jagd nach Leclerc. Auch Mick Schumacher hatte einen guten Start ins Rennen, bald lag er als Zehnter schon in den Punkterängen.

Dabei profitierte der 23-Jährige auch vom Pech beim Konkurrenten Aston Martin. Der als Achter qualifizierte Lance Stroll und Teamkollege Vettel, der als 13. starten sollte, fuhren nach ihrer Technikpanne zu Beginn dem Feld hinterher.

Leclerc verlor nach seiner dritten Pole Position des Jahres ebenfalls die Führung in dem Rennen. Seine Reifen bauten schnell ab, Verstappen zog in Runde neun fast mühelos vorbei. Die unglücklichen Pannen seiner Kollegen verschafften dem Niederländer einen entscheidenden Vorsprung.

Verstappen kontrolliert Rennen lässig vor Ferrari-Duo

Doch nicht nur für Schumacher und Vettel verlief das Grand Prix-Rennen anders als erhofft. Im Kampf um die Spitzenplätze war Rekordchampion Lewis Hamilton erneut chancenlos. Der Mercedes-Pilot sorgte vor allem mit dem Zwist um das Schmuckverbot im Cockpit für öffentliche Diskussion. Das Verbot will der neue deutsche Rennleiter Niels Wittich künftig härter durchsetzen. Die strengen Maßnahmen sollen laut Wittich die Sicherheit bei einem Crash erhöhen. Hamilton entledigte sich zwar widerwillig seiner Ohrringe und der meisten Piercings, will aber für die Zukunft eine Sondererlaubnis erwirken.

Den größten Glanz auf der Strecke verbreitete indes Titelverteidiger Verstappen. Mit einer lässigen Coolness kontrollierte er das Rennen vor dem Ferrari-Duo. Verfolger Leclerc klagte: "Das Auto ist so schwer zu fahren." Auch nach den ersten Reifenwechseln hielt sich Verstappen klar an der Spitze. 

In Runde 41 sorgte in dem bis dahin klar verlaufenden Rennen eine heftige Kollision von McLaren-Fahrer Lando Norris mit dem Alpha Tauri von Pierre Gasly für reichlich Aufregung und neuer Spannung. Das Safety-Car bremste das Feld ein, Verstappens Vorsprung auf die Konkurrenz war in dem Moment dahin.

Elf Runden vor Schluss war das Rennen wieder frei. Leclerc blieb in der heißen Schlussphase dicht an Verstappen dran, auch dank der Überholhilfe DRS. Trotzdem gelang ihm es nicht, den Niederländer zu überholen. Verstappen entscheidet das Rennen für sich und ist damit neuer Premierensieger des Grand Prix von Miami. (dpa)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

 

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.