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Fußball
29.04.2022

ARD-Radioreporter nach Attacke beim Frankfurt-Spiel: Uns geht es gut

Bei Eintracht Frankfurts Gastspiel bei West Ham United kam es in der Halbzeit zu einem unschönen Zwischenfall.
Foto: Arne Dedert, dpa

Beim Spiel von Eintracht Frankfurt bei West Ham United sind zwei Reporter des hessischen Rundfunks von englischen Fans mit Faustschlägen angegriffen worden.

Den beiden Rundfunkreportern der ARD geht es nach den tätlichen Angriffen auf sie beim 2:1 der Frankfurter Eintracht in London gegen West Ham United nach eigenen Angaben gut.

Ihren Schilderungen zufolge erhielten sie am Donnerstagabend in Halbfinal-Hinspiel der Europa League "mehrfach Faustschläge an den Hinterkopf, in den Nacken, in den Rücken". Das sei wohl nicht "die feine englische Art", schrieb Tim Brockmeier bei Twitter. 

Die Attacken fanden während der Live-Reportage statt

Er bedankte sich bei den Medienmitarbeitern des hessischen Fußball-Bundesligisten, aber auch des gastgebenden Premier-League-Clubs, "die uns in der Pause regelrecht in Sicherheit gebracht haben, bringen mussten". Sein Kollege Philipp Hofmeister bedankte sich zudem bei allen Fans von West Ham, die "den Fußball lieben und ihre Gegner respektieren" und schrieb ebenfalls bei Twitter: "Uns geht es gut." 

Der englische Clubs verurteilte das Geschehen. "Wir werden daran arbeiten, die Täter ausfindig zu machen", wurde ein Clubsprecher von West Ham vom "Kicker" am Freitag zitiert. "Sie werden eine unbefristete Sperre erhalten und weder das London Stadium betreten noch mit dem Club reisen dürfen. Es gibt keinen Platz für ein solches Verhalten."

Zu den Angriffen kam es einem Bericht der ARD zufolge kurz nach dem Ausgleich von West Ham in der 21. Minute. "Wir werden hier attackiert", hatte Hofmeister während der Live-Übertragung gesagt. In den Sekunden davor waren Tumulte hörbar gewesen. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte Brockmeier, nachdem beide geschlagen worden waren und ihm das Headset vom Kopf gerissen worden war: "Wir sind geschockt."

In der Pause wechselten die beiden Reporter des Hessischen Rundfunks die Plätze und kommentierten von dort weiter. "Mental war das danach schwierig", sagte Hofmeister.

Der Hessische Rundfunk verurteilt die Angriffe auf die Reporter

Der Hessische Rundfunk (HR) hat die tätlichen Angriffe auf seine beiden Rundfunkreporter beim 2:1 von Eintracht Frankfurt bei West Ham United verurteilt. "Ein Fußballstadion ist kein rechtsfreier Raum", sagte Programmdirektorin Gabriele Holzner am Freitag in einer Mitteilung des Senders. Man erwarte "vom veranstaltenden Verein, dass er Bedingungen auch für Reporter der Gastmannschaft schafft, so dass diese ihren Job ohne Angst vor Übergriffen machen können", fügte Holzner an. Schläge und körperliche Gewalt seien in keinem Fall tolerierbar. 

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