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Fußball-EM der Frauen
27.07.2022

Deutschland gegen Frankreich: Wer löst das Ticket fürs EM-Finale?

Die deutschen Fußball-Nationalspielerinnen stehen vor dem Halbfinale gegen Frankreich.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Das Finale der Fußball-EM ist für Deutschlands Fußballerinnen ein entscheidender Schritt. Die Sehnsucht von Frankreichs Spielerinnen ist aber nicht minder groß.

Es ist immer derselbe Spruch, mit denen sich die deutschen Fußballerinnen vor einer EM-Partie einstimmen. Und der Ausruf wird auch wieder vor dem Halbfinale gegen Frankreich in Milton Keynes (Mittwoch 21 Uhr/ZDF) ertönen: „Schwarz-Rot-Gold! All in!" Alles geben für den achtfachen Europameister, der nach einer längeren Durststrecke wieder auf Topniveau angekommen ist. Vor dem Gegner hat Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg viel Respekt: „Frankreich hat fantastische Einzelspielerinnen mit ganz viel Tempo. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten entscheiden.“

Wenn es um Athletik und Ausdauer, Mentalität und Widerstandskraft geht, dann scheint ihr Ensemble reif fürs Endspiel (Sonntag 17 Uhr/ARD) in Wembley. London ist längst dabei, sich für den Showdown herauszuputzen. Die Fanparty auf dem Trafalgar Square hat geöffnet, am Wochenende spielt das Royal Philharmonic Orchestra im Wembley Park – es soll eine friedliche wie fröhliche Finalstimmung herrschen. Hässliche Bilder wie vor einem Jahr beim EM-Finale der Männer solle es bitte kein zweites Mal geben.

„Natürlich gibt es nichts Schöneres als ein EM-Finale in England, im Wembley-Stadion zu spielen“, sagt Voss-Tecklenburg, und die Bundestrainerin weiß ja mit den meisten Spielerinnen wie das war am 9. November 2019, als auf dem heiligen Rasen vor fast vollbesetzten Rängen ein prestigeträchtiger 2:1-Sieg gegen den EM-Gastgeber England gelang.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (rechts), selbst viermalige Weltmeisterin, richtet ihren Blick weit über das Spiel gegen Frankreich hinaus.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Nun bereits bei einem Ausscheiden im Teamquartier in Brentford am Donnerstag eilig die Koffer zu packen, würde nach einer unvollendeten London-Mission aussehen. Dass die in den 60er Jahren hochgezogene Planstadt Milton Keynes ein fast unwürdiger Schauplatz für den Halbfinal-Klassiker ist – der Generalstreik im Bahnverkehr tut am Spieltag sein Übriges - , ficht die von Präsident Bernd Neuendorf angeführte DFB-Delegation aber nicht an, versicherte Co-Trainerin Britta Carlson, obwohl auch der Hotel-Komfort beim dritten EM-Gruppenspiel gegen Finnland (3:0) hier zu wünschen übrig ließ. „Dafür hatte das Stadion den besten Rasen“, sagte die 44-Jährige. „Alles andere kriegen wir nicht mit.“

Marina Voss-Tecklenburg ist in ihre Aufgabe als Fußball-Bundestrainerin hereingewachsen

Nach Jahren eines abflauenden Interesses kommt das Team von Voss-Tecklenburg in der deutschen Öffentlichkeit endlich wieder gut an. Fast zehn Millionen schauten zuletzt am Fernsehschirm beim Viertelfinale gegen Österreich (2:0) zu. Und erlebten eine Cheftrainerin, die an jenem Tag den richtigen Ton traf. Statt ins Triumphgeheul ihrer feiernden Spielerinnen einzustimmen, dachte sie in Brentford an den am selben Tag verstorbenen Uwe Seeler. Vieles bei ihrer Person und Persönlichkeit ist gerade im Gleichgewicht. Die 54-Jährige verhehlt gar nicht, dass es lange gebraucht hat, um nach ihrem Amtsantritt 2019 ein echter Anker zu sein, an den sich alle gerne hängen.

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Es spricht für den Ehrgeiz einer 125-fachen Nationalspielerin, die selbst vier EM-Titel einsackte, den ersten 1989 mit dem berühmten Kaffeeservice als Prämie, dass sie langfristiger plant: in nicht einmal einem Jahr findet bereits die WM in Australien und Neuseeland statt, wo auch die Startplätze für die Olympischen Spiele 2024 in Paris vergeben werden. Das habe sie alles im Fokus, beteuert Voss-Tecklenburg.

Ihr Gegenüber Corinne Diacre gilt als nicht minder ambitioniert; und die französische Nationaltrainerin hat mit 121 Länderspielen ebenso viel aktive Erfahrung wie die deutsche Kollegin (125). Damit sind die Gemeinsamkeiten aber fast schon erschöpft. Die 47-Jährige gilt als herrisch und mürrisch, kalt und unnahbar. Sie ist von denen, die mit ihr im Clinch liegen, öffentlich als „Drache“ bezeichnet worden. Mehrere Führungskräfte jenseits der 30, Sarah Bouhaddi, Amandine Henry oder Eugenie Le Sommer, sind im Streit zurückgetreten oder wurden aussortiert. Bei der Heim-WM 2019 flossen unter dem strengen Regiment von Diacre mehrfach Tränen. Von einem „totalen Chaos“, erzählte die Ex-Kapitänin Henry danach beim Fernsehsender Canal+ und berichtete von „weinenden Mädchen“ auf ihren Zimmern.

Das sind die Baustellen in der Aufstellung der Französinnen bei der EM 2022 in England

In England aber hat sich die Equipe Tricolore bislang zusammengerauft. Kapitänin und „Kontrollturm“ Wendie Renard gibt mit ihren 32 Jahren den auch körperlich überragenden Haltepunkt für ein Team, das wilder und dynamischer als früher wirkt. Der rasante Vorwärtsgang über die Außenspielerinnen Kadidiatou Diani und Delphine Cascarino ist Markenkern eines Ensembles, das im ersten Gruppenspiel gegen Italien (5:1) bereits zur Pause mit 5:0 führte. Doch seit der Knieverletzung von Torjägerin Marie-Antoinette Katoto hapert es im Abschluss. Und mit Verlaub: Pauline Peyraud-Magnin ist keine Spitzentorhüterin. Nichtsdestotrotz ist gerade die wenig beliebte Diacre entschlossen, es ihren Kritikern zu zeigen: Im Finale einer EM oder WM standen „Les Bleues“ noch nie. Auch sie werden im Stadium MK alles geben.

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