Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Zehntausende Russen sind nach Teilmobilmachung bereits aus dem Land geflohen
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball: Folgt nach Katar bald die nächste Wüsten-WM?

Fußball
16.09.2022

Folgt nach Katar bald die nächste Wüsten-WM?

Im König-Fahd-Stadion in Riad fand zuletzt der europäische Supercup statt. Hier jubelt Luka Modric für Real Madrid.
Foto: Witters

Saudi-Arabien, Griechenland und Ägypten wollen das Turnier im Jahr 2030 ausrichten. Der Plan hat gute Chancen.

Die Debatte über die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft im Emirat Katar ist noch in vollem Gange, da zeichnet sich bereits eine weitere Wüsten-WM ab. Saudi-Arabien will sich gemeinsam mit Ägypten und Griechenland um das Weltturnier im Jahr 2030 bewerben und den beiden Partnerländern mit Milliarden-Investitionen unter die Arme greifen. Arabische Autokratien wollen sportliche Großereignisse zur Selbstdarstellung und als Machtdemonstration nutzen – eine Herausforderung für Europa, das nach Expertenansicht einen neuen Umgang mit den reichen Golf-Staaten entwickeln muss. Geld ist der wichtigste Trumpf der Golf-Araber bei der Bewerbung um prestigeträchtige internationale Sportereignisse. Katar hat mehr als 200 Milliarden Dollar in die erste Fußball-WM auf arabischem Boden gesteckt und stellt damit alles Dagewesene in den Schatten. Bisher war die WM in Brasilien 2014 mit knapp zwölf Milliarden die teuerste.

Nun greift auch die arabische Großmacht Saudi-Arabien nach der Fußball-WM. Riad hofft auf den Zuschlag für das Turnier in acht Jahren, auch weil die gemeinsame Bewerbung mit Ägypten und Griechenland von Ländern aus drei Sektionen des Weltverbands Fifa unterstützt werden könnte: Asien, Afrika und Europa. Für die Finanzierung steht der staatliche saudische Investmentfonds mit rund 500 Milliarden Dollar bereit. Auch Spanien und Portugal sowie Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay haben gemeinsame Bewerbungen für 2030 eingereicht, können aber nicht annähernd so viel Geld bieten wie die Saudis.

Video: SID

Das Sport-Engagement der Golf-Staaten ist Teil einer Strategie

Fußball ist nur eine der Sportarten, die von den Golf-Arabern als Bühne genutzt wird. Katar, Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) richten Formel-Eins-Rennen aus, Saudi-Arabien umwirbt internationale Golf-Spieler mit einem eigenen Turnier und hohen Gagen. Katar ist 2030 Gastgeberin der Asien-Spiele. Das Sport-Engagement der Golf-Staaten ist Teil einer Strategie, sich international als moderne und zukunftsträchtige Länder zu präsentieren. Außenpolitisch profitieren sie davon, dass die Europäer kein russisches Öl und Gas mehr kaufen wollen und neue Lieferanten suchen. Bundeskanzler Olaf Scholz telefonierte kürzlich mit dem saudischen Thronfolger Mohammed bin Salman, der wegen des Mordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 lange Zeit als nicht salonfähig galt.

Langfristig verfolgen Saudi-Arabien, Katar und die VAE das Ziel, sich aus ihrer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu lösen und ihren jungen Bevölkerungen als Hightechstaaten neue Perspektiven zu bieten. Die Herrscherhäuser verbinden dabei wirtschaftliche und soziale Reformen – um ihre Staaten zu modernisieren – mit politischer Repression – um ihre Macht zu erhalten.

Europa steckt in einer moralischen und realpolitischen Klemme

Europa sollte auf den Aufstieg der Golf-Araber reagieren, sagt Sebastian Sons, Experte für die Golf-Staaten am Bonner Forschungsinstitut Carpo. Er hat ein Buch über die WM in Katar geschrieben, in dem er für eine neue Politik gegenüber der Region plädiert. Die Debatte über die WM zeigt nach seiner Meinung, dass Europa in der Klemme steckt zwischen moralischer Entrüstung über Menschenrechtsverletzungen „und dem realpolitischen Zwang, mit umstrittenen Partnern wie Katar zusammenarbeiten zu müssen“.

Lesen Sie dazu auch
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.