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Fußball-Weltmeisterschaft
12.04.2022

Weltmeister Stefan Reuter kritisiert WM in Katar

Stefan Reuter kritisiert die Vergabe der WM nach Katar.
Foto: Tom Weller, dpa (Archivbild)

Mit der deutschen Nationalelf hat Stefan Reuter die Welt- und die Europameisterschaft gewonnen. Warum der Sportchef des FCA wenig Verständnis für die Winter-WM in Katar hat.

Mit dem FC Augsburg hat Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter nach zwei Siegen in Serie gute Chancen, einmal mehr den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga zu schaffen. Der Blick des 55-Jährigen richtet sich bereits in die kommende Spielzeit, in der auf den FCA und andere Profiklubs eine Herausforderung zukommen wird. Mitten in der Saison, im November und Dezember, wird die Weltmeisterschaft 2022 ausgetragen. Reuter, der mit der deutschen Nationalmannschaft 1990 die WM in Italien gewonnen hat und sechs Jahre später die EM in England, kritisiert die Vergabe an den Wüstenstaat. "Ich finde, so ein Turnier gehört in ein Fußball-Land. Ich habe kein Verständnis dafür, dass die WM in Katar stattfindet. Das ist komisch und ungewohnt." Er hätte das große Glück gehabt, in Italien und England große Turniere zu spielen und sogar zu gewinnen, erklärt der 55-Jährige. "Zu toppen gewesen wäre das nur durch ein Turnier in Deutschland."

Stefan Reuter läuft nach seiner Hüft-OP teils noch auf Krücken.
Foto: Ulrich Wagner

Reuter hat als Spieler mit Vereinen und dem Nationalteam sämtliche Titel gewonnen, die es zu gewinnen gibt. War Meister, Champions-League-Sieger sowie Welt- und Europameister. Für einen Fußballer gebe es nichts Größeres, entsprechend werde die Vorfreude der Spieler sein – trotz der Rahmenbedingungen mitten im Winter in einem Wüstenstaat. "Als Sportler muss man es nehmen, wie es kommt", betont Reuter. "Als Spieler ist es ein absolutes Highlight, wenn du dich für eine Weltmeisterschaft qualifizierst und mit den Besten messen kannst."

Ruben Vargas, Carlos Gruezo und weitere FCA-Profis sind für die WM qualifiziert

Wenn die WM im November und Dezember in Katar stattfinden wird, werden auch Spieler des FC Augsburg dabei sein. Qualifiziert haben sich mit ihren Nationalteams Ruben Vargas, Andi Zeqiri (beide Schweiz), Carlos Gruezo (Ecuador) und Ricardo Pepi (USA). Noch Hoffnungen auf eine Teilnahme machen darf sich Mads Pedersen, der jüngst in seine Landesauswahl berufen wurde, aber kein Spiel absolvierte. Dänemark ist qualifiziert, Pedersen könnte sich einen Platz im WM-Kader sichern. Reuter hofft, dass mal wieder ein deutscher Nationalspieler aus Augsburg sich in den DFB-Fokus spielen kann. Abwehrspieler Felix Uduokhai war schon berufen worden, wurde aber nicht eingesetzt. Arne Maier und Niklas Dorsch haben mit der U21 die EM gewonnen, womöglich erhalten sie auch in der A-Nationalmannschaft unter Trainer Hansi Flick einmal eine Chance. Ein Länderspiel für Deutschland absolviert hat bislang FCA-Angreifer André Hahn (2014, 0:0 gegen Polen).

Für die europäischen Profiklubs wird die WM eine Herausforderung. Einerseits können die Trainer ihre Spieler lediglich in einer verkürzten Sommervorbereitung für die körperlichen Anforderungen der Saison präparieren, andererseits ist der Ligabetrieb für zwei Monate unterbrochen. "Für uns ist das eine neue Situation", erklärt Reuter. Unmittelbar nach der laufenden Runde werde man sich zusammensetzen, um mit Sportwissenschaftlern und Trainerteam einen Plan für die kommenden Monate zu erarbeiten. Reuter: "Vielleicht geben wir den Spielern länger frei und starten dann wieder eine Vorbereitung."

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Die Diskussion ist geschlossen.

12.04.2022

Wenn man den Artikel so liest fällt auf, dass Herr Reuter die WM in Katar nur deshalb kritisiert, weil es "kein Fussballland" ist. Scheinbar sind die gesellschaftlichen Verhältnisse dort auch für Herrn Reuter kein Hemmnis.

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12.04.2022

Ja - Katar ist nur für Energie gut, nicht für eine Fußball-WM.

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