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Miki and Uwe in Love

12.03.2009

Münchner Löwen werden zu Schmusekätzchen

miki and uwe in love

Bei den Münchner Löwen haben sich alle wieder lieb. Zeit für die Seifenoper "Miki and Uwe in Love". Ein epochales Werk im Stile von Tolstois Krieg und Frieden. Mit dabei: Miki, Manni, Uwe und ein Indianer.

Von Tilmann Mehl

München - Nach dem unglaublichen Erfolg des Löwen-Clans kommt jetzt der Nachfolger: Miki and Uwe in Love. Komplizierte Dreiecksgeschichten, Emotionen, Tränen - die große Löwenfamilie bleibt nichts schuldig.

Vorspann: Der liebenswürdige Traditionsverein TSV 1860 München hat mit den Irrungen und Wirrungen der sich immer schneller drehenden Welt akute Probleme. Soldie Buchhaltung hält man für einen dieser neumodischen Trends, von denen bald keiner mehr sprechen wird. Unter "Führungsqualität" subsummiert der gemeine Löwe Verben wie pöbeln, poltern und posaunen.

Da erscheint am fernen Horizont Prinz Nicolai und mag den Münchnern gerne das Loch im Geldbeutel flicken. Die dunklen Mächte von der DFL führen irgendwelche irrelevanten Gründe für die Absage an den Deal an. Immerhin gelingt es dem Prinzen, seinen treuen Adjutanten Miroslav "Miki" Stevic als Statthalter bei den Löwen einzusetzen. Miki gibt den Gutelaune-Löwen, sprüht über vor Esprit und komplementiert Trainer Marco Kurz in die Arbeitslosigkeit.

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Lovestory: Für Marco kommt Uwe, Wolf der Nachname. Es knistert. Uwe und Miki verstehen sich prächtig, haben die gleichen Interessen: reden, sprechen, verlautbaren. Neidisch blickt Manfred "Manni" Stoffers auf die beiden. Manni ist der neue Geschäftsführer der Löwen und sicherer Kandidat für den Bundesrhetorik-Preis. Auch er schwärmt von und für Miki. "Miki und Manni klingt eh viel besser", denkt er sich. Stoff für eine Mènage à trois wäre vorhanden. Das merkt auch Uwe. Vor dem Spiel gegen Frankfurt gibt er alles, um Miki zu imponieren und wirft sich in verbale Dickicht.

Die besten Sprüche:

"Wir sind Sechzig, wir haben ein Heimspiel und das heißt: Heimsieg" - Uwe Wolf, Trainer des immerhin elftbesten Heimteams.

"Wir haben Blut geleckt. Und Sie wissen sicherlich, was passiert, wenn Löwen und Wölfe Blut lecken." - wieder Wolf. Martialisch, kommt auch immer gut.

"Er ist ein Apache" - Wolf über Stürmer Benny Lauth. Was er damit sagen will? Keine Ahnung. Jetzt ist die Schlagzeile "Der den Wolf tanzt" aber wirklich nicht mehr weit.

Stoffers hält mit verstecktem Witz dagegen. "Es sind schon wieder mehrere Investorengruppen an uns herangetreten. Das wird jetzt sorgfältig geprüft." Ehrlich? So gründlich wie bei Nicolai Schwarzer? Nicht, dass die Rechtsabteilung noch Überstunden machen muss.

Sprüche, die wir gerne hören würden:

"Der Aufstieg ist absolut unwahrscheinlich. Es war aber auch absolut unwahrscheinlich, dass Peter Neururer jemals wieder einen Job bekommt" - Wolf zu seinem Saisonziel.

"Dä Lothar" - Antwort von Miki auf die Frage, wer sein Wunschkandidat wäre, wenn es mit Uwe nichts wird.

"Naddürlich nichtd. Ein Loddar Maddäus hat auch seinen Stolz" - Lothar Matthäus auf die Frage, ob er zur Verfügung stehe.

Das nächste Mal:

Wird kurzfristig entschieden. Mal schauen, wer wo was sagt.

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