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Zuschauer im Stadion

17.01.2021

Sprechchöre und kein Mindestabstand: DFB ermittelt gegen Aue

Zuschauer stehen beim Spiel des FC Erzgebirge Aue gegen Fortuna Düsseldorf auf der Tribüne.
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Freiwillige Schneeräumer sorgen beim Zweitliga-Spiel des FC Erzgebirge Aue gegen Fortuna Düsseldorf nicht nur für einen bespielbaren Rasen, sondern feuern während der Partie auch das Heimteam an. Dabei verstoßen sie gegen das Hygienekonzept.

Die Anwesenheit von etwa 30 bis 40 Zuschauern beim Heimspiel von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue gegen Fortuna Düsseldorf (0:3) hat den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf den Plan gerufen.

Wie der Gremiumsvorsitzende, Anton Nachreiner, mitteilte, werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. "Es besteht der Verdacht, dass gegen das geltende Hygienekonzept "Sportmedizin/Sonderspielbetrieb im Profifußball" verstoßen wurde", teilte der DFB mit. "Erzgebirge Aue wird von uns angeschrieben und zur Stellungnahme zu den Vorgängen aufgefordert werden", sagte Nachreiner.

Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird die Sachsen mit Blick auf das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf und dessen Begleitumstände um eine Stellungnahme bitten, sagte ein DFL-Sprecher am Sonntag.

Auf Fotos ist zu sehen, wie der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Einige Personen trugen zudem keine Mund-Nasen-Bedeckung, was gegen das Hygienekonzept der DFL verstößt. Für eine mögliche Sanktionierung ist der DFB zuständig, da Verstöße bei einem Spiel in die Zuständigkeit der DFB-Sportgerichtsbarkeit fallen. Dieses Vorgehen hatte die DFL vor der Saison bekanntgegeben.

Laut Aues Geschäftsführer Michael Voigt hatten die Zuschauer vor der Partie mitgeholfen, den Platz vom Schnee zu befreien. "Die Personen standen während des Spiels auf Abruf bereit, um bei weiteren Schneefällen mitzuhelfen, den Platz umgehend zu beräumen", sagte Voigt.

© dpa-infocom, dpa:210117-99-57308/5 (dpa)

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