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Fußball

08.06.2020

BFV bricht Saison im Junioren-Fußball wegen Corona ab

Die Saison 2019/20 der Junioren-Fußballer in Bayern ist wegen des Coronavirus vorzeitig beendet.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolfoto)

Überraschend kam es nicht, aber nun ist es offiziell: Die Saison für Junioren-Fußballer in Bayern ist wegen der Corona-Krise vorzeitig beendet.

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) bricht die aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bei den Junioren ab. Die Spielzeit bei den Juniorinnen soll dagegen ab dem 1. September wie bei den Männern und Frauen fortgesetzt werden, falls dies staatliche Vorgaben erlauben. Damit folgt der BFV-Vorstand dem Vorschlag der Lösungs-Arbeitsgruppe Spielbetrieb Liga und Pokal Junioren und Juniorinnen.

Wie der BFV weiter am Montag mitteilte, werden bei den Junioren die Abschlusstabellen auf Basis einer Quotientenregelung gebildet. "Die bestplatzierte aufstiegsberechtigte Mannschaft und das auf einem Aufstiegsrelegationsplatz stehende Team steigen auf. Absteiger soll es nur dann geben, wenn Teams in der laufenden Saison bis dato punktlos geblieben sind", hieß es.

Die U19 des 1. FC Nürnberg steigt damit vor dem Hintergrund der Corona-Krise als aktuell erstplatzierte Mannschaft aus der Bayernliga in die U19-Bundesliga auf. Gleiches gelte für den U17-Nachwuchs des TSV 1860 München.

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"Dass wir bei den Junioren zu dem Ergebnis kommen, die laufende Spielzeit abzubrechen, während bei den Erwachsenen und den Juniorinnen die Saison zu Ende gespielt wird, mag auf den ersten Blick überraschen", räumte Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann ein. "Wer sich allerdings ein bisschen intensiver mit dem Junioren-Spielbetrieb in Bayern auseinandersetzt, stellt ganz schnell fest, dass wir bei den Junioren über vollkommen andere Rahmenbedingungen sprechen als beispielsweise bei den Herren."

Ein zentraler Aspekt sei, dass bei den Junioren mehr als die Hälfte der 14.100 Mannschaften im C- bis F-Juniorenbereich im nicht-aufstiegsberechtigten Spielbetrieb und damit im reinen Breitensport aktiv sei.

"Für das Gros der Mädchen spielt trotz allem sportlichen Ehrgeiz die soziale Komponente eine immense Rolle. Das gemeinsame Spiel in einer gewachsenen Mannschaft steht oft über dem Leistungsgedanken", erläuterte die Vorsitzende des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses Sandra Hofmann. "Von Beginn an war für die Vereinsvertreter eine der größten Sorgen, bei einem Saisonabbruch und dem darauf folgenden Umbruch vor dem Saisonneustart massiv Spielerinnen zu verlieren und womöglich gar keine Mannschaft mehr stellen zu können."

Lesen Sie dazu auch: Amateurfußball in Bayern: Anpfiff am 1. September?

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