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Bayer gegen Bayern oder: Der Kampf gegen das Unausweichliche

Glosse Von Tilmann Mehl
17.12.2020

Bayer Leverkusen hat gegen den FC Bayern die Chance, Tabellenführer zu bleiben. Scheinbar. Denn der Ausgang des Spiels steht natürlich schon fest.

Am Ende dieses Jahres bleibt Verwunderung aus. Es ist mit allem zu rechnen, nichts scheint unmöglich. Ein Virus legt die Welt lahm, Karl Lauterbach findet zu Weihnachten doch noch aus dem TV-Studio und Bayer Leverkusen steht an der Tabellenspitze.

Die Werkself ist es selbstverständlich von allen Topteams der Liga am ehesten gewohnt, ohne Fans zu spielen. Was Fußball-Deutschland Geisterspiel nennt, ist für Bayer ein üblicher Spieltag. Allerdings sind die Leverkusener nicht nur ohne Anhänger in die Saison gestartet, sondern auch gleich noch ohne Kai Havertz und Kevin Volland. Die beiden besten Torschützen zu verlieren, führt selten zu mehr Torgefahr.

Vize-Trainer bei Vizekusen: Was da wohl zu erwarten ist?

Mit Peter Bosz haben die Leverkusener zudem den am besten zu ihnen passenden Trainer des Weltfußballs auf der Bank sitzen. Größte Erfolge: Europa-League-Final-Verlierer mit Ajax Amsterdam. Vizemeister mit demselben Klub. Verlierer des DFB-Pokalfinales 2020 in Deutschland. Vizekusen und Bosz: Das passt wie Christian Lindner und die FDP. Grundsätzlich egal, aber wenn es darauf ankommt, sich selbst im Weg stehend. Wobei die Auftritte der Leverkusener zweifelsfrei galanter angelegt sind.

Nun also stehen sie in ihrer finalen Partie dieses Jahres dem wundgespielten FC Bayern gegenüber. Es spricht viel dafür, dass die Leverkusener sich nach dem Spiel als Tabellenführer in das Winterpäuschen verabschieden. Die bessere Form, die frischeren Spieler, eine ausgewogene Taktik und ein Trainer, der bereit ist, sie anzupassen. Andererseits: Es handelt sich um Bayer Leverkusen.

Weihnachten liegt kein Schnee. Virologe Hendrik Streeck fühlt sich missverstanden. Gute Vorsätze schaffen es nicht über die Planungsphase hinaus. Verlässlichkeit schafft Sicherheit. Leverkusen also wird verlieren. Schade für Bayer, gut für die innere Sicherheit.

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