Newsticker

Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf höchstem Stand seit April
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball
  4. Bayerns Kampf um Ribéry geht weiter

28.06.2009

Bayerns Kampf um Ribéry geht weiter

Bayerns Kampf um Ribéry geht weiter
Bild: DPA

München (dpa) - Rekordgage, Vertragsverlängerung und neue Stars: Bayern München will Franck Ribéry das Fußball-Paradies auf Erden bieten, damit er trotz aller Verlockungen aus dem Ausland dem deutschen Rekordmeister die Treue hält.

Nachdem die Bayern dem Franzosen eine Verdopplung seines Jahresgehalts auf angeblich acht Millionen Euro in Aussicht gestellt haben, zog Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Millionenpoker um Ribéry mit dem Angebot einer vorzeitigen Vertragsverlängerung eine weitere Trumpfkarte aus dem Ärmel. In der "Bild am Sonntag" legte der neue Sportdirektor Christian Nerlinger nach. "Wir müssen ihm eine europäische Spitzenmannschaft bieten. Wir müssen Franck die Perspektive bieten, mit uns in Europas Spitze auf Augenhöhe zu sein. Das ist sein Anspruch. Dann ist er glücklich in München."

Ob Nerlinger damit die Verpflichtung weiterer neuer Spieler meint, bleibt abzuwarten. "Natürlich ist auch die Person Ribéry entscheidend, was will er und wie verhält er sich", meinte Nerlinger. Der Ex-Profi und Nachfolger von Uli Hoeneß tritt beim Trainingsstart der Bayern offiziell sein Amt als Sportdirektor an. Die Bayern versuchen alles, um den französischen Nationalspieler zu halten. In einem Interview mit der Münchner "Abendzeitung" stellte Rummenigge dem 26 Jahre alten Bayern-Star eine vorzeitige Verlängerung seines noch zwei Jahre gültigen Vertrags in Aussicht. "Das werden wir zu gegebener Zeit, in aller Ruhe nach Schließung des Transferfensters mit ihm und seinem Agenten besprechen", sagte der Bayern-Chef. Die derzeit laufende Wechselperiode endet am 31. August. Ribérys Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2011.

Zum wiederholten Male betonte Rummenigge, dass der Dribbelkünstler unverkäuflich sei. "Wir sind uns im Vorstand alle einig, dass wir Ribéry beim FC Bayern halten wollen", erklärte der Vorstands-Vorsitzende des Renommierclubs. Rummenigge bestätigte, dass es Kontakt mit Real Madrid gegeben habe, und "es gab auch die Bitte, ein Gespräch zu führen. Aber wir haben das abgelehnt, weil das nicht zielführend wäre." Ein offizielles Angebot des spanischen Rekordmeisters gebe es nicht, sagte der Bayern-Chef, "das ist alles Spekulation".

Rummenigge, der in einem Interview mit der französischen Sportzeitung "L'Équipe" eine Aufbesserung von Ribérys Jahresgehalt von bisher geschätzten 3,75 Millionen Euro auf angeblich acht Millionen Euro ins Spiel gebracht hatte, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem französischen Nationalspieler und dessen Agenten Alain Migliaccio. "Wir können uns weder über Franck noch über Herrn Migliaccio beklagen. Die spielen ein offenes Spiel und haben nie mit Krach gedroht", sagte Rummenigge, der keine Angst hat, dass Ribéry bei den Angeboten aus Spanien und England die Lust am FC Bayern verliert: "In den zwei Jahren, in denen er hier ist, hat er sich vorbildlich verhalten."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren