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Fußball

09.06.2016

CR7 oder Ibra: Wer beerbt Platini als besten EM-Torjäger?

Portugals Star Cristiano Ronaldo will bei der EM wieder als Torschütze glänzen.
Bild: Jose Sena Goulao (dpa)

Michel Platini läuft Gefahr, von einem weiteren Thron gestoßen zu werden. Der zurückgetretene UEFA-Präsident aus Frankreich hat mit neun Endrundentreffern - alle erzielt im Jahr des Titelgewinns 1984 - noch immer die Spitzenposition unter den EM-Torjägern inne.

Doch Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic sind ihm mit je sechs Toren dicht auf den Fersen und könnten vorbeiziehen. Wer außer den beiden Superstars aus Portugal und Schweden könnte sich noch in den Mittelpunkt und zur Torjägerkrone bei diesen Titelkämpfen schießen? Die Deutsche Presse-Agentur listet ein paar Kandidaten auf, die sich in den letzten Testspielen jedoch alle nicht hervortaten.

Cristiano RONALDO (Portugal): Das Wohl und Wehe Portugals hängt in erster Linie von der Form des dreimaligen Weltfußballers ab. 56-mal traf er bislang im Nationaldress. Der Superstar von Real Madrid kommt mit der Empfehlung des entscheidenden Elfmetertores aus dem Champions-League-Finale zur EM. Mit insgesamt 23 Toren führt Ronaldo bereits die Liste der erfolgreichsten Torjäger in Qualifikations- und Endrundenspielen von Europameisterschaften an.

Zlatan IBRAHIMOVIC (Schweden): Bei seiner vierten EM-Endrundenteilnahme will Ibrahimovic eine Bestmarke ausbauen. Bislang gelangen ihm bei jedem Finalturnier als einzigem Fußballer jeweils zwei Tore. Der brillante Techniker mit den spektakulären Ideen ist ähnlich wie Ronaldo die Erfolgsgarantie seines Teams, für das er bislang 62-mal traf. Möglicherweise ist die EM-Endrunde in Frankreich seine letzte Station im Nationaltrikot. Offen bleibt auch, für welchen Verein er nach seinem Abschied von Paris St. Germain ab der kommenden Saison auflaufen wird. In den Vorbereitungsspielen hielt sich Ibrahimovic in Sachen Tore noch vornehm zurück.

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Antoine GRIEZMANN (Frankreich): Für Griezmann ist die Heim-EM das erste kontinentale Championat. Der Stürmer von Champions-League-Finalist Atlético Madrid besticht durch seine Schnelligkeit und Treffsicherheit. Sieben Tore in 26 Länderspieleinsätzen machen den 25-Jährigen im Team von Trainer Didier Deschamps zum Top-Angreifer.

Harry KANE (England): Seinem Kapitän Wayne Rooney hat Harry Kane als treffsicherer Sturmtank mittlerweile den Rang abgelaufen. Der 22-Jährige von Tottenham Hotspur markierte in der abgelaufenen Saison der Premier League in 38 Spielen 25 Tore und trug maßgeblich zum dritten Platz bei. Zwar markierte er im Trikot Englands erst fünf Tore, brauchte dafür allerdings nur elf Spiele. Interessant dürfte sein, wie Trainer Roy Hodgson mit der Vielzahl guter Stürmer in seinem Kader umgeht und wie viel Spielzeit Kane bekommt.

Kevin DE BRUYNE (Belgien): Er ist nicht der typische Strafraumspieler, doch wenn De Bruyne trifft, sind es meist wichtige Tore. So beim 2:1-Sieg der Belgier im WM-Achtelfinale gegen die USA oder im Supercup-Finale der vergangenen Saison noch in Diensten des VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern im Elfmeterschießen. Der bei Manchester City unter Vertrag stehende Belgier besticht durch seine gute Übersicht und seinen Instinkt.

Robert LEWANDOWSKI (Polen): Der Bundesliga-Torschützenkönig vom FC Bayern München trifft auch für die polnische Nationalmannschaft fast nach Belieben. 34 Tore markierte er bislang in 75 Spielen. Sein Hattrick in der EM-Qualifikation gegen Georgien innerhalb von vier Minuten war der schnellste in der Geschichte. Insgesamt steuerte er 13 Treffer zur Qualifikation für Frankreich bei, was vor ihm nur dem Nordiren David Healy vor dem Turnier 2008 gelungen war.

Mario GOMEZ (Deutschland): An eine EM hat der Rückkehrer in die Nationalmannschaft gute Erinnerungen. Vor vier Jahren erzielte er in der Vorrunde drei Treffer und wurde Zweiter in der Torjägerstatistik. Ob Gomez eine ähnliche Rolle auch in Frankreich spielen kann, hängt nicht zuletzt vom Spielsystem ab. In Thomas Müller hat Bundestrainer Joachim Löw zudem den WM-Torschützenkönig von 2010 in seinen Reihen, der auch 2014 fünfmal erfolgreich war. Bester Torschütze bei EM-Endrunden im deutschen Aufgebot ist übrigens Lukas Podolski, der bislang vier Treffer schaffte.

Die besten EM-Torschützen im Überblick:

Tore Name Zeitraum Spiele
9 Michel Platini (Frankreich) 1984 5
7 Alan Shearer (England) 1996-2000 9
6 Ruud van Nistelrooy (Niederlande) 2004-2008 8
Patrick Kluivert (Niederlande) 1996-2000 9
Zlatan Ibrahimovic (Schweden) 2004-2012 10
Thierry Henry (Frankreich) 2000-2008 11
Nuno Gomes (Portugal) 2000-2008 14
Cristiano Ronaldo (Portugal) 2004-2012 14
5 Savo Milosevic (Jugoslawien) 2000 4
Marco van Basten (Niederlande) 1988-1992 9
Milan Baros (Tschechien) 2004-2012 10
Jürgen Klinsmann (Deutschland) 1988-1996 13
Zinedine Zidane (Frankreich) 2000-2004 14
Wayne Rooney (England) 2004-2012 6
Fernando Torres (Spanien) 2004-2012 13
4 Henrik Larsson (Schweden) 2000-2008 10
Angelos Charisteas (Griechenland) 2004-2008 9
Gerd Müller (Deutschland) 1972 2
Dieter Müller (Deutschland) 1976 2
Dragan Dzajic (Jugoslawien) 1968/1976 5
Rudi Völler (Deutschland) 1984-1992 8
Vladimir Smicer (Tschechien) 1996-2004 11
Dennis Bergkamp (Niederlande) 1992-2000 13
David Villa (Spanien) 2008 4
Lukas Podolski (Deutschland) 2004-2012 11

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