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Fußball-Zwangspause

22.03.2020

DFB-Vizechef gegen vage Prognosen - Geisterspiele wohl nötig

Warnt vor unseriösen Prognosen in der Corona-Krise: DFB-Vizepräsident Rainer Koch.
Bild: Andreas Gora/dpa

DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat in der Debatte um die Länge der Corona-Zwangspause im deutschen Fußball vor unseriösen Prognosen gewarnt.

"Wir sind klug beraten, von Tag zu Tag zu denken", sagte Koch in der Sendung "Doppelpass" von Sport1 und meinte: "Wichtig ist, keine Spekulationen anzustellen." Der erfahrene Funktionär berichtete, dass die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund sowie bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) Szenarien im Hinterkopf hätten. Details verriet der 61-Jährige nicht.

Die Bundesliga setzt vorerst mindestens bis Anfang April aus, eine Verlängerung der Zwangspause scheint alternativlos. Weil sich die Lage um Sars-CoV-2 aber täglich ändere und auch die Experten ihre Einschätzung regelmäßig anpassten, sei eine Prognose über die mittel- und langfristige Zukunft fast unmöglich. "Jahrelang hatten wir 80 Millionen Bundestrainer, momentan haben wir 80 Millionen Virologen", sagte Koch im Hinblick auf öffentliche Meinungen und Äußerungen.

Zugleich betonte Koch, der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) ist, die Rolle des Profifußballs in der Gesellschaft, an dem "zigtausend Arbeitsplätze" hingen. DFL-Chef Christian Seifert hatte gesagt, dass eine Saisonfortsetzung zur Not ohne Zuschauer angestrebt werde, um den Clubs Einnahmen aus dem TV-Vertrag zu retten. Auch Koch sprach sich in so einem Fall für Geisterspiele aus. "Die Geister muss man in dem Fall rufen, es sei denn, man setzt die Existenzfähigkeit des Fußballs auf das Spiel", sagte er. "Niemand will Spiele ohne Fußball-Fans, aber noch weniger wollen wir gar keinen Fußball." (dpa)

Sport1

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