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12.06.2009

DFB beschließt strengere Anti-Dopingrichtlinien

DFB beschließt strengere Anti-Dopingrichtlinien
Bild: DPA

Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat aus dem "Fall Hoffenheim" Konsequenzen gezogen und strengere Anti-Dopingrichtlinien beschlossen.

Die Einführung des Chaperon-Systems, umfassendere Dokumentationspflichten für die Kontrollärzte und ein genauer geregeltes Kontrollverfahren sind die neuen Eckpunkte, die das DFB-Präsidium verabschiedet hat. Die aktuellen neuen Regeln treten mit Start der Saison 2009/2010 in Kraft. Im Februar war es nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und 1899 Hoffenheim zu Unregelmäßigkeiten bei der Dopingkontrolle gekommen.

Neu aufgenommen in den Anti-Dopingrichtlinien des DFB wurden die Chaperons, die künftig in den beiden Bundesligen und der 3. Liga zum Einsatz kommen werden. Der Kreis der Chaperons wird von Schiedsrichtern aus unteren Klassen gestellt. Als Volunteers ist es ihre Aufgabe, den Dopingarzt und seinen Helfer im Stadion zu unterstützen, damit die zum Dopingtest ausgelosten Spieler auf direktem Wege nach der Partie zum Kontrollraum gehen. Darüber hinaus wird in der neuen Version der Richtlinien die Vorbereitung und Durchführung der Tests noch eindeutiger beschrieben, um mögliche Fehlerquellen weiter zu minimieren. Zudem ist der Ablauf der Dopingkontrolle von der Auslosung bis hin zur Urin-Abgabe detaillierter vom Dopingarzt zu dokumentieren.

"Die Neufassung ist das Resultat unserer sorgfältigen Analyse des Falls Hoffenheim und dabei aufgetretener Schwachstellen", erklärte Rainer Koch, der für Rechts- und Satzungsfragen zuständige Vizepräsident des DFB.

1899 Hoffenheim war wegen der Unregelmäßigkeiten bei der Dopingkontrolle im Februar zu einer Geldstrafe von 75 000 Euro verurteilt worden. Darüber hinaus wurde der Hoffenheimer Dopingbeauftragte Peter Geigle mit einer Geldstrafe von 2500 Euro belegt. Das Verfahren gegen die beiden Hoffenheimer Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker wurde eingestellt. Sie waren nach dem Spiel am 7. Februar in Mönchengladbach verspätet zur Dopingkontrolle erschienen. Ein Verantwortlicher ihres Vereins hatte die beiden nicht rechtzeitig von ihrer Auslosung informiert.

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