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Frauenfußball-WM

09.07.2011

Darum gewinnt Deutschland gegen Japan

Auch wegen Nadine Angerer werden die deutschen Frauen gegen Japan gewinnen.
Bild: dpa

Die Bilanz, der Heimvorteil - alles spricht für Deutschland im WM-Viertelfinale gegen Japan. Dazu noch Nadine Angerer im Tor. Zehn Gründe, warum Deutschland gewinnt.

Das WM-Viertefinale rückt für die deutschen Fußballerinnen näher und mit Japan steht ihnen am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) ein starker, aber durchaus schlagbarer Gegner ins Haus. Wir haben zehn Gründe gefunden, warum Deutschland mit einem Sieg gegen Japan ins WM-Halbfinale einziehen wird.

Die stärkere Vorrunde Auch wenn bisher nicht alles ganz rund für die deutsche Mannschaft gelaufen ist, sie hat die Vorrunde makellos mit drei Siegen (2:1 gegen Kanada, 1:0 gegen Nigeria, 4:2 gegen Frankreich) abgeschlossen. Im Gegensatz zu den Japanerinnen, die nach zwei Siegen (2:1 gegen Neuseeland, 4:0 gegen Mexiko) das Vorrundenspiel gegen England mit 0:2 verloren. „Wir haben uns die Lunge aus dem Leib gerannt und das Spiel der Japanerinnen erstickt“, sagte Englands Trainerin Hope Powell über das Erfolgsrezept, das sich die deutschen Frauen zum Vorbild nehmen könnten.

Der erfahrenere Trainer Ein ganz deutlicher Pluspunkt für das deutsche Team. Norio Sasaki trainiert die Japanerinnen erst seit drei Jahren und hat sie in dieser Zeit immerhin auf den vierten Platz der Weltrangliste geführt. Ein vierter Platz bei den Olympischen Spielen ist sein bisher größter Erfolg. Ganz im Gegensatz zu Silvia Neid, die seit 2005 Cheftrainierin der deutschen Nationalmannschaft ist und reihenweise große Titel gesammelt hat.

Darum gewinnt Deutschland gegen Japan

Die WM-Erfahrung In bisher fünf WM-Einsätzen kam Japan nicht über das Viertelfinale (1995) hinaus. Deutschland wurde hingegen schon zweimal Weltmeister und hat nach wir vor beste Chancen, den Hattrick perfekt zu machen.

Die bessere Physis Die Japanerinnen haben mit einer Durchschnittsgröße von 1,60 Meter einen körperlichen Nachteil gegenüber dem deutschen Team, in dem mit Martina Müller (1,61 Meter) und Inka Grings (1,69 Meter) nur zwei Spielerinnen nicht die 1,70 Meter überschreiten. Trotzdem warnt die deutsche Co-Trainerin Ulrike Ballweg davor, die Asiatinnen zu unterschätzen: „Sie springen sehr hoch. Es ist nicht so, dass sie nur bei 1,50 Meter auf der Erde rum kriechen. Sie wissen, dass sie mit dem Fuß stärker sind, und nicht im Hoch und Weit.“

Die stärkere Torhüterin Die deutsche Torfrau Nadine Angerer ist und bleibt eine Klasse für sich. Sie hat zwar mittlerweile wieder WM-Tore kassiert, was 2007 nicht der Fall war, doch sie bringt die Erfahrung aus 101 Länderspielen mit. Ihre japanische Gegenspielerin Nozomi Yamago steht ihr mit 97 Länderspiele in nicht viel nach, ist aber um elf Zentimeter kleiner.

Die starke Abwehr Die Defensive ist wieder komplett, nachdem Linda Bresonik ihre Magenverstimmung überstanden hat. Wenn Babett Peter und Co. ihre Arbeit genauso unerbittlich verrichten wie bisher und ihre Schwäche nach Eckbällen in den Griff bekommen, dürfte hinten nichts anbrennen.

Die größeren Stars Während Birgit Prinz, Nadine Angerer und Fatmire Bajramaj internationale Größen sind, ist Japans Rekordspielerin Howare Sawa eher unbekannt, obwohl sie 163 Länderspiele absolviert hat und mit bisher 78 Treffern als extrem torgefährlich gilt.

Das variablere Spiel Japan konzentriert sich auf sein flinkes Kombinationsspiel. „Die Spielerinnen sind technisch versiert. Wenn wir sie kombinieren lassen, spielen sie uns aus“, warnt Nadine Angerer. Doch das können auch die Deutschen. Im Spiel gegen Frankreich hat man gesehen, wie schnell es geht, wenn die Pässe ankommen. Die DFB-Elf kann zur Not aber auch mal hohe Bälle in den Strafraum schicken und hat mit Kerstin Garefrekes eine kopfballstarke, torgefährliche Spielerin in der Hinterhand.

Der Heimvorteil Und wieder wird das Stadion voll sein. 26 062 Zuschauer passen in die Wolfsburger WM-Arena und die meisten von ihnen werden in schwarz-rot-gold gekleidet die deutsche Mannschaft unterstützen wie schon zuvor in Berlin, Frankfurt und Mönchengladbach. Eine Kulisse, die auch die Japanerinnen beeindrucken könnte.

Die Bilanz Eine ganz klare Sache für Deutschland. In acht Begegnungen gab es acht Siege und nur ein Unentschieden sowie 15:8 Tore.

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